Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen
Lüftungsanlagen befördern, wie der Name schon sagt, Luft von der Ansaugöffnung bis zur Ausblasöffnung. Die transportierte Luft dient ...dabei der Regulierung der Luftqualität im Raum. Was aber ist Luftqualität?
Wer das nicht weiß, möge morgens in ein Schlafzimmer mit geschlossenem Fenster gehen oder tagsüber ein voll besetztes Besprechungszimmer ohne Lüftungsanlage aufsuchen. Der Unterschied wird in der Regel sofort wahrgenommen. Neben der frischen Luft, also der Luft mit höherem Sauerstoffgehalt und einem geringerem Gehalt von Ausdünstungen jeglicher Art, sorgen geeignete Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen auch für den Feuchtetransport. Das bedeutet, dass höhere Feuchtigkeit in der Luft nach außen und Luft mit geringerer Feuchtigkeit nach innen in ein Gebäude transportiert wird. Damit beugen Lüftungsanlagen auch Feuchtigkeitsschäden vor, die unter bestimmten Bedingungen entstehen können. Feuchtigkeit selbst wäre dabei noch nicht schlimm. Die Folge jedoch, nämlich die Schimmelbildung, ist letztendlich gesundheitsgefährdend.
Statt Lüftungsanlagen einfach lüften?
Könnte man nicht genauso gut mit dem Fenster lüften? Annähernd könnte das gelingen, wenn man hiermit rein eine Lüftungsanlage ersetzen wollte. Nur: Wer kann schon richtig lüften? Erfahrungsgemäß können dies die wenigsten. Die einen lüften zu wenig, die anderen zu viel. Letzteres ist ...
vor allem in den Wintermonaten teuer, da dann sehr viel Außenluft auf Raumtemperatur geheizt werden muss. Dies ist in der Regel ein Vorgang, der bis zur Jahresabrechnung für Energie unbemerkt bleibt. Dann folgt die böse Überraschung. Lüftet man jedoch zu wenig, kann in der kalten Jahreszeit an den Wärmebrücken Schimmel entstehen. Gebäudeecken, Fensterecken und Fenstertüren sind klassische Schwachpunkte.
Den Effekt von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen kann man mit der reinen Fensterlüftung eigentlich nicht erreichen. Theoretische Wirkungsgrade bis 90% in der Wärmerückgewinnung sind bei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen erreichbar. Und das bedeutet, dass der Lüftungswärmebedarf sich praktisch um über 90% verringert. Das können leicht zum Beispiel 40% des Heizbedarfes oder 40% der Ölrechnung sein. Dies gilt insbesondere für Neubauten oder sanierte Altbauten.
Funktionsweise
Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen übertragen die Wärme der Abluft aus dem Raum auf die Zuluft, die in den Raum strömt. Die beiden Luftströme vermischen sich nicht. Somit ist garantiert, dass die Abluft mit der minderen Luftqualität nach draußen gelangt und sich nicht mit der Zuluft vermischt. Diese Anlagen besitzen hierzu gegenüber den reinen Lüftungsanlagen einen Wärmetauscher, der aus unterschiedlichen Stoffen bestehen kann. Bewährt haben sich Metalle wie z.B. Aluminium. Aber auch keramische Wärmetauscher sind bestens geeignet.
Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen gibt es in der Ausführung von zentralen Lüftungsgeräten, die die Luft über Luftkanäle von den Orten oder an die gewünschten Orte bringen. Diese besitzen in der Regel
Wärmetauscher, bei der die Zu- und Abluft getrennte Wege benutzt. Bei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen mit dezentralen Einheiten benutzen Zu- und Abluft den gleichen Weg, wobei dieser gegenüber der zentralen Ausführung sehr kurz ist. Damit ist in der Regel der Gesamtwirkungsgrad sehr günstig. Der Aufwand für den Lufttransport durch lange Leitungen entfällt.
Informationen und Beratung
Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen müssen richtig bemessen sein. Ein unabhängiger Fachmann ist zum Beispiel in einem Ingenieurbüro für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) tätig und besitzt die Ausbildung als Versorgungsingenieur. Insbesondere im Wohnungsbau gibt es bereits viele Fachfirmen in der Heizung-Klima-Sanitär-Branche, die das nötige Wissen für die geeignete Anlagentechnik besitzen. Eine erste Beratung kostet nichts und auch im Internet bieten viele Hersteller Hinweise zum Einsatz ihrer Produkte, den Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungsanlagen.
Weiterführende Informationen