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Armierungsgewebe anbringen, aufbringen & verarbeiten

Heute gebaute Hauswände verfügen nahezu ausschließlich über ein Wärmeverbundsystem. Hierfür wird die Dämmung direkt auf die ...



Außenseite der Hauswand aufgebracht.

geruest-waermedaemmung_flAuf diese Dämmung kommt dann die sog. „Armierungsschicht“, die aus einem Unterputz besteht, in den das sog.  Armierungsgewebe eingearbeitet wird. Dann erfolgt erst der Außenputz. Durch das Armierungsgewebe ist eine bessere Haltbarkeit gewährleistet.

Eigenschaften des Armierungsgewebes

Bis vor einigen Jahren experimentierte man in Bezug auf das beste Material für das Armierungsgewebe mit unterschiedlichen Stoffen, wie z.B. Metallgewebe, Metallfäden, Glasfasergewebe und Kunststoffgewebe. Durchsetzen konnte sich das Kunststoffgewebe, denn es ist sehr leicht zu verarbeiten, gilt als überaus robust und verfügt über eine lange Haltbarkeit. Heute ist das Armierungsgewebe in unterschiedlichen Stärken und Maschenweiten erhältlich und bietet die perfekte Lösung für jedes Dämmmaterial.

Erforderliche Vorarbeiten

Bevor es überhaupt dazu kommt, das Armierungsgewebe aufzubringen, ist eine fehlerfreie Vorarbeit von Bedeutung. Die Dämmung sollte sauber angebracht worden sein. Ferner muss jede aufgetragene Schicht jeweils nach Herstellerangaben austrocknen, damit die folgende Schicht einwandfrei haften kann. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu Rissen und im schlimmsten Fall lösen sich einzelne Partien der Wände ab ...



– dann war alle Arbeit umsonst. Ferner kann sonst Feuchtigkeit in die Wände eindringen und schwerwiegende Schäden nach sich ziehen. 

Die Verarbeitung von Armierungsgewebe

Wie eingangs erwähnt, wird das Armierungsgewebe nach der Dämmung in den Unterputz eingearbeitet. Hierfür trägt man das Gewebe mit einem Glätter auf und drückt ein leicht in den Unterputz. Dabei ist sehr sorgfältig darauf zu achten, dass es komplett faltenfrei aufgetragen wird. Zudem muss darauf geachtet werden, dass sich die einzelnen Gewebebahnen um etwas zehn Zentimeter überlappen. So kann eine gute Fläche und vor allem ein guter Halt erreicht werden. 

Bei der Verlegung ist darauf zu achten, dass das Armierungsgewebe komplett im Unterputz eingebettet ist und es nirgendwo zu Ablösungen kommt. Vor allem an Ecken, Fensterwänden und Türen ist sorgfältiges Arbeiten Pflicht. Nirgendwo darf auch nur das kleinste Loch bestehen, denn noch so kleine Löcher können genannte Schäden nach sich ziehen und zudem Wärmebrücken entstehen lassen, sodass die Dämmung nicht zu 100 Prozent ihren Zweck erfüllt.