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Iroko Holz
Holz - Bearbeitung und Verarbeitung - Holzarten

Iroko

Iroko stammt aus feuchten und immergrünen Regenwäldern Afrikas von Sierra Leone bis Tansania. Das Splintholz ist blass und hebt sich deutlich vom gelbbraunen Kernholz ab. Meist ist der Faserwuchs wechseldrehwüchsig und in einigen Fällen unregelmäßig.

Das sehr harte, dichte und feste Holz gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 und hält meist mehr als 30 Jahre lang. Das Holz trocknet sehr schnell und arbeitet wenig. Es verfügt über eine mittlere Biege- und Druckfestigkeit bei einer geringen Tragfähigkeit und Schlagfestigkeit sowie moderate Dampfbiegeeigenschaften.

Aufgrund der hohen Pilzfestigkeit, des guten Stehvermögens und der Härte, ist es ein sehr vielseitig verwendbares Holz mit einer hohen Wirtschaftlichkeit, welches sich hervorragend für Konstruktionen im Innen- und Außenbau und für alle stärkeren Beanspruchungen im  Freien, im Erdboden und im Wasser eignet.

Ideal ist Iroko auch für die Herstellung von chemischen Spezialbehältern. Weitere Anwendungsgebiete sind Möbel, Furniere, Parkett, in der Bildhauerei und Schnitzerei sowie für Türen, Tore und Parkbänke, Treppen und Tische sowie Kirchenbänke.

Trotz der extrem hohen Dichte lässt sich Iroko verhältnismäßig gut bearbeiten. Hierbei sollte ein möglichst scharfes Werkzeug benutzt werden. Bei der Arbeit mit einem Handhobel muss damit gerechnet werden, dass es schnell zu einem Abstumpfen des Hobels kommt. Nägel, Schrauben und Klebstoffe halten in Verbindung mit diesem Holz zufrieden stellend.

Bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass der Holzstaub Reizungen der Atemwege sowie Asthma und allergische Reaktionen verursachen kann. Daher ist eine gute Absaugung erforderlich. In Europa kostet eine komplette LKW-Ladung Iroko Gartenmöbel ca. 40.000 Euro, wovon dem Erzeugerland mehr als 30.000 Euro zufließen.

Das Splintholz ist für den Befall durch den Splintholzkäfer sehr anfällig. Jedoch ist das Holz sehr alterungsbeständig und resistent gegen Holzschutzbehandlungen. Bewährt hat sich eine Oberflächenbehandlung mit Klarlacken oder ein wiederholter Anstrich mit Alkydharz-Bootslacken auf einem DD-Lackgrund. Handelt es sich um stärker bewitterte Außenflächen, verwendet man am besten Lasuranstriche in dreifacher Beschichtung.
 

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