Merbau - Holz, Parkett, Steckbrief
Unter dem Oberbegriff Merbau werden verschiedene Hölzer im Handel vertrieben. Hierzu zählen die Hölzer der Gattung ...Intsia, die vorwiegend in Süd- und Südostasien, sowie in Madagaskar vorkommen einerseits, und die Hölzer der Gattung Afzelia, die in Afrika vorkommt, andererseits.
Alle Hölzer weisen jedoch ähnliche Eigenschaften, Farben und Strukturen auf.
Dadurch werden sie alle unter demselben Namen im Handel vertrieben.
Die natürliche Verbreitung der Baumarten ist weltweit zu finden, unter anderem in Indochina, aber auch in Neuguinea oder auf den Pazifischen Inseln. Dabei zählt Merbau Holz zur Familie der Fabaceae-Caesalpinoideae. Ebenso gebräuchliche Handelsnamen sind Ipil, Kwila, Vesi oder Hintsy.
Merbau Holz: Farbe und Struktur
Wie bei allen Hölzern kann man auch das Holz von Merbau in das Splint- und das Kernholz gliedern. Dabei ist der Splint meist gelblich weiß gefärbt und weist eine Breite zwischen vier und acht Zentimetern auf.
Das Kernholz setzt sich deutlich vom Splintholz ab, es ist mit einer hellbraunen bis rötlichbraunen Färbung versehen. Möglich sind aber auch deutliche Nachdunklungen bis hin zu einem Braun oder einem dunklen Kupferbraun. Die Poren beim Merbau Holz sind meist ...
mit schwarzen oder gelben Anfüllungen versehen.
Der Faserverlauf zeichnet sich durch einen recht leichten Wechseldrehwuchs aus. Dadurch entstehen schwach ausgeprägte Glanzstreifen, die in der Regel jedoch nur auf den radialen Flächen sichtbar sind.
Natürlich kann es auch beim Merbau Holz zu Abweichungen in Farbe und Struktur kommen. So sind etwa helle Flecken im Holz durchaus keine Seltenheit. Sie entstehen vor allen Dingen dadurch, dass organische Inhaltsstoffe sich auf einem lokalen Gebiet stärker konzentrieren. Sie fallen auf den sägerauen Flächen kaum auf.
Sobald das Holz aber mit Lasuren oder farblosen Lacken behandelt wird, können sie verstärkt hervortreten und deutlich sichtbar werden. Entfernen lassen sich die Flecken nicht, selbst das Bleichen und der Einsatz von Lösungsmitteln sind hierbei zwecklos.
Das Gewicht des frischen Holzes liegt bei 1.100 bis 1.300 Kilogramm je Kubikmeter. Die Rohdichte beträgt bei lufttrockenem Holz etwa 0,75 bis 0,90 Gramm je Kubikzentimeter. Die Druckfestigkeit liegt bei 58 – 85 Newton pro Quadratmillimeter, die Biegefestigkeit zwischen 105 und 155 Gramm je Quadratmillimeter.
Oberflächenbehandlung und Verwendung von Merbau Holz
Das Merbau Holz lässt sich sauber bearbeiten, allerdings bedarf es hierfür einem hohen Kraftaufwand. Glatte Oberflächen und scharfe Kanten sind typisch für dieses Holz. Als Werkzeug sollte stets ein solches zum Einsatz kommen, das mit Hartmetall bestückt ist.
Auch eine Verklebung kann problemlos erfolgen, gleiches gilt für Nägel und Schrauben. Damit Schrauben jedoch richtig halten, sollte das Holz vorgebohrt werden.
Ebenfalls bietet das Holz von Merbau den Vorteil, dass es nur in sehr geringem Maße schwindet. Dadurch ergibt sich ein sehr hohes Stehvermögen. Allerdings trocknet das Holz nur sehr langsam. Bei Seitenware und bei Hölzern mit stark unregelmäßigem Faserverlauf ist durch die Trocknung mit einem Verziehen des Holzes zu rechnen.
Das Holz weist eine recht hohe Resistenz gegenüber Pilzbefall und Insekten auf, weshalb es auch im Außenbereich eingesetzt werden kann. Allerdings sollte die Oberfläche entsprechend behandelt werden, sind die Hölzer der Witterung ausgesetzt. So kann ein Auslaugen und Ausfärben problemlos vermieden werden. Lacke und Lasuren eignen sich hier am besten.
Das Holz wird gerne als Vollholz verwendet. Es kommt zum Einsatz für Fenster und Türen, für Parkett und andere Fußböden, für Handläufe und Rahmenkonstruktionen. Bei stark belasteten Tischen und Regalen wird Merbau Holz ebenso gerne verwendet.
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