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Bubinga - Holz, Parkett, Steckbrief

Auf den ersten Blick erscheinen Begriffe wie Waka, Ovang, Kevazingo, Kiombe, Lianu oder auch Luole in ...



der Tat eher befremdlich. Auch die Bezeichnungen Okweni, Essingang, Ebana oder Bokonko tragen diesbezüglich wohl kaum etwas zur Klärung bei.

ImageEs handelt sich dabei schlichtweg um botanische bzw. afrikanische Namen für Bubinga-Holz, einem hochwertigen Naturmaterial, das es in der Tat in sich hat.

In diesem Zusammenhang sollten somit freilich auch die lateinischen Bezeichnungen für die dekorative Laubholz-Variante aus Afrika nicht fehlen: Guibourtia desmeusei, Guibourtia tessmannii oder Guibourtia pellegriniana.

Der Bubinga-Baum ist vor allem in Zaire, im Kongo, in Kamerun sowie in Gabun heimisch und kann bis zu 50 Meter hoch werden. Die Stammesdicke beträgt durchschnittlich etwa bis zu eineinhalb Metern. Bezeichnend ist, dass der Bubinga-Baum nur über wenige (Brett-) Wurzeln verfügt, die aber sehr wohl bis zu 2,5 Meter lang werden.

Dekorativ und sehr stabil – die grundlegenden Eigenschaften von Bubinga-Holz

Zwar ist der weiße bis rötlich-graue Splint in der Regel nicht verwendbar, dafür jedoch das Kernholz selbst. Die kräftigen Farben beeindrucken durchaus, denn hierzulande findet sich wohl nur selten violett-rotes bzw. rotes ...



Holz.

Das Schöne: es weist im Ganzen dunkle, schmale Äderchen und grobe Poren auf, die mitunter sogar mit dunkelroten Farbklecksen versehen sind. Ein zusätzlicher Blickfang ist der weitestgehend unregelmäßige Verlauf der Faserung sowie die attraktive, glänzende Optik des Holzes.

Letzteres trägt interessanterweise dazu bei, dass Bubinga-Holz sehr gut polierbar ist und im Zuge dessen eine noch ansprechendere Optik aufweist. Die regelmäßige Verwendung von Pflegeprodukten wie zum Beispiel Ölen oder Polituren tragen maßgeblich dazu bei, dass die Qualität des Holzes auch dauerhaft gewährleistet wird.

Im Allgemeinen lässt sich das Bubinga-Holz im Gegensatz zu vielen anderen, afrikanischen Holzarten relativ leicht verarbeiten; lediglich der hohe Härtegrad erfordert zumeist einen verstärkten Krafteinsatz.

Auf qualitativ hochwertige, scharfe Werkzeuge sollte deshalb Wert unbedingt gelegt werden, denn minderwertigere Arbeitsmaterialien stumpfen dahingegen sehr leicht ab. Darüber hinaus ist es im Rahmen des Trocknungsprozesses von besonderer Bedeutung, auf möglichst schonende und sehr langsame Verfahrensweisen zurückzugreifen.

Denn nur dadurch lassen sich Verzug bzw. Verformungen explizit vermeiden. Erfahrenen Fachleuten zufolge macht es oftmals Sinn, vor dem Nageln oder Verschrauben die Löcher zunächst vorzubohren. Auch so kann eine etwaige Rissbildung weitestgehend ausgeschlossen werden.

Einfach „glänzend“: die Industrie schätzt die hohe Widerstandsfähigkeit von Bubinga-Holz seit Jahren

Zwar ist der äußere Bereich des Bubinga-Holzes nur bedingt verwendbar und weist noch dazu nur in geringem Maße eine gewisse Widerstandskraft auf, dafür jedoch ist das Kernholz selbst umso unempfindlicher und robuster.

Diesen Aspekt wissen übrigens nicht nur die afrikanischen Verbraucher zu schätzen, sondern auch hierzulande gewinnt Bubinga-Holz deshalb mehr und mehr an Bekanntheit. Zudem hat das wundervolle Naturmaterial immer wieder seine hervorragende Resistenz gegen Insekten- und Pilzbefall unter Beweis gestellt.

Wenn es darum geht, hochwertige Musikinstrumente, Einrichtungsgegenstände, größere Möbelstücke oder Furniere zu produzieren, so ist Bubinga-Holz nahezu unverzichtbar. Auch für die Herstellung exklusiver Armaturenbretter für Autos et cetera oder für Drechsel- und Schnitzarbeiten eignet es sich sehr gut.

Darüber hinaus kommt Bubinga-Holz insbesondere für die Herstellung von Eisenbahnschwellen, für die Parkettboden-Produktion sowie für den Innenausbau (Wanddekoration, Deckenvertäfelung und so weiter) zum Einsatz.