Bagassa - Holz, Parkett, Steckbrief
Hierzulande, und wohl auch in einigen anderen europäischen Regionen muss sich das robuste Hartholz „Bagassa“ erst ...noch seinen “Platz” in der Rangfolge qualitativ hochwertiger Naturmaterialien erobern.
Denn bis dato ist es in hiesigen Gefilden noch weitestgehend unbekannt.
Tatajuba, wie die wertvolle Tropenholz-Innovation auch gern genannt wird - die botanische Bezeichnung für Bagassa lautet übrigens Bagassa guianensis – entstammt den weiten, naturbelassenen Waldgebieten des Amazonas‘ oder auch den Wäldern Französisch-Guyanas. Außerdem ist Tatajuba- bzw. Bagassa-Holz auch als Jaune, Gele bagasse, Cachaceiro oder als Bagaceira bekannt.
Das Besondere am Bagassa ist nicht allein seine Härte und die Robustheit, sondern vor allem das überaus hohe Eigengewicht. Hinsichtlich der hervorragenden Verarbeitungsmöglichkeiten sowie auch in Bezug auf die Langlebigkeit entspricht das Material selbst höchsten, industriellen Ansprüchen.
Dementsprechend kann man durchaus bereits jetzt mit Fug und Recht behaupten, dass Bagassa-Holz schon sehr bald auch den breiteren Markt erobern wird.
Flexibilität pur – trotz der in sich harten Eigenschaften
Der Stammdurchmesser eines Bagassa-Baumes kann bis zu einem Meter betragen, die Höhe beläuft sich mitunter auf mehr als 50 Meter. Aufgrund dessen eignet sich Bagassa-Holz unter ...
anderem auch sehr gut für die Herstellung größerer Möbel oder Boote.
Die Farbe des Holzes zeichnet sich durch ihre helle, leicht goldbraune Nuancierung in Kombination mit vielen kleinen, hellen Pünktchen aus, wobei es nach längerer Sonnenbestrahlung rasch eine orangefarbene bis dunkelbraune Farbgebung erhält. Gerade dieser Aspekt erscheint anspruchsvollen Verbrauchern sehr reizvoll und macht Bagassa zu einem immer begehrteren Rohstoff.
Vor allem die hohe Witterungsbeständigkeit, die ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit sowie die enorme Wasserresistenz machen Bagassa zu einem solch‘ wertvollen Holz. Schließlich ist es bedingt durch diese robusten Eigenschaften möglich, Bagassa ohne besondere Schutzmaßnahmen anzubauen bzw. einzusetzen.
Hinzu kommt, dass Bagassa weitestgehend unempfindlich gegen Pilz- oder Insektenbefall ist, was sogar die Anwendung von Chemikalien in der Regel überflüssig macht.
Als nachteilig ist allerdings zu erwähnen, dass das Material unter Umständen zur Rissbildung sowie auch zum (leichten) Verzug neigt. Expertenmeinungen zufolge handelt es sich dabei allerdings um eine für derartig harte Holzarten typische Eigenschaft.
Es macht also Sinn, diese Faktoren schon vor den weiteren Arbeitsschritten zu berücksichtigen, um spätere Beeinträchtigungen der fertigen Produkte zu vermeiden.
Hochwertiges Itaubaholz oder auch Kambala beispielsweise sind in ihrer Anschaffung relativ aufwendig und noch dazu sehr kostenintensiv. Tatajuba bzw. Bagassa weist dahingegen zwar ähnliche Materialeigenschaften auf, ist aber weitaus günstiger am Markt erhältlich. Wissenswert ist in diesem Zusammenhang allerdings dennoch, dass Bagassa mehr „arbeitet“ und somit auf Dauer gegebenenfalls mit einer (leichten) Rissbildung zu rechnen ist.
Ganz gleich, ob dekorative Einrichtungsgegenstände oder ob ganze Schrankwände gewünscht sind: aus Bagassa-Holz lässt sich hochwertiges und strapazierfähiges Interieur ganz nach Wunsch herstellen. Sogar für das Dampfbiegeverfahren ist es geeignet, was die „Palette“ der daraus herzustellenden Produktvielfalt nur noch weiter vergrößert.
Besonders bedeutsam ist dieser Aspekt freilich auch für den Schiffsbau. Denn gerade hier kommt mitunter das Dampfbiegeverfahren – je nach Bauart der „Wasserfahrzeuge – zum Einsatz.
Aufgrund seiner herausragenden Wetterfestigkeit ist Bagassa natürlich geradezu prädestiniert für die Verwendung als Zimmererholz. Dachstühle & Co. weisen somit in jedem Fall ein Höchstmaß an Stabilität und Festigkeit auf.
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