Giebelverkleidung: Kunststoff, Schiefer oder Holz?
Um die Giebel an einem Gebäude optisch abzuheben und vor Witterungseinflüssen zu schützen, stehen mehrere Materialien ...zur Auswahl. Außer Metall, können die Varianten Kunststoff, Schiefer und Holz Verwendung finden.
In der Regel sind alle diese verwendeten Stoffe langlebig und halten das Mauerwerk trocken. Verkleidungen eigenen sich auch als Sanierungsmaßnahme für unschön gewordene Hausgiebel. Wenn nötig, kann in die Unterkonstruktion eine Wärmedämmung integriert werden.
Giebelverkleidung – Kunststoff
Der entscheidende Vorteil einer Giebelverkleidung aus Kunststoff liegt im Preis. Kunststoff ist vom Material her wesentlich billiger als Schiefer oder Holz. Zudem ist Kunststoff aufgrund von exakt aufeinander abgestimmten Einzelteilen relativ schnell angebracht. Profile zum Einschieben oder genau passende Lochungen werden bei der Herstellung bereits berücksichtigt, so ist die Montage für die Handwerker wesentlich einfacher. Giebelverkleidungen aus Kunststoff werden als Paneele oder in Schindelnachbildung angeboten. Von der Farbe her ist praktisch alles möglich, auch Holz-, Stein- oder Schiefernachbildungen. Mit einer UV-stabilen Deckschicht ausgestattet, blassen Kunststoffgiebelverkleidungen auch nach vielen Jahren nicht aus. Kunststoff muss weder nachgestrichen noch abgeschliffen werden und lässt sich bei Bedarf mit einem Hochdruckreiniger säubern.
Giebelverkleidung – Schiefer
Als ...
Naturprodukt, das Millionen Jahre Jahre zu seiner Entstehung benötigte, ist Schiefer sehr teuer. Obwohl mittlerweile auch Maschinen im Einsatz sind, gestaltet sich der Abbau in den Brüchen noch immer recht arbeitsintensiv. Als Sedimentgestein werden die einzelnen Schichten gespalten, um die typischen Schieferplatten zu erhalten. Von der Haltbarkeit her ist Schiefer dementsprechend gegenüber allen anderen Materialien weit im Vorteil. Schiefer ist absolut witterungsbeständig, auch aggressive Einwirkungen aus der Luft machen ihm nichts aus. Darüber hinaus hebt sich seine Frostbeständigkeit und Feuerresistenz gegenüber Holz und Kunststoff deutlich ab. Schiefer ist umweltfreundlich und dunstet keinerlei schädliche Dämpfe aus.
In der Giebelverkleidung findet Schiefer zumeist als Schindel Verwendung. Als dekorative Mauerverkleidung werden jedoch auch 2 bis 4 cm dicke Schieferstreifen zur Verblendung genutzt. Für Schindeln gibt es mehrere Deckungsarten, so zum Beispiel die Waben-, Schuppen-, Rechteck- oder Bogenschnittdeckung. Der Farbton muss nicht zwingend das typische Schiefergrau sein, er kann auch ins Gelbliche, Rötliche oder sogar ins Grünliche variieren.
Giebelverkleidung – Holz
Zur Fassadenverkleidung nimmt der nachwachsende Naturstoff Holz eine tragende Rolle ein. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind schier unbegrenzt. So kann eine Giebelverkleidung als Deckel- oder in Stülpschalung angebracht werden, als Paneele oder als Holzschindeln. Bei Paneelen ist sowohl eine waagerechte als auch eine senkrechte Verlegung ausführbar. Holz wird mit einer entsprechenden Lasur sogar farbenfroh. Besonders ästhetisch wirkt eine Verkleidung mit Holzschindeln, entweder in gespaltener oder in gesägter Ausführung. Zur Auswahl stehen verschiedene Schindelformen und Anbringungsarten. Eiche und Lärche sind die Holzarten mit der höchsten Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse, eine Behandlung ist bei ihnen nicht zwingend notwendig. Dazu kommt noch das Zedernholz, das sogar natürliche Inhaltsstoffe besitzt, so dass ihm weder Insekten noch Pilze etwas anhaben können. Fichtenholz ist nicht so robust und wird deshalb meist vorbehandelt. Holz verbreitet eine gemütliche Atmosphäre und ist bei Bauherren beliebt, die Wert auf Materialien mit natürlichem Ursprung legen. Für welche Giebelverkleidung sich letztendlich jemand entscheidet, hängt vom persönlichen Geschmack und den Kosten ab.
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