Gleditschie - Holz, Parkett, Steckbrief
Der Gleditschie wird auch als Lederhülsenbaum bezeichnet. Er gehört zur Gattung der Gleditsia und zur Familie ...der Caesalpinoideae.
Diese wiederum stellt eine Unterfamilie der Hülsenfrüchtler dar, deren botanischer Name Fabaceae ist.
Der botanische Name für Gleditschie ist Gleditsia triacanthos. Benannt wurde der Baum nach dem deutschen Botaniker und Arzt Johann Gottlieb Gleditsch. Er wurde 1714 in Leipzig geboren und starb 1786 in Berlin. Die Gattung der Gleditschie besteht aus insgesamt 14 Arten.
Ebenfalls ist ein gebräuchlicher Name für Gleditschie Falscher Christusdorn. Dieser Name rührt von den drei einzelnen Dornen, die sich am Stamm und den Ästen finden lassen. Diese Dornen erreichen dabei eine Länge von bis zu 30 Zentimetern.
Ebenfalls finden sich im Bereich der Gattung dornenlose Arten, ihr botanischer Name lautet Gleditsia triacanthos inermis. Die Dornen des jungen Baumes wurden übrigens einst sogar als Nägel verwendet, da sie sehr fest waren.
Der sommergrüne Baum stammt ursprünglich aus dem Tal des Mississippi in den USA. Dabei kann er bis zu 45 Metern hoch werden. Der Durchmesser des Stamms erreicht bis zu 90 Zentimeter, allerdings meist nur bei den Bäumen, die in ...
Nordamerika wachsen.
In der freien Natur kann Gleditschie bis zu 300 Jahre alt werden, in den belebten Städten verringert sich seine Lebensdauer auf etwa 140 Jahre. Die Blütezeit des Baumes ist im Juni zu finden, im Herbst sieht man dann die Früchte. Sie sind etwa 25 bis 45 Zentimeter lang und weisen eine rotbraune Farbe auf. Die Schoten sind lederhart und beinhalten zahlreiche Samen.
Gleditschieholz: Farbe und Struktur
Das Holz des Gleditschie gliedert sich, wie nahezu alle Holzarten in das Splint- und das Kernholz. Das Splintholz ist dabei sehr breit. Es weist eine schwefelgelbe bis grüngelbe Färbung auf.
Das Kernholz dagegen zeichnet sich durch eine lachsrote bis dunkelrote Farbgebung aus. Enthalten sind natürlich auch Holzstrahlen, das Besondere beim Holz des Gleditschie: Sie sind mit bloßem Auge zu erkennen. Dadurch ergibt sich auch die besonders dekorative Struktur des Holzes.
Die technischen Werte des Holzes von Gleditschie sehen wie folgt aus: Das Raumgewicht liegt bei 0,64 bis 0,71 Gramm je Kubikzentimeter, die Druckfestigkeit bei 51 bis 56 Newton je Quadratmillimeter. Die Biegefestigkeit beträgt 100 bis 110 Newton je Quadratmillimeter. Alle Werte beziehen sich auf Hölzer mit einer Holzfeuchte von etwa zwölf Prozent.
Das Holz selbst ist, insbesondere das Kernholz, sehr dauerhaft. Allerdings schwindet es auch sehr stark. Die Härte des Holzes kann durchaus als hoch bezeichnet werden, ebenso wie die Dichte. Dadurch ist auch eine gute Bearbeitbarkeit gegeben, die allerdings stets mit hohem Kraftaufwand einhergeht. Die Resistenz des Holzes gegenüber Pilzen und Insektenbefall ist recht gut.
Oberflächenbehandlung und Verwendung des Gleditschieholzes
Verschiedene Oberflächenbehandlungen sind beim Holz des Gleditschie durchaus möglich. Dabei kann das Holz für verschiedenste Zwecke eingesetzt werden. Gerne wird es aufgrund der dekorativen Struktur für Parkett eingesetzt, aber auch für Kisten und Paletten gilt das Holz des Gleditschie als gut geeignet.
Ebenfalls wird es für den Möbel- und Innenausbau verwendet. Seltener kommt es zum Einsatz, wenn es um den Brückenbau oder Schwellen geht.
Für den Kauf des Holzes ist zu beachten, dass es unterschiedliche Qualitäten gibt. Dabei sollte man immer genau überprüfen, welche Qualität für den eigenen Verwendungszweck am besten geeignet ist. Ebenso wichtig ist es, einen umfassenden Preisvergleich durchzuführen.
Denn je nach Qualität und Händler können die Kosten für das Holz des Gleditschie deutlich variieren.
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