Schwammtechnik: Anleitung zum Wand streichen
Wie soll sie nur werden, die neue Wand: Tapete muss es diesmal nicht sein, einfarbig streichen ...ist auch öde, irgendetwas Besonderes muss her, aber was?
Egal, ob es sich bei dabei um nur eine Wand handelt, die verschönert werden soll, oder um ein ganzes Zimmer: Schöne und plastische Effekte erzielt man, indem man selber Hand anlegt. Ganz einfach und schnell zum Nachmachen ist die Schwammtechnik. Hier werden durch verschiedene Farbaufträge mit mehreren Farben und spezieller Auftrageart auffallende und lebendige Wanddesigns geschaffen.
Schwammtechnik - welche Werkzeuge?
Klar, für die Schwammtechnik bietet sich als allererstes an: der Schwamm. Doch auch hier gibt es unterschiedliche Modelle. Entweder man nimmt einfach den, den man eh schon hat, oder man kauft im Baumarkt einen speziell hierfür geeigneten Effektschwamm. Je nach dessen Beschaffenheit, fällt dann auch das Ergebnis aus. Naturschwämme sind übrigens ebenfalls ideal, da sie in feuchtem Zustand sehr geschmeidig in der Hand liegen. Weiterhin hilfreich sind:
- Abklebeband,
- Gummihandschuhe,
- Zeitungspapier zum Abdecken des Bodens
- und ein extra Farbeimer, falls man Farbe mischen will.
Unbedingt sollte man vorher ausprobieren, wie man am besten das schönste ...
Ergebnis erzielt. Hierfür eignet sich eine alte Tapete. Man kann nämlich mit dem Schwamm tupfen, wischen, drehen, reiben und das in vielfältiger Weise. Jeder macht das ein bisschen anders und das ist ja auch gut so, gibt dies doch erst das wirklich individuelle Ergebnis.
Am besten sollte man sich ganz von seiner Intuition leiten lassen und möglichst unverkrampft und ohne viel Nachdenken an die Sache herangehen.
Farbauswahl - Farbkombinationen
Entweder muss die weiße Wand herhalten für die Schwammtechnik oder sie wird zuerst farbig angestrichen und danach bearbeitet. Falls sie noch nicht ganz abgetrocknet ist, ergeben sich ineinander verlaufende Farbmuster, was auch seinen Reiz hat. Ansonsten sind die Farben nach dem Auftrag strikt voneinander abgegrenzt.
Farben für die Schwammtechnik gibt es im Baumarkt. Entweder man wählt spezielle Effektfarbe oder ganz normale Dispersionsfarbe oder Wohnraumlasur. Dann allerdings folgt die Qual der Wahl: Welche Farbe ist denn nun am schönsten und was harmoniert miteinander am besten? Wer sich da eher unsicher ist, nimmt einen hellen, gefälligen Farbton für eine weiße Wand, das passt definitiv immer. Oder man kombiniert zwei helle Farben des gleichen Tons und trägt erst die dunklere, dann die hellere auf.
Farbexperimente beispielsweise mit ganz unterschiedlichen Tönen von Blau und Rot sind mit Vorsicht zu genießen, können aber durchaus auch super aussehen.
Vorgehensweise
- Der Schwamm wird zuerst mit Wasser getränkt und dann richtig gut ausgewrungen.
- Nun wird er mit mehr oder weniger Farbe getränkt, je nach gewünschtem Muster. Nur sollte man die Menge bei der kompletten Wand beibehalten, da das Ergebnis sonst unregelmäßig wäre.
- Mehr Farbe wirkt rustikaler, weniger eher dezent und fein.
- Rechtshänder fangen am besten links oben an, Linkshänder besser rechts. Durchaus kann man alle Seiten des Schwammes zum Bearbeiten verwenden – sie sehen naturgemäß jeweils ein kleines bisschen anders aus.
- Entweder man wischt nun die aufzubringende Farbe kreuz und quer, hin und her, im Kreis herum, was auch immer das Herz begehrt. Oder man tupft sie zart oder intensiv auf.
Bei Bedarf wird dies nach Fertigstellung wiederholt, entweder mit der gleichen Farbe oder zusätzlich mit einer anderen, harmonierenden Farbe. Eine andere Möglichkeit ist die des Reibens und Rubbelns. Hier gilt: Ausprobieren! Erlaubt ist, was gefällt. Ganz Mutige kombinieren verschiedene Methoden miteinander. Zuerst wird getupft und dann partiell gerieben. Genau deswegen ist eine Probefläche vor dem Beginnen absolut sinnvoll. Wenn die Farbe getrocknet ist, lässt sich nichts mehr ändern. Daher zwar zügig arbeiten, aber das Ergebnis immer mal wieder zwischendurch mit ein paar Schritten Abstand kritisch beäugen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen – wetten?
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