Dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Räumlich verteilte Anlagen ähnlicher oder gleicher Funktion sind dezentrale Anlagen. Dezentrale Lüftungsanlagen be- und entlüften einen größeren ...Raum oder ein Gebäude mit mehreren Räumen.
Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung besteht zusätzlich aus einem Wärmetauscher, der ein höheres Energieniveau aufnimmt und anschließend wieder abgibt. Dabei erwärmt das durchströmende Medium zunächst einen Speicher. Anschließend gibt der Speicher dieses Medium wieder ab.
Eine Einheit einer solchen Lüftungsanlage besteht in der Regel aus ein oder zwei Ventilatoren, die mit Gleichstrom angetrieben werden. Der Wirkungsgrad dieser EC-Motoren ist sehr gut. Dies ist eine der Grundvoraussetzungen dafür, dass das Gesamtsystem einer solchen Anlage ebenfalls einen solch guten Wirkungsgrad hat. Durch die beigestellte elektronische Steuerung läuft dieser Ventilator für einige Sekunden. Dann werden die Pole elektronisch getauscht und der Ventilator dreht in die entgegengesetzte Richtung. Die Zeitspanne ist sowohl in die eine als auch in die andere Richtung gleich lang. In dieser Zeit strömt die Luft zunächst in eine Richtung und zieht beziehungsweise presst dabei Luft durch den Wärmetauscher. Dieser besteht aus einer technischen Keramik und kann sich schnell auf- und abladen. Ventilator, Elektronik und Wärmetauscher werden in einen Kunststoffkanal ...
variabler Länge eingebaut. Dieses Stück Kanal wird in die Außenwand eines Raums eingebaut. Innen und Außen werden dann noch strömungsoptimierte Deckel gesetzt und schon ist eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in der Außenwand fertig eingebaut.
Dezentrale Lüftungsanlage
Für die Be- und Entlüftung einer Wohnung oder eines Gebäudes werden mehrere dezentrale Lüftungsanlagen benötigt, die idealerweise miteinander über ein Bussystem kommunizieren können. Während die eine Anlage saugt, bläst die andere. Damit ist der Lufthaushalt im Gebäude annähernd konstant. Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung haben in der Regel einen hervorragenden Wirkungsgrad, da der Aufwand der Kanalreibung, also das Pressen der Luft durch Leitungen, sehr gering ist. Dafür benötigt ein Gebäude viele dieser Einheiten. Dies wirkt sich aufwendig auf die Instandhaltung aus. Denn überall, wo sich Dinge drehen und Strom benötigt wird, ergeben sich Instandsetzungen und der Bedarf einer Wartung. Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind jedoch sehr wartungsarm, weil deren Aufbau relativ einfach ist. Diese Einfachheit ist sehr positiv.
Design der Lüftungsanlagen
Für die Optik gibt es Anlagen mit unterschiedlichen Abschlüssen an der Innenseite bzw. Außenseite. Ob rund oder eckig, auch die Farben können je nach Hersteller variieren. Und selbst wenn der Hersteller nur einen Farbton liefert, kann man die meisten Kunststoffdeckel in Absprache mit dem Lieferanten streichen. Dezentrale Lüftungsanlagen werden damit zum gestalterischen Element und können nahezu an jeden individuellen optischen Geschmack angepasst werden.
Akustik der Lüftungsanlagen
Während dem Betrieb entstehen Strömungsgeräusche und Motorgeräusche. Dies können als laut empfunden werden. Gut ausgelegte Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung hört man aber fast gar nicht. Wer hier großen Wert auf niedrige Geräuschentwicklung legt, installiert lieber eine dezentrale Anlage mehr und lässt dann die Anlagen auf einer niedrigen Stufe laufen. Das senkt nämlich auch die Betriebskosten. Diese sind aber ohnehin nicht nennenswert. Je nach Energieliefervertrag und je Einheit entsteht ein Aufwand von ca. 6,-€ pro Jahr an zusätzlichen Stromkosten. Das ist dann doch sehr übersichtlich und wird durch die zurückgewonnene Wärme locker kompensiert.
Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind über das Internet erhältlich. Der Bezug und der Einbau über Handwerker der Innung Heizung, Klima, Lüftung ist mehr als empfehlenswert. Unabhängige Beratung erhalten Sie in der Regel durch Ingenieure der Versorgungstechnik bzw. der „Technischen Gebäudeausrüstung“ sowie über andere Energieberater.
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