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Quebracho - Holz, Parkett, Steckbrief

Wissenschaftlich heißt der Quebracho Baum „Aspidosperma quebracho-blanco“ und wächst in der Halbwüste Chaco im Landesinneren in ...



Südamerika.

ImageVor allem ist er in Argentinien, Bolivien und Chile zu Hause Quebracho-Bäume verfügen über einen hohen Tanningehalt und wurden daher früher stark abgeholzt, um damit z.B. Leder zu gerben.

Die Rinde des Quebracho-Baums wird zudem bis heute in der Pflanzenheilkunde, vor allem bei Atemproblemen wie Asthma oder gar der Staublunge, eingesetzt. Ferner soll Quebracho ein gutes Potenzmittel sein, wird aber aufgrund seiner positiven Eigenschaften von der Möbelbauindustrie bevorzugt.

Aussehen, Eigenschaften und Verwendung von Quebracho

Das Quebracho kann Höhen zwischen 13 und 20 Meter erreichen und verfügt über einen Stamm mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter. Das Holz ist sehr hart und ist im Alter von einer grauen, ziegelrot schimmernden Borke bedeckt.

Von seinem Aussehen her erinnert der Baum an eine Trauerweide, denn die Zweige hängen sehr stark nach unten. Sie sind glatten und tragen immergrüne Blätter, die lederartig, ungeteilt, ganzrandig und länglich bzw. lanzettlich sind.

Das Kernholz zeigt sich in einer leicht roten Färbung. Ist der Baum frisch geschnitten, ...



ist die Färbung meist ziegelrot oder dunkel rot-braun und wird teilweise von schwarzen Farbstreifen durchzogen. Das Splintholz des Quebrachos hingegen ist gelblich oder grau, grenzt sich aber nicht deutlich vom Kernholz ab. Daher kann man auch die einzelnen Wachstumsringe nicht eindeutig unterscheiden. Die Poren im Holz sind mittelgroß bis klein und fast gar nicht zu sehen.

Gegenüber dem Befall von Pilzen und Insekten ist der Quebracho von Natur aus sehr resistent.

Das Holz des Quebrachos wird in der Möbelindustrie vor allem wegen seiner Dauerhaftigkeit, seiner Härte und dem hohen Gerbsäuregehalt geschätzt. Aber auch beim Bau von Brücken und Hafenanlagen sowie Bahnschwellen und Telefonmasten wird Quebracho Holz verwendet.

Einsatz von Quebracho als Naturheilmittel, Droge und Potenzmittel

Weniger im Möbelbau, sondern in der Naturheilkunde kennt man diesen Baum. Die getrocknete Quebrachorinde ist eine Droge, die verschiedene Indolalkaloide wie Aspidospermin, ca. ein Prozent Quebrachin (auch als Yohimbin bekannt) und Gerbstoffe enthält.

Yohimbin wird nachgesagt, dass es einen Einfluss auf die Beckenregion nimmt und daher erektionsfördernd ist. So soll die Ringe vom Quebracho Baum besser als das Potenzmittel Viagra sein. Ferner ist die Wirkung der getrockneten Rinde des Baumes als lokales Anästhetikum doppelt so hoch wie die von Kokain.

In kleineren Dosen soll Quebracho gefäßverengend und in größeren Dosierungen gefäßerweiternd wirken. Aber Achtung: bei einer Überdosierung sind Übelkeit und Erbrechen die Folge und bei Schwangeren kann die Einnahme zu einer Fehlgeburt führen.

Das Quebracho wird in der südamerikanischen Volksmedizin in erster Linie bei Atembeschwerden, Fieber, Kopfschmerzen und Lebererkrankungen sowie bei   Magenschmerzen und Syphilis eingesetzt.

Auch für die allgemeine Stärkung wird es verwendet. Des Weiteren ist die Rinde des Quebrachos in Hustenmitteln enthalten und soll sehr gut bei spastischer Bronchitis und bei einer Staublunge helfen.