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Robinie und Robinienholz
Holz - Bearbeitung und Verarbeitung - Holzarten

Robinie

Die Robinie ist heute eine europäische Hartholzart aus Produktionswäldern, die der Dauerhaftigkeit von tropischen Harthölzern entspricht und in der Dauerhaftigkeitsklasse eins angesiedelt ist. Das Kernholz ist hell gelblich bis olivbraun und dunkelt zu einem goldbraunen Farbton nach.

Die Robinie ist ein resistentes, hartes Holz, was besonders für den Außeneinsatz geeignet ist. Zudem besitzt es hervorragende technische Eigenschaften und ein dekoratives Aussehen. Da Robinien oft eine schlechte Stammform, einen geringen Durchmesser und geringe Längen aufweisen, sind Längen über 300cm schwer lieferbar, was sich auch zukünftig nicht ändern wird.

Die Robinie zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche Belastbarkeit aus und einmal getrocknet, besitzt das Holz ein sehr gutes Stehvermögen. Meist wird Robinie im Terrassenbau, Gartenbau und für Lärm- und Sichtschutzwände eingesetzt. Sofern es verfügbar ist, eignet es sich im Außenbereich als Konstruktionsholz im Garten- und Landschaftsbau sowie für Fahrzeugaufbauten, Türen, Fenster, Tore, Zäune u.a. Aber auch im Innenbereich kann Robinie verarbeitet werden, z.B. für Treppen, Parkett sowie Klein- und Sitzmöbel. Weiterhin wird das Holz auch in der Landwirtschaft und im Obstbau zu Zaunpfählen verarbeitet.

Grundsätzlich ist auch die Herstellung von Furnieren möglich, wegen des geringen Aufkommens von hochwertigen Stämmen erfolgt dies aber eher selten.

Trotz seiner extrem hohen Dichte kann Robinie sehr gut bearbeitet werden. Handelt es sich um geradfaseriges Holz, kann es mit allen Hand- und Maschinenwerkzeugen gut bearbeitet, geschnitzt und gedrechselt werden. Allerdings ist für alle Verbindungen durch Nägel und Schrauben eine Vorbohrung erforderlich.

Da das Holz stark gesäuert ist, verfärbt es sich in Verbindung mit Feuchtigkeit und Metallen. Daher sind für Befestigungen Holzverbindungen oder rostfreie Stähle empfehlenswert.

Bei empfindlichen Personen können die spezifischen Inhaltsstoffe allergische Reaktionen der Haut auslösen.

Im Außenbereich lässt sich mit einer Behandlung mit Transparent- oder Klarlacken ein gutes Ergebnis herbeiführen. Zum Schutz gegen starkes Sonnenlicht bewähren sich Lasuranstriche mit UV-Licht absorbierenden Pigmenten sehr gut. Bei Bewitterung vergrauen unbehandelte Flächen. Im Innenbereich können Beize, Mattierungen, Lacke sowie Flüssigwachse problemlos verwendet werden.
 

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