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Bintangor - Holz, Parkett, Steckbrief

Wenn man einmal in Indien, Bangladesch, Indonesien, Papua-Neuguinea, Malaysia, auf den Philippinen oder den Salomon-Inseln unterwegs ...



ist, trifft man sicherlich unter anderem auch auf Kalofilum bzw. Bitaog.

ImageDie Rede ist in diesem Zusammenhang von den eindrucksvollen Bitangor-Bäumen, die zur Familie der Guttiferae gehören.

Die lateinischen Bezeichnungen hierfür lauten Calophyllum papuana, Calophyllum floribundum, Calophyllum vetense oder Calophyllum inophylum.

Letztere zeichnen sich allerdings eher durch ihre vergleichsweise schlechte Stammform aus, was sie für die Weiterverarbeitung folglich nur bedingt attraktiv macht. Die übrigen Sorten hingegen bestechen durch ihre meist sehr gute Formung sowie durch die Tatsache, dass in der Regel so gut wie keine Wurzelanläufe vorhanden sind.

Dies ist ein Garant für glatte, makellose Oberflächen und eine damit einhergehende, besonders hochwertige Produktqualität.

In erster Linie ist freilich auch die Farbgebung des Kernholzes von Bedeutung. Diese leuchtet in einem wunderschönen, hellen rot, das mitunter sogar leicht zu einer rötlich-braunen Nuancierung tendieren kann.

Dabei sind diesbezüglich sowohl die groben Poren sowie zugleich die sehr feinen Adern im Holz erwähnenswert, das noch dazu durch einen unregelmäßig starken Verlauf der Faserungen zum Blickfang wird. Selbst vereinzelte, glänzende ...



Effekte sind bei genauem Hinsehen erkennbar.

Vergleicht man die Farb- und Formgebung einmal mit anderen tropischen Hölzern wie zum Beispiel Tiama, Seraya, Sipo, Dark Red Meranti oder Lauan, so lässt sich Bintangor-Holz durchaus auch als gleichwertige, aber kostengünstigere Alternative nutzen. Im Gegensatz zu einigen anderen der vorgenannten Sorten punktet Bitangor-Holz sogar durch noch mehr Elastizität und Flexibilität.

Im Rahmen der Bearbeitung in der Tat ein sehr relevanter Aspekt. Aber in dieser Hinsicht ist zugleich zu berücksichtigen, dass die jeweilige Optik freilich von Sorte zu Sorte unterschiedlich ist.

So kann unter anderem die Färbung selbst, aber auch die Faserung oder die Porosität durchaus variieren. Einer ganz besonderen Beliebtheit erfreuen sich aufgrund ihrer herausragenden, optischen Gegebenheiten insbesondere die Sorte Calophyllum vetense, Calophyllum papuana, und Calophyllum floribundum.

Generell ist man der Ansicht, dass sich Bitangor-Holz im Allgemeinen sehr leicht und auf unkomplizierte Weise bearbeiten lässt.

Dennoch ist es nicht selten die teils sehr unregelmäßig verlaufende Faserung, die dazu beiträgt, dass gewisse Drechsel- oder auch Hobelarbeiten mit Schwierigkeiten verbunden sind. Durch die Verwendung scharfer und qualitativ hochwertiger Werkzeuge jedoch können diese vermieden werden.

Im weiteren Verarbeitungsprozess zeichnet sich Bitangor-Holz vor allem dadurch aus, dass Nägel, Schrauben und Leim sehr gut halten und – ein vorausgegangenes, schonendes Trocknungsverfahren vorausgesetzt – ein Verzug nur noch bedingt in Kauf zu nehmen ist. Nichtsdestotrotz ist es unter Umständen ratsam, Löcher vorzubeugen.

Für die Verwendung im Innen- und Außenbau ein echtes „Naturtalent“

Weil das Holz vergleichsweise unempfindlich und somit auch resistent gegen etwaigen Pilz- und Insektenbefall ist, ist auch eine zusätzliche, chemische Behandlung nur bedingt erforderlich. Ein echtes „Plus“ auch für die Umwelt.

Dennoch raten Fachleute, im Rahmen der Verwendung für den Außenbereich zuvor eine spezielle Lasur aufzutragen, um so eine mögliche Beeinträchtigung der Materialqualität zu verhindern. Besonders empfehlenswert ist dies zum Beispiel im Bootsbau, für die Errichtung von Fertighäusern, im Fensterbau et cetera.

Darüber hinaus wird Bitangor-Holz auch gern für die Möbelherstellung, für Bodenbeläge oder für die Produktion von Vertäfelungen genutzt.