Heizkörper streichen
Ab und zu ist es erforderlich, seine Heizkörper zu streichen. Meist vergilbt die ursprüngliche weiße Farbe zu einem blassen ...gelb und das sieht dann äußerst unschön aus. Bei Mietwohnungen kann es auch erforderlich werden, die abstrakten Malereien der Vormieter zu überstreichen.
Auch Heizkörper leisten ihren Anteil am attraktiven Wohnen.
Zu beachten ist, dass die Heizkörper nur im kalten Zustand gestrichen werden dürfen. Man heizt sie erst wieder auf, wenn die Farbe total abgetrocknet ist.
Spezielle Farben
Für Heizkörper oder auch für Gegenstände, die höheren Temperaturen ausgesetzt sind wie Warmwasserleitungen, werden spezielle hitzebeständige Lacke verwendet. Man nennt sie Heizkörperlacke und man kauft sie im Baumarkt. Die klassischen Heizkörperfarben sind natürlich Weiß oder Eierschalfarben. Allerdings gibt es auch Farben für Mutigere mit Spezialeffekt, z.B. mit Aluminium-Effekt.
Fachleute empfehlen Heizungslacke auf Acryl-Basis, da diese nicht vergilben.
Streichen oder Sprühen?
Man kann Heizkörper streichen, also auf die klassische Weise verschönern oder aber besprühen und auf diese Art lackieren. Das Sprühen geht natürlich schneller und wird auch gleichmäßiger als mit dem Pinsel. Der Heizkörperlack zum Sprühen ist für Warmwasser oder ...
Dampfheizungen bis 150 ºC geeignet. Er bringt frische Farbe und hohen Glanz auf Ihren Heizkörper. Die 400 ml Sprühflasche reicht für ca. 1,5 bis 2 m² und kostet etwa 7 bis 8 Euro.
Wer nicht gut mit Rolle und Pinsel umgehen kann, kann die Heizkörper auch mit einer Spritzpistole lackieren. Dafür sind spezielle Aufsätze erhältlich. Der Kauf lohnt sich aber nur, wenn man viele Heizkörper behandeln muss.
Vorarbeiten
Lose Lackschichten und möglicher Rost müssen entfernt werden, alte Stellen werden aufgeraut. Wichtig ist das vor allem bei Rippenheizkörpern in den Zwischenräumen. Das geht gut mit einer Drahtbürste oder einem Schleifvlies. Außerdem muss am Ende aller Staub entfernt werden.
Ventile und Verschraubungen sollten oder dürfen nicht gestrichen werden. Wenn sie mit Farbe verklebt sind, lassen sie sich nicht mehr drehen. Deshalb werden die Teile vorher abgeklebt. Wer das Thermostatventil vor dem Streichen abschraubt, kommt besser an unzugängliche Stellen des Heizkörpers.
Grundanstrich für Heizkörper
Ein Grundanstrich ist bei rohen Heizkörpern oder abgeschliffenen Stellen notwendig. Man verwendet Acryl-Rostschutzgrund oder einfachen Rostschutzgrund. Anschließend muss alles gut trocknen und dann mit Schleifpapier aufgeraut und entstaubt werden. Für die Beschichtung wird Heizkörperlack verwendet. Gestrichen wird mit einem speziellen Heizkörperpinsel für die schwer zugänglichen Stellen und einer langstieligen Farbrolle, welche in die Heizkörperrillen passt.
Endgültige Lackierung
Vor dem letzten Anstrich wird die Oberfläche vorsichtig aufgeraut. Der Staub ist unbedingt zu entfernen. Für weiße Heizkörper nimmt man Heizkörperweiß. Der Vorteil des Acryllacks ist, dass er nicht vergilbt. Ansonsten gibt es viele verschiedene Farben, die verwendet werden können. Damit man keine Stelle vergisst, sollte man nach einem System vorgehen.
Wissenswert
Moderne Heizkörper sind pulverbeschichtet und sehr widerstandsfähig. Sie rosten nur selten und vergilben auch nicht so schnell. Wenn sie doch vergilbt sind, reicht es meist aus, den Lack nur aufzupolieren. Man wäscht den Heizkörper mit einem Lackauffrischer ab, den es im Malerfachhandel zu kaufen gibt und schon strahlt der Lack wieder.
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