Cumaru

Cumaru stammt aus Südamerika und ist eine im Amazonas häufig verbreitete, bis nach Peru und Bolivien reichende Baumart. Es gehört gemäß DIN EN 350-2 zur Dauerhaftigkeitsklasse eins und ist ein hervorragendes Außenbauholz mit einem Farbspektrum von gelb bis rotbraun.
Die Poren sind mittelgroß und zerstreut angeordnet. Zudem enthalten sie helle Inhaltsstoffe, die jedoch kaum in Erscheinung treten. Farblich ist das Cumaru dem Bangkirai sehr ähnlich, wirkt jedoch optisch wesentlich ansprechender und dekorativer.

Cumaru hat einen häufig vorkommenden Wechseldrehwuchs, besitzt jedoch ein sehr gutes Stehvermögen bei verhältnismäßig geringer Neigung zur Bildung von Rissen. Cumaru ist, rein ökologisch gesehen, eine sehr sinnvolle Alternative zu anderen astfreien Dielen und ist, sofern es zertifiziert ist, für die Öko-Förderungen zugelassen.

Einziger Nachteil dieses Materials ist die anfänglich sehr starke Farbvarianz. Typische Anwendungsbereiche für Cumaru ist der Terrassen- sowie Brückenbau. Auch
für Eisenbahnschwellen, im Wasser- und Schiffsbau sowie im Garten wird es eingesetzt.

Cumaru gibt es auch als Parkett und Dielen und kann überall dort verbaut werden, wo Härte erforderlich ist. Da es sich hierbei um ein Holz mit einer starken Textur und gewellter Zeichnung handelt, es zudem widerstandsfähig und drehfreudig ist, ist es besonders für Terrassen geeignet.

Ein Nachteil ist, dass das Cumaru nicht für Fußbodenheizungen geeignet ist. Cumaru verfügt über eine extrem hohe Dichte, kann jedoch trotzdem
sehr gut verarbeitet werden. Da das Holz extrem hart ist, ist ein Vorbohren unbedingt erforderlich und es sollte mit einem scharfen Werkzeug bearbeitet werden. Der Unterboden sollte aus Zementestrich bestehen. Die Verlegeplatten werden mit der entsprechenden Grundierung für den jeweiligen Klebstoff vorbereitet. Die Verlegung erfolgt dann durch eine vollflächige Verklebung.

Preislich liegt das Cumaru bei ca. 30 Euro pro 1m². Cumaru verfügt im Idealfall über das FSC-Gütesiegel. Es garantiert, dass das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und bei der Abholzung kein Urwald vernichtet wurde.