Kellertrockenlegung - Varianten & Kosten
Feuchte im Keller ist für die meisten Eigenheim- und Immobilienbesitzer ein Alptraum. Die eindringende Nässe zerstört ...die Gebäudesubstanz, es entstehen Schimmelpilze, die für die Bewohner mit der Zeit gesundheitsschädlich werden und die Feuchtigkeit kriecht langsam im gesamten Gebäude hoch.
Für die Kellertrockenlegung kommt auf die Besitzer von feuchten Gebäuden einiges an Kosten zu.
Es sei denn, es handelt sich um eine oberflächliche Nässe, die durch einfache Maßnahmen behebbar ist. Daher muss man sich zuerst die Frage stellen, woher die Nässe im Keller eigentlich kommt. Erst dann kann man zu adäquaten Mitteln für die Kellertrockenlegung greifen.
Feuchte von Innen
Ist ein Gebäude neu erstellt oder grundsaniert worden, sitzt der Schock besonders tief, wenn auf einmal im Keller Nässe oder Feuchte auftritt. In diesem Fall heißt es aber erst einmal aufatmen. Sämtliche Kellerbauten wurden mit nassen und feuchten Materialien erstellt und müssen in der Folge erstmal austrocknen. Man nennt dies die ""Baufeuchte"". Erst einmal kommen hier keine Kosten auf den Besitzer der Immobilie zu. Einfaches gründliches Lüften genügt, um die Baufeuchte loszuwerden. Im Winter können zusätzliche tagsüber aufgestellte Bauheizungen, meist Gasheizer die wenig ...
kosten, den Prozess der Kellertrockenlegung beschleunigen. Aber Achtung: Gasheizer mit offenen Flammen nur tagsüber im Beisein von Bewohnern oder Handwerkern benutzen. Lässt man diese unbeaufsichtigt brennen, können Schäden am Gerät Brände auslösen und die offene Flamme kann den Raum mit zu viel Kohlenmonoxid füllen. Dann droht Vergiftungsgefahr.
Hat es im Keller tatsächlich einen Wassereinbruch gegeben, der mit Baufeuchte nichts zu tun hat, ist weitere Ursachenforschung angesagt. Zuerst sollte man sämtliche Wasserleitungen - zu- und abführende - auf Dichtheit prüfen lassen. Findet sich dort ein Leck, muss die defekte Leitung ausgetauscht werden. Wer sachkundig ist, kann dies selbst erledigen, andernfalls müssen die Kosten eines Installateurs in Kauf genommen werden. Mit dem Fachhandwerker ist man hier auch auf der sichereren Seite. Ist das Leck geschlossen, kann die Kellertrockenlegung beginnen. Im Prinzip kann man hier genauso vorgehen, wie bei der Baufeuchte: Lüften und evtl. zusätzlich heizen. Ist im Keller ein Estrich eingebracht und wurde festgestellt, dass Wasser darunter gelaufen ist, muss der Estrich mit speziellen Trocknungsgeräten entfeuchtet werden. Hier entstehen leider größere Kosten. Der Estrich wird angebohrt und die Spezialgeräte werden aufgesetzt. In jedem Fall ist aber die nachträgliche Kellertrockenlegung weniger langwierig als das Austrocknen der Baufeuchte.
Feuchte von Außen
Die langwierigste und Kosten intensivste Kellertrockenlegung ist dann fällig, wenn die Nässe von außen ins Gebäude drückt. Das kann viele Ursachen haben. Bei Altbauten ist evtl. die außen angebrachte Schutzschicht, die das Eindringen von Feuchte verhindern soll, abgetragen oder die Außenwände sind porös geworden. Manche Altbauten besitzen keine Bodenplatte, so dass immer wieder Feuchte aufsteigen kann. Bei Neubauten hat es leider meistens etwas mit Baumängeln zu tun. Entweder ist außen oder an den Wänden gepfuscht worden. Im Fall einer fehlenden Bodenplatte ist meist keine Rettung in Sicht. einzige Methode, hier noch eine Kellertrockenlegung anzugehen: Großräumige Aufgrabung rund um das Gebäude und das Darunterschieben von massiven Metallplatten. Das geht aber natürlich nicht immer und die Kosten hierfür sind astronomisch.
Eine Kellertrockenlegung von außen, ob bei Alt- oder Neubau, beginnt immer mit dem Aufgraben rund um die Außenwände. Die Ausgrabung muss bis zur Bodenplatte gehen und mindestens 60 cm breit sein. Viele können sich hier Kosten sparen, indem sie selbst Hand anlegen. Dann müssen die Wände saniert, sprich mit einer Bitumenschicht zur Abdeckung versehen werden. Achtung: Die Bitumenschicht muss mindestens 3 mm dick sein, sonst hält sie dem Druck der Außenfeuchte nicht stand! Falls noch nicht geschehen, sollte man auch gleich ein Wärmeverbundsystem aufbringen. Erst wenn alles getrocknet ist - innen und außen - sollte die Ausgrabung rund ums Gebäude wieder verfüllt werden. Danach sollte das Erdreich wieder verdichtet und nochmals nachgefüllt werden, um ein Einsinken zu verhindern.
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