Nachträgliche Schallisolierung / Haus ausbauen - ein erster Überblick der Kosten
Der nachträgliche Einbau von Schallisolierung ist meist teurer, als wenn ...man ihn von Anfang an berücksichtigt. Bei Neubauten ist das möglich, in Altbauten dagegen nicht.
Da hilft nur der spätere Einbau, am besten, wenn das gesamte Haus renoviert oder instand gesetzt wird. Wenn man ein Laie auf dem Gebiet der Akustik ist, sollte man in jedem Falle einen Fachmann hinzuziehen. Der kennt sich mit der Materie aus. Es kommt nicht nur darauf an, wie stark die Wände zu den Nachbarn sind, sondern ob in der Wand Löcher, Fugen, Risse, Spalten oder ähnliches vorhanden sind. Außerdem ist es möglich, dass der Lärm gar nicht durch die Wände, sondern über die Decke übertragen wird. So ein Sachverständiger für Schallschutz kann einem Möglichkeiten aufzeigen, wie man das Problem in den Griff bekommt.
Immer dort nachbessern, wo Lärm entsteht
Grundsätzlich macht es mehr Sinn, den Lärm am Verlassen des Raumes zu hindern, als ihn da zu bekämpfen, wo er stört. Das ist nicht immer einfach, denn die Nachbarn stört ihr eigener Lärm meist nicht. Sie haben auch oft kein ...
Interesse daran, Geld für etwas auszugeben, wovon sie ihrer Meinung nach nichts haben. Günstig ist, wenn man einen Vermieter hat, der sich um die Angelegenheit kümmert. Bei Eigentumswohnungen ist es oft nicht einfach, eine Einigung zu erzielen.
Kosten sind bedarfsabhängig
Bei den Preisen kommt es natürlich immer darauf an, welcher Gebäudeteil oder Raum schallisoliert werden soll. Schallschutzfenster und Türen haben konkrete Preise. Bei der Isolierung von Wänden, Decke und Fußboden kommt es immer darauf an, was man tun möchte.
Bei den Schallschutzfenstern ist der Preis abhängig von den unterschiedlichen Schallschutzklassen. Außerdem von der Art des Rahmens, also ob Kunststoff oder Holz, und von der Stärke der Verglasung. Es spielen Faktoren wie die Größe des Fensters, die Möglichkeiten, es zu öffnen, Unterteilungen und einiges mehr eine Rolle, sodass man hier unmöglich exakte Preise angeben kann. Das würde den Rahmen sprengen. Auch bei den Türen gibt es Unterschiede, je nachdem, ob es sich um eine Haus-, Wohnungs- oder Zimmertür handelt. Eine normale Schallschutztür, wie sie in Wohnungen eingesetzt wird, kostet um die 200 Euro. Haustüren sind natürlich teurer. Ansonsten muss man schauen, was benötigt wird.
Trittschalldämmplatten kosten, je nachdem, was darauf verlegt werden soll, wie stark sie also sind, ab etwa 3 bis 4 Euro pro m². Abdeckfolie, die man zwischen Wand und Schalldämmung nutzt, damit es nicht zu Schimmelbildung durch hohe Luftfeuchtigkeit kommt, kostet die 25 Meter-Rolle extra stark etwa 5 Euro. Verbundschaumstoff in 1 cm Dicke kostet der m² etwa 5 bis 7 Euro. Dickerer Schaumstoff ist etwas teurer. 10 cm Dicke kostet dann etwa 15 Euro. Bei Bitumenpappe kostet der einseitig klebende m² etwa 10 Euro, der zweiseitig klebende etwa 15 Euro. Dämmmatten aus 100%iger Schafwolle 10 cm dick kosten ab 15 Euro.
In jedem Fall kommen einige Kosten auf den zu, der seine Wohnung schallisolieren möchte. Davon hat man selbst nicht unbedingt viel, aber die Nachbarn freuen sich. Schallschutzfenster und Türen schützen schon vor Lärm von außerhalb, aber will man die Nachbarn akustisch aussperren, wird es schwierig und unter Umständen teuer. Dazu kommt, dass Platz verloren geht, wenn man die Isolierung auf seiner Seite anbringen muss. Sie darf nämlich nicht direkt auf der Wand angebracht werden, sollte einige Zentimeter Abstand haben. Es ist also nicht so einfach, aber Fachleute wissen Rat.
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