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Rauli - Holz, Parkett, Steckbrief

Der Rauli, wissenschaftlich „Nothafagus alpina“ genannt, ist auch unter Namen wie „Rauli-Scheinbuche“ oder „Rauli-Südbuche“ bekannt.




/>ImageDer Laubbaum aus der Gattung der Scheinbuchen gehört zur Familie der Scheinbuchengewächse und kommt vor allem in Zentralchile vor.

Auch in der westargentinischen Provinz Neuquen ist der Rauli zu Hause. Ferner gibt es ihn auch in Mitteleuropa, wo er winterhart ist. Bislang wird er in Europa und damit auch in Deutschland, aber nur im Versuchanbau gepflanzt.

Das Rauli Holz ist das am meisten in Chile vorkommende Holz. Leider wurde es in den letzten Jahren durch den Raubbau sehr minimiert. Die Bestände, die es heute in Chile noch gibt, sind eher von einer schlechten Qualität. Sie haben teilweise sehr schlechte Fälleigenschaften. Um den Anbau zu schützen, ist der Export von Rauli nur noch als Schnittholz erlaubt.

Aussehen des Rauli

Der sommergrüne Baum kann in der freien Natur bis zu 40 Meter hoch werden. In Europa sind es jedoch im Durchschnitt nur 30 Meter. Handelt es sich um besonders günstige Standorte, kann der Rauli aber noch wesentlich höher werden. Bei jungen Bäumen ist die Baumkrone sehr ...



schmal und hat dicke, ansteigende Äste.

Wird der Baum älter, dann wird er breiter und die Krone kegelförmig. Auch die Rinde unterscheidet sich je nach Alter. Bei einem jungen Baum ist sie dunkelgrün, während die Rinde bei älteren Bäumen grünlichgrau  ist und über gleichmäßig verteilte, braune Risse verfügt.

Die Zweige des Rauli sind grün, werden später aber dunkelbraun und sind recht rau. Die Knospen besitzen eine kastanienbraune Färbung, sind schmal und kegelförmig. Sie werden rund einen Zentimeter groß. Die Blätter des Rauli werden zwischen vier und acht Zentimeter lang. Sie besitzen einen  gelben Stiel und 15 bis 18 deutliche vertiefte Nervenpaare.

Im Herbst erscheinen die Blätter in einer goldgelben bis kaminroten Färbung. Beim Rauli-Holz kann man das Splint- und Kernholz nicht ganz eindeutig voneinander trennen. Während das Splintholz schmal und graurosa ist, wirkt das Kernholz in frischem Zustand hell rötlich-braun.

Wirkt dann Licht ein, dunkelt es rasch nach. Die Struktur des Holzes ist sehr regelmäßig und geradfaserig. Daher hat das Holz auch einen leichten seidenen Schimmer.

Besonderheiten und Verwendung des Rauli

Aus dem Rauli geht ein graues bis rotbraunes Holz hervor, das sich für den Innenausbau, für Möbel und Drechselarbeiten anbietet. Im Innenausbau wird es aber nur dort eingesetzt, wo eine mittlere Beanspruchung gegeben ist. Da man das Holz des Rauli sehr leicht bearbeiten und gut polieren kann, ist die Verwendung im Möbelbau, hier vor allem für Oberflächen, gängig.

Als Bodenbelag ist es weniger gut geeignet. Da Rauli von Natur aus nicht witterungsbeständig ist, kann es unbehandelt nicht im Außenbereich zum Einsatz kommen. Sehr häufig wird es zu Sperrholz verarbeitet. Ferner wird Rauli von vielen Volksstämmen in Chile für die Herstellung von unterschiedlichen Haushaltsgeräten verwendet.

So entstehen hieraus wunderschöne Schalen, Schüsseln, Tassen und Teller, die aufgrund der Eigenschaften von Rauli wunderbar mit der Hand behandelt werden. Der Einsatz von Maschinen zur Bearbeitung von Rauli ist zwar grundsätzlich möglich, aber nicht unbedingt erforderlich.