Heizungsrohre selbst verlegen - Anleitung & Kosten
Wer Kosten sparen möchte, auch beim Verlegen von Heizungsrohren, versucht somit meist, anfallende Arbeiten ...„in Eigenregie“ zu erledigen. Zwar geht mitunter ein gewisser zeitlicher „Mehraufwand“ damit einher, aber im Endeffekt empfiehlt es sich in der Regel durchaus, auch einmal selbst Hand anzulegen.
Im Gegensatz zu früheren Zeiten hat sich beim Verlegen von Heizungsrohren zugunsten des eifrigen Heimwerkers nämlich einiges getan. Denn vorbei sind nun (endlich) die Zeiten, als Heizungsrohre noch dick, schwer und unhandlich waren, und somit auch die Schweiß- und Verlegearbeiten selbst mit viel Zeit und Mühen verbunden waren. Seinerzeit Grund genug für viele Heimwerker, lieber gleich den Fachmann zu Rate zu ziehen.
Materialien und Arbeitskräfte
Heute werden in der Regel moderne Heizkessel mit weitaus weniger umfangreichen, aber umso leistungsstärkeren Umwälzpumpen geboten, die den zusätzlichen Vorteil bieten, dass die Verlegung an sich einfacher und weniger zeitaufwändig ist.
Im Allgemeinen zählen mehrschichtiger Kunststoff, Kupfer und Edelstahl zu den am häufigsten vorkommenden Materialien, wenn es um die Beschaffenheit von Heizungsrohren geht. Zu berücksichtigen ist, dass Rohrleitungen zwar ein wesentlicher Aspekt der Heizungsanlage sind.
Fakt ...
aber ist gleichwohl, dass die meisten übrigen Bestandteile, wie zum Beispiel die Therme oder der Gaszähler ausschließlich von einem qualifizierten Heizungsfachmann bearbeitet werden dürfen.
Ehe es „ans Werk geht“, gilt es, die benötigten Materialien anzuschaffen. Dazu gehören Kupfer- oder auch Kunststoffrohre (vorher ausmessen!), Hanf zum Abdichten, eine Lötpistole bzw. ein Schweißgerät, Lötpaste nach Bedarf sowie ein Rohrschneider.
Die Verlegung
- Zu Beginn sollten zunächst die Übergänge der Rohre kräftig gereinigt werden (zum Beispiel mit Lötpaste), um sie im Anschluss daran problemlos passgenau zusammenfügen zu können.
- Dann erhitzt man die Enden und hält das Lötzinn an die Nahtstelle. (Nicht vergessen, dabei die Wände abzudecken, um sie gegen die beim Löten entstehende Hitze zu schützen.)
- Im Zuge des Lötvorgangs wird das jeweilige Ende des Rohres flüssig und zieht sich aufgrund der zuvor aufgetragenen Lötpaste leicht nach innen hin zusammen. Experten raten übrigens, die Rohre nach dem Schweißprozess niemals mit Wasser zu kühlen, denn dies hätte auf Dauer Leckagen bzw. undichte Stellen zur Folge.
- Bereits nach wenigen Sekunden ist das Rohr bereits wieder ausgekühlt, sodass der Arbeitsprozess fortgeführt werden kann. Nach dem Löten empfiehlt es sich bei kupfernen Heizungsrohren, diese zu isolieren. Auf diese Weise wird keine wertvolle Energie in den Boden abgegeben. Rohre aus Kunststoff isolieren an sich zwar recht gut, allerdings schadet eine zusätzliche Isolierung de facto nicht.
- Das Heizungsrohr wird nun an den Heizkörper angeschweißt und sicherheitshalber mit etwas Hanf (alternativ genügt auch eine dauerelastische Dichtungsmasse) abgedichtet.
- Beim Verlegevorgang unter dem Putz, im bzw. unter dem Estrich sollte nicht vergessen werden, die Rohrleitungen zur Heizungsanlage hin etwas nach oben hin steigend zu positionieren. So geht der Entlüftungsvorgang später reibungslos vonstatten.
- Es empfiehlt sich darüber hinaus, anstelle von Winkeln Bögen zu verwenden. Dies verringert die Geräuschbildung beim Heizvorgang, denn das Wasser kann dadurch ungehindert durch die Rohrleitungen fließen.
- Wenn die Verlegearbeiten beendet sind, ist eine sorgfältige Überprüfung durch einen qualifizierten Installateur in jedem Falle unerlässlich. Dies bietet sich freilich nicht nur für einen eventuellen Schadensfall an, sondern der Fachmann wird schlussendlich auch die Therme – wie vorgeschrieben – montieren.
Die finanziellen Aufwendungen für das Verlegen von Heizungsrohren „in Eigenregie“ belaufen sich durchschnittlich auf etwa 150 bis 200 Euro. Sicherlich ist die Anschaffung eines Schweißgerätes mit einem Kostenaufwand von etwa 300 Euro vergleichsweise kostenintensiv. Allerdings besteht alternativ die Möglichkeit, dieses gegen eine geringe Gebühr im Baufachhandel zu leihen.
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