Du bist hier: » » » » Zirbelkiefer - Holz, Parkett, Steckbrief

Zirbelkiefer - Holz, Parkett, Steckbrief

Die Zirbelkiefer gehört zu den Nadelbäumen, der botanische Name lautet Pinus cembra. Dabei gehört die Zirbelkiefer ...



zur Familie der Pinaceae und kommt vorrangig in den Gebirgen Europas vor.

ImageDer Baum kann eine Höhe bis zu 20 Metern erreichen und einen Durchmesser von bis zu 40 Zentimetern.

Bekannt ist die Zirbelkiefer auch unter dem Namen Arve. Das Holz der Zirbelkiefer ist sehr dekorativ, weshalb es gerne im Möbelbau oder als Parkett eingesetzt wird. Der typische Geruch erinnert stark an Harz und ist somit besonders angenehm.

Am ehesten findet sich die Zirbelkiefer in den Hochgebirgen, in Lagen zwischen 1.500 und 2.220 Meter. Der Baum kann bis zu 1.000 Jahre, manchmal sogar noch älter werden. Er wächst sehr langsam, ist dabei aber den harten Witterungsbedingungen im Gebirge gegenüber sehr resistent. So verkraftet er die teils enormen Temperaturschwankungen äußerst gut. Außerdem kann er auch den Bergfrühling problemlos überstehen, obwohl der Boden in diesem lange Zeit gefroren bleibt.

Zirbelkieferholz: Farbe und Struktur

Das Holz der Zirbelkiefer ist hell und rötlich gefärbt, es dunkelt jedoch sehr stark nach. Gerade dieses Kernholz ist besonders dekorativ und ...



wird deshalb äußerst gerne verwendet. Das Splintholz ist dagegen in einem gelblich bis weißen Ton gefärbt.

Der Übergang vom Früh- zum Spätholz ist bei der Zirbelkiefer sehr sanft, was besonders schön wirkt. Dadurch eignet sich das Holz auch sehr gut zum Schnitzen. Das Spätholz ist dabei häufig sehr schmal und nur schwach ausgeprägt.

Äste sind beim Holz der Zirbelkiefer fast immer zu finden. Sie sind sehr zahlreich vorhanden und gut verwachsen. Sie treten dabei stark aus dem Holz hervor und schwinden wenig. Trotz der Äste lässt sich das Holz der Zirbelkiefer gut verarbeiten. Der Duft der Zirbelkiefer bleibt lange erhalten, damit gehört sie zu den wenigen heimischen Holzarten, die diese Eigenschaft aufweisen.

Die Struktur des Holzes ist sehr gleichmäßig und mit feinen Fasern durchzogen. Der angenehme Harzgeruch ist typisch für das Holz, ebenso wie die Zuwachszonen, die in engen Ringen erkennbar sind. Die Resistenz des Holzes gegenüber Pilzen und Insekten ist allerdings recht gering ausgeprägt.

Das Holz selbst zeichnet sich durch eine große Weichheit aus und durch ein geringes Gewicht. Die Darrdichte beträgt beim Holz der Zirbelkiefer 400 Kilogramm je Kubikmeter, die Brinellhärte liegt bei 15 Newton je Quadratmillimeter. Die Festigkeit ist bei diesem Holz nur mäßig ausgeprägt, dafür lässt es sich besonders gut bearbeiten. Auch das Schwindmaß ist beim Holz der Zirbelkiefer sehr gering.

Verarbeitung und Verwendung von Zirbelkieferholz

Zirbelkieferholz lässt sich sehr gut verarbeiten. Verschiedenste Oberflächenbehandlungen sind problemlos möglich. Gleiches gilt für das Schnitzen des Holzes, sowie das Spalten. Die Trocknung ist relativ einfach. Bei den Oberflächenbehandlungen muss jedoch bedacht werden, dass das Holz der Zirbelkiefer einen recht großen Harzanteil aufweist.

Noch relativ junge Untersuchungen haben sich ebenfalls mit dem Holz der Zirbelkiefer auseinandergesetzt. Dabei fand man heraus, dass das Holz positive Eigenschaften aufweist, die sich auf die Gesundheit, den Schlaf und sogar die vegetative Regeneration auswirken.

Ebenfalls kann das Holz, sofern es noch recht frisch ist, gegen Motten und Schaben helfen und vor diesen schützen. Die Schneidbretter, die aus dem Holz der Zirbelkiefer gefertigt wurden, sorgen zudem dafür, dass Bakterien kaum eine Chance haben. Im Bereich der einheimischen Holzarten weist es die höchste antibakterielle Wirkung auf.

Verwendet wird das Holz der Zirbelkiefer gerne für Holzschnitzereien und im Möbelbau. Besonders die rustikalen Möbel für die Bauernstube werden oft aus dem Holz der Zirbelkiefer angefertigt. Einbauten und Wandverkleidungen, Furniere und Vertäfelungen, sowie Parkett aus Zirbelkieferholz sind ebenfalls zu finden.