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Badfliesen selber verlegen

Wandfliesen müssen auf unversehrten,  nicht feuchten, festen und absolut ebenen Untergründen verlegt werden. Es kommt nicht in Frage, ...



sie auf einer Tapete oder auf einem mangelhaften Farbanstrich zu befestigen.

bad-fliesen_flVorarbeiten

Auf Lack in gutem Zustand kann man Fliesen kleben, unter der Voraussetzung, dass man vorher die gesamte Fläche aufrauht, damit eine gute Haftung gewährleistet ist. Oftmals ist zu empfehlen, möglichst viel von den Untergründen zu entfernen, auch wenn das Schleifen eine mühevolle Arbeit ist, die mit viel Staub verbunden ist. Darum sollten Sie bei dieser Art der Arbeit stets eine Schutzmaske tragen, damit Sie keine gesundheitlichen Schäden davontragen.

  • Tragen Sie auf alten Putz vorher einen Tiefengrund auf, der der Unterlage eine bessere Festigkeit verleiht. Verspachteln Sie größere Löcher. Kleinere Löcher von Nägeln oder Schrauben können Sie außer acht lassen. Sollte der Untergrund zum Teil aus Holz bestehen, wird dieses arbeiten, und man wird auf lange Sicht Verformungen des Fliesenbelags feststellen können; manche Fliesen können Risse bekommen oder sogar zerbrechen.

  • Es ist daher besser, vorher einen ziemlich dicken Gipsputz aufzubringen oder in gewissen Fällen die Fliesen auf einer gegen Feuchtigkeit vorbehandelten Sperrholzplatte zu befestigen. Die ...



    sauberste und beste Lösung besteht darin, anstatt der Verwendung von Wasser auf einen „Elast“ - Zusatz zurückzugreifen. Dies ist ein hochwertiger, gebrauchsfertiger Zusatz auf Kunstharzdispersions-Basis für Fliesenkleber. Dadurch entsteht ein Klebstoff, der ein erhöhtes Maß an Elastizität sicherstellt und ein Eindringen von Wasser verhindert.


  • Die heute verwendeten Fliesenkleber ermöglichen ein direktes Verlegen an einer Wand, ohne diese vorher zu verputzen, vorausgesetzt, dass diese absolut eben ist. Wenn die Wände in einem guten Zustand sind, beginnen Sie mit einer gründlichen Reinigung der gesamten Fläche mit Hilfe eines Reinigungsmittels. Dieser Arbeitsschritt ist unerlässlich für eine gute Haftung. Waschen Sie die Wand anschließend mit reichlich Wasser ab und lassen Sie sie trocknen.
Das Anreißen

Vertikale und horizontale Ausrichtung der Reihen muss peinlich genau eingehalten werden: Wasserwaage und Bleilot gehören zur Grundausstattung des Fliesenlegers. Das Vorreißen der ersten Reihe muss mit besonderer Sorgfalt ausgeführt werden; von ihr hängt ja letztlich die Ausrichtung aller anderen Reihen ab. Ein kleiner Fehler in der Senkrechten der ersten Reihe verschlimmert sich im Allgemeinen. Ergebnis: der gesamte Fliesenbelag wirkt schief.

Richten Sie sich nicht nach dem Winkel einer Wand, wenn Sie die erste Reihe anreißen. In vielen Räumen, selbst in kürzlich entstandenen, sind die Winkel nicht lotrecht. Richten Sie sich aus demselben Grund auch nicht nach den Fußleisten, dem Boden oder der Decke. Ziehen Sie eine horizontale und eine vertikale Achse in der Mitte des Untergrunds. Verwenden Sie dazu das Bleilot und die Wasserwaage. Im Allgemeinen richtet man es so ein, dass man unten an den Wänden keinen Verschnitt hat. Richten Sie sich in einem Badezimmer nach dem Rand der Badewanne, den Sie mit Hilfe der Wasserwaage überprüfen sollten.

Das Verlegen

Überprüfen Sie vor dem Verlegen der ersten Reihe, ob Sie genügend Fliesen haben, um die gesamte Verkleidung durchführen zu können. Sie benötigen außerdem Abstandskreuze aus Plastik, einen Zahnspachtel und einen Fugengummi. Statten Sie sich auch mit sauberen Tüchern aus und bereiten Sie die Schneidewerkzeuge vor.

Der richtige Fliesenkleber

Die für die Befestigung von Fliesen verwendeten Mittel gibt es in Pulverform, das dann mit Wasser angerührt werden muss, oder schon fertig in Plastikbehältern. Die gebrauchsfertigen Kleber und vor allem „Flexkleber“ sind einfacher zu verwenden als die Pulver und gewährleisten einen guten Haltauf allen Arten von Wanduntergründen. Der wesentliche Vorteil des Pulvers ist der Preis, der deutlich niedriger ist. Sämtliche Fliesenkleber werden mit Hilfe von Zahnspachteln aufgetragen, die manchmal dem Kleber beigegeben sind. Es gibt Zahnspachteln aus Plastik, die besten aber sind die aus Metall mit Holzgriffen.

Das Verlegen der ersten Reihen
  • fliesen-legen-fliesenleger_flTragen Sie den Kleber mit Hilfe der Spachtel auf. Arbeiten Sie zügig Bahn für Bahn, um innerhalb der Abbindezeit die Fliesen verlegen zu können.

  • Platzieren Sie die erste Fliese an dem Schnittpunkt der beiden auf dem Untergrund angerissenen Achsen oder an dem von Badewannenrand und erster Achse gebildeten Winkel.

  • Drücken Sie mit den Fingern darauf, damit die Fliese sich in den Kleber senkt und richtig sitzt. Tragen Sie soviel Kleber auf, wie Sie für drei Reihen von etwa einem Meter Länge benötigen. Die Fliesenkleber lassen Ihnen genügend Zeit, um die Lage der Fliesen korrigieren zu können.
Gleichmäßige Fugen

Die Fliesen müssen einen gleichmäßigen Abstand voneinander haben. Es gibt mehrere Methoden, um regelmäßige Fugen zu erzielen. Die einfachste besteht darin, Abstandskreuze aus Plastik zu verwenden, die es in Baumärkten und Fliesengeschäften zu kaufen gibt. Sie werden an den Ecken und bisweilen auch an den Kanten der Fliesen angebracht. Sie müssen ganz in den Kleber hineingedrückt werden, da sie als Einmalartikel anschließend von der Fugenmasse bedeckt werden.

Es gibt Kreuze unterschiedlicher Größen, je nach gewünschtem Abstand. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, Streichhölzer oder Schnüre zu benützen, die man beim Verlegen zwischen den Fliesen anbringt.

Zuschnitte

Die Fliesen werden meist für jede Reihe zugeschnitten, oder geschlossen am Ende des Verlegens. In diesem Fall muss man den Kleber nahe den Ecken entfernen, bevor er trocken ist. Jede zugeschnittene Fliese wird auf der Rückseite mittels einer Spachtel mit Kleber bestrichen, bevor sie verlegt wird. In Ecken dürfen die angrenzenden Fliesen nicht aneinander stoßen. Auch hier muss man Abstandhalter einführen, um eine Fuge zu erhalten.

Fayencefliesen lassen sich in der Regel leicht mit der Reißnadel oder der Fliesenlegerzange zuschneiden. Dennoch erleichtert ein Fliesenschneider die Arbeit weitgehend. Man muss häufig mehrere Schnitte hintereinander durchführen; vorher sollte man aber dennoch überprüfen, ob die Wand gerade ist. Man stellt oft leichte Abweichungen fest, die einen dazu zwingen, die Maße der Zuschnitte leicht zu verändern.

Verfugen

Bevor man mit dem Verfugen beginnen kann, muss man warten, bis der Fliesenkleber trocken ist. Sollte zwischen den Fugen überschüssiger Kleber sein, so sollten Sie diesen entfernen. Spuren des Fliesenklebers auf den Fliesen müssen Sie mit einem sauberen Lappen entfernen. Verwenden Sie, um die Fugen auszufüllen, eine spezielle Fugenmasse, die mit Wasser angerührt werden muss. Diese Fugenmasse ist grau, weiß oder farbig.
  1. Die Fugenmasse wird ziemlich flüssig angerührt. Dabei muss man kräftig umrühren, um Klümpchen auszuschließen, und die Masse dann etwa zehn Minuten ruhen lassen.
  2. Benutzen Sie einen Fugengummi, um die Fugenmasse gleichmäßig zu verteilen. Arbeiten Sie sorgfältig, aber zügig, und achten Sie darauf, dass die Masse in alle Fugen hineinläuft.
  3. Beginnen Sie ca. 15-45 Minuten nach dem Verfugen mit der Reinigung. Verwenden Sie einen feuchten Schwamm und waschen Sie diesen häufig aus, damit Sie die Fugen nicht beschädigen. Nehmen Sie ein oder zwei Stunden später eine erneute Reinigung vor, um das helle Pulver der auf den Fliesen verbliebenen Fugenmasse zu entfernen. Bereiten Sie keine zu großen Mengen zu.
  4. Die Verarbeitungszeit beträgt etwa eine Stunde nach dem Anrühren. Die Fugen müssen gleichmäßig sein, eher zurückliegend und niemals vorspringend. Fugenmassen enthalten wasserabweisende Mittel, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern.

fliesen-fliesenleger-handwerker_flAbschlussarbeiten 

In einem Feuchtraum oder einer Küche muss man die sanitären Installationen rundherum abdichten, indem man eine Silikonfuge mit Hilfe einer Handpistole und einer entsprechenden Kartusche aufträgt. Alle Haftflächen müssen gründlich gereinigt werden, damit sie staub- und fettfrei sind. Um einen geraden Abschluss zu bekommen, werden die Fugenränder mit einem Klebeband abgeklebt.

Bevor Sie mit dem Verfugen beginnen, nehmen Sie die Kartuschendüse ab und schneiden Sie mit einem scharfen Messer die Kartusche oben am Gewinde auf. Dann schrauben Sie die Düse auf und schneiden die Fugendüse entsprechend der Fugenbreite schräg ab. Daraufhin tragen Sie die Dichtungsmasse in die abgeklebte Fuge möglichst ohne abzusetzen auf.

Denken Sie daran, dass Sie bei Arbeitsunterbrechungen den Sperrhebel drücken, damit keine Fugenmasse ausläuft. Nach dem Verfugen wird die Fuge mit Hilfe einer Spachtel geglättet oder aber mit einem Finger, den man mit einem Geschirrspülmittel befeuchtet hat. Vergessen Sie nicht, das Klebeband gleich mit zu entfernen.