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Bitumendickbeschichtung – Verarbeitung

Die Bitumendickbeschichtung stellt eine bautechnische Bezeichnung dar, unter der mehrlagig aufgebrachte Schichten aus kunststoffmodifizierten Bitumenemulsionen (KMB) zu verstehen ...



sind.

haus-beschichtung flBei den Bitumenemulsionen handelt es sich beispielsweise um Polymerbitumen und Elastomerbitumen, die eine Ergänzung zu den bekannten Abdichtsystemen mit Folien oder Bitumenbahnen darstellen. Diese Beschichtungen werden in unterschiedlichen Zusammensetzungen und verschiedenen Verarbeitungsformen eingesetzt.

Zwingend erforderliche Voraussetzungen

Damit jedoch überhaupt eine Bitumendickbeschichtung erfolgen kann, müssen besondere Voraussetzungen erfüllt sein. So müssen beispielsweise die Untergründe fest und trocken sowie tragfähig und staubfrei sein. Ferner ist es wichtig, dass der Untergrund absolut frei von Verunreinigungen, wie z.B. Resten von Teeranstrichen ist. Entscheidend ist auch, dass das Mauerwerk vollfugig und bündig ist. Sollte letzteres nicht der Fall sein, müssen die Stoßfugen nach Angaben der Produkthersteller erst entsprechend vorbehandelt werden.

Für den Laien ist es nicht ganz so einfach, das Vorhandensein dieser Voraussetzungen zu erkennen und entsprechend herbeizuführen. Daher ist es an dieser Stelle empfehlenswert, sich den Rat eines Fachmanns für die Mauerwerksabdichtung einzuholen. Fachfirmen lassen sich schnell über eine der Suchmaschinen im Internet finden.

Die Verarbeitung der Bitumendickbeschichtung

Die Emulsionen für die ...



Bitumendickbeschichtung lassen sich heute kalt verarbeiten, sodass die Gefahrenquellen auf ein Minimum reduziert sind. Je nachdem, in welcher Konsistenz das Material besteht, wird es mit dem Roll-, Streich-, Spritz- oder Spachtelverfahren verarbeitet. Dabei kann ein einmaliges Auftragen ausreichen, es kann aber auch sein, dass mehrere Schichten erforderlich sind. Ferner kann es in einigen Fällen sein, dass Bitumenvoranstriche oder Grundierungen erforderlich sind. Dies hängt vom jeweiligen Produkt ab und wird vom Hersteller entsprechend empfohlen.

Wie dick die Bitumendickbeschichtung aufgetragen wird, hängt vom Lastenfall ab. Entscheidend ist immer, dass der Untergrund absolut trocken ist. Durch Wasser würde die Haftfähigkeit der Bitumendickbeschichtung beeinträchtigt werden, was zu einer Trennschicht führt, durch die die gesamte Beschichtung undicht wird. Beachten muss man auch, dass Risse im Mauerwerk vorher ausgefüllt werden. Einzig Risse von höchstens zwei Millimetern können mit der Bitumendickbeschichtung überbrückt werden. Auch in diesem Fall ist es empfehlenswert, sich einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Die Bitumendickbeschichtung sichert das Bauwerk dauerhaft vor Einflüssen, die statischer, dynamischer und thermischer Art sind.