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Trockenlegung von Mauerwerk - Kosten & Dauer

Der Alptraum eines jeden Hausbesitzers ist feuchtes Mauerwerk. Die Folgen der Feuchte können vielfältig ...



sein, so auch die Ursachen.

schimmel-fenster_flUnabhängig von der Ursache sollte das schnellst möglich eine Trockenlegung erfolgen, nur so können langfristige, stärkere Bauschäden und wesentlich höhere Kosten vermieden werden.

Die Folgen sind vielfältig: zum Einen kann es zu einem erhöhten Energieverbauch kommen weil die Wärme schneller nach außen geleitet wird, zum Anderen ist natürlich die Gefahr durch Fäulnis und Schimmel niemals zu unterschätzen. Darunter leidet nicht nur das Mauerwerk, sondern auch und vor allem die Bewohner des Hauses. Bröckelt eine Mauer, so wird es höchste Zeit, etwas zu unternehmen und auch vor den Kosten nicht zurückzuschrecken!

Die Ursachen und Wirkungen

Es gibt eine Reihe von Ursachen für feuchtes Mauerwerk. Die jeweilige Ursache zu kennen, ist für die Trockenlegung des Mauerwerks unerlässlich. Die Methoden, Mauern trocken zu legen, sind je nach Ursache unterschiedlich zu wählen. Kosten und Dauer variieren je nach Ursache stark. Die häufigsten Ursachen für feuchte Mauern im Haus sind:

  • Eindringen von Regenwasser
  • Undichte Wasserleitungen im Haus
  • Aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich
  • Kondensluft aus Raumluft
Gegen die Kondensluft ...



aus der Raumluft hilft eine Trockenlegung der Mauer natürlich nicht ursächlich. Durch die korrekte Analyse der Ursachen werden also Kosten, Zeit und Ärger gespart. Die Zeichen für feuchte Mauern sind offensichtlich: Der Putz bröckelt oder sprengt ab, es bilden sich Schimmel und Fäulnis. Die aufsteigende Feuchte aus dem Erdreich bringt zudem Salzablagerungen auf der Mauer zu Tage. Diese sind besonders gefährlich für das Mauerwerk und können es ganz und gar zerstören.

Die Trockenlegung von feuchtem Mauerwerkisolierfarbe-isoliergrund-streichen_fl

Für die Trockenlegung von  Mauerwerk gibt es zwei grob zu unterscheidende Verfahren: Die vertikale Abdichtung und die horizontale Abdichtung.

Eine der häufigsten Ursachen für feuchte Mauern ist die fehlerhafte oder veraltete vertikale Abdichtung der Außenseite des Kellers. Die Trockenlegung druch eine vertikale Abdichtung wird wie folgt erneuert:

  • Als erstes muss das Kellergemäuer von außen frei gelegt werden. Hierbei ist es wichtig, dass die Freilegung bis hin zur Fundamentsohle erfolgt. 
  • Ist die Mauer freigelegt, muss der schadhafte Putz entfernt werden. Dies gelingt am besten mit einem Sandstrahler. 
  • Die Mauer muss behandelt werden: Die Salzablagerungen auf der Mauer müssen entfernt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Salzablagerungen vorher geprüft werden, so dass die angewendeten Mittel auf die jeweilige Salzablagerung abgestimmt sind.
  • Ist die Mauer gereinigt, erhält sie einen neuen Sperrschutz oder eine Sperrbetonschicht.
  • Eine weitere Sperrschicht muss aufgetragen werden. Dies kann eine Bitumenbahn sein, eine Kunststoffbahn oder eine andere beschichtete bituminöse Schutzschicht.
  • Eine Perimenterdämmung muss angebracht werden. Dies ist eine zusätzliche  Außendämmung beispielsweise mit Schaumstoffmaterialien.
  • Es sollte eine Drainage mit dem erforderlichen Gefälle eingelegt werden. Die Drainage liegt am besten in einem Kiesbett. Dies ist der beste Untergrund für die Drainage.
  • Abschließend muss verfüllt und verdichtet werden und die Mauer dann wieder mit Erde bedeckt.
Die Kosten für dieses Verfahren liegen bei ca. 350EUR - 500EUR/m2. Diese Kosten für die Trockenlegung können je nach verwendeten Materialien und schwere des Schadens natürlich variieren.

Die andere Methode zur Trockenlegung, die horizontale Abdichtung, eignet sich für das aus dem Erdreich aufsteigende Wasser am besten. Sie eignet sich jedoch nicht für Schalenmauerwerke, hier ist die Gefahr der Rissbildung sehr hoch!  Sie wird wie folgt durchgeführt:

  • Die Wand muss aufgestemmt werden. Es werden Schlitze von ca. 50-100cm Länge und ca. 20-30cm Höhe in das Mauerwerk gestemmt.
  • In die Schlitze werden Bitumenbahnen oder Kunststoffbahnen eingelegt. Die Bahnen sollten ungefähr zehn cm über die Schlitze hinaus lappen und sich gegenseitig auch ca. zehn cm überlappen.
  • Die Schlitze werden mit Sperrmörtel wieder ausgeglichen.
  • Abschließend werden die offenen Schlitze wieder vermauert.
Statt der Bitumen- oder Kunststoffbahn kann man sich auch Edelstahlplatten, selbstverständlich rostfreie, in die offene Wand einschlagen oder pressen. Die Kosten für dieses Verfahren liegen bei mindestens 400EUR/m2, können aber auch schnell 1000EUR/m2 und mehr erreichen.