Tupftechnik: Anleitung zum Wand streichen
Wer seine 4 Wände neu gestalten will, hat hauptsächlich die Wahl zwischen Tapeten, Putz oder Farbe. ...Manchmal hätte man aber gerne „das Besondere“ und sucht nach Möglichkeiten, eine oder mehrere Wände ein bisschen ausgefallener oder auffallender zu gestalten.
Seit einigen Jahren in Mode gekommen sind verschiedenartige Techniken, mit denen man die Wand nach oder während des Streichens bearbeiten kann, um somit ganz besondere Effekte zu erzielen. Diese sind – je nachdem – mediterran, wolkig, strukturiert oder auch dreidimensional anmutend.
Tupftechnik: ganz einfach tolle Wände „zaubern“
Bei der Tupftechnik wird immer mit zwei oder mehreren Farben gearbeitet. Entweder ist der Untergrund in einer Farbe vorzustreichen, darauf wird danach eine zweite harmonierende Farbe aufgetupft. Wer den Untergrund weiß lässt, bekommt kein so unruhiges, aber dennoch auch ein sehr schönes Ergebnis. Zuerst also muss der Untergrund – falls nicht schon geschehen – gleichmäßig gestrichen werden und dann, ganz wichtig, durchtrocknen.
Dazu eignet sich eine ganz normale Wandfarbe. Im Handel gibt es aber auch hierfür geeignete Effektfarbe. Auch Wohnraumlasuren sind für diesen Bedarf ideal. Wer den passenden Ton nicht findet, lässt ihn sich ...
einfach mischen. Übrigens wird das Ergebnis der Tupftechnik auch beeinflusst vom Untergrund: Ist dieser etwas körnig, beispielsweise Putz, sieht es etwas anders aus als bei komplett glatter Wand oder Tapete. Fast jeder einigermaßen glatte oder leicht strukturierte Untergrund ist übrigens für die Tupftechnik geeignet.
Werkzeug für die Tupftechnik
Die Art des „Tupf“-Werkzeugs bestimmt später ebenfalls das Ergebnis. Man kann Schwämme, Lappen oder auch Bürsten verwenden. Auch die Kombination zweier Werkzeuge ist machbar. Es empfiehlt sich zum einen, im Fachhandel Muster anzuschauen; zum anderen zuhause an einem Stück Tapete die Anwendung auszuprobieren, um zu sehen, welche Art von Auftrag welchen Effekt bringt. Der kann nämlich je nach Farbe und Auftrag ganz schön unterschiedlich ausfallen.
Farbauswahl
Wer die Farben sehr ähnlich wählt, erzielt ein leicht plastisches und nicht ganz so auffälliges Ergebnis. Sind die Farben unterschiedlicher, muss man schon genau überlegen, was zusammenpasst und bei der Anwendung etwas zurückhaltender sein: Die Wand wird dann ziemlich auffällig und der ganze Raum sollte nicht unbedingt so gestaltet werden, vielmehr kann man so eine einzelne Wand perfekt betonen. Übrigens ist die Farbe, die aufgetupft wird, eher dunkler zu wählen als der Untergrund. Wer allerdings mehrere Farbtöne zum Auftupfen verwendet, bringt erst die dunklen, dann die helleren Töne auf.
Anleitung zur Tupftechnik – Streichen der Wand
Der Untergrund ist vorbereitet, nun kann´s losgehen:
- Mit dem gewählten Werkzeug wird wenig von der gewählten Farbe vorsichtig und möglichst gleichmäßig auf die Wand getupft. Entweder leicht oder ein bisschen fester, je nach Geschmack.
- Gut ist es, wenn der Schwamm oder das entsprechende Werkzeug leicht angefeuchtet und vorher das Zuviel an aufgenommener Farbe auf einem Stück Pappe abgestrichen wird.
- Wem das Ergebnis nach Fertigstellung noch zu unauffällig ist, der macht noch einen Durchgang obendrüber. Aber bitte erst, wenn alles komplett getrocknet ist! Es sei denn, man möchte ganz bewusst erreichen, dass sich die Farben leicht vermischen. Allerdings kann ein nicht getrockneter Untergrund auch mit der aufgetragenen Farbe „verschmieren“.
- Ganz Mutige nehmen danach dann noch einen dritten passenden Farbton. Ziemlich rasches Arbeiten ergibt am ehesten einen gleichmäßigen Effekt.
Varianten bei der Tupftechnik
Übrigens muss man wahrlich nicht unbedingt immer gleich eine komplette Wand so bearbeiten. Sehr interessant ist es auch, nur Teilbereiche zu gestalten. Beispielsweise eine getupfte Bordüre oder ein Ausschnitt, vor dem ein Möbelstück steht, kann gestalterisch hervorgehoben werden.
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