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Wanddurchbruch selber machen - Achtung tragende Wände!

Wenn Räume zu klein und zu eng sind, ist das Mittel für mehr Weite ...



häufig ein Wanddurchbruch. Das bietet sich in einem Neubau an, wenn das untere Geschoss in kleine Räume unterteilt ist, die Sie nicht benötigen.

wanddurchbruch_flVielleicht sind die Kinder gerade ausgezogen, oder Sie haben das Haus, das Ihnen sonst gut gefällt, gerade gekauft. Warum dann nicht das ganze Untergeschoss in eine repräsentative Loggia verwandeln? Wenn Sie in einem Altbau wohnen, werden Sie in der Regel verwöhnt von großzügigen Räumen. Trotzdem kann es sein, dass einige Räume für Ihren Geschmack zu eng unterteilt sind.

Schneller Wanddurchbruch bei Trockenbauwänden

Bei einem Neubau und bei einem Altbau, dem man schon ansehen kann, dass hier nachträglich Räume unterteilt wurden, haben Sie oft Glück. Es handelt sich nicht um tragende Wände, sondern um Wände, die in Trockenbauweise errichtet wurden. Diese haben keine statische Funktion und können einfach eingerissen werden. Der Haken an der Sache: Sie sollten vorher schon sicherstellen, dass es sich um eine Trockenbauwand handelt.

Vor dem Wanddurchbruch kommt die Prüfung

Denn wenn es sich um tragende Wände ...



handelt, wäre die schnelle Aktion mit dem Bohrhammer mehr als gefährlich. Wenn man Glück hat, bleibt es bei ein paar Rissen, aber es ist durchaus keine abwegige Prophezeiung, dass bei einem solchen Unternehmen eine Hausseite mitsamt Dach in die Tiefe verschwindet. Also muss zunächst geprüft werden, ob es sich um eine tragende Wand handelt. Das kann zunächst erfolgen, indem Sie in den statischen Unterlagen für das Haus nachsehen. Haben Sie die nicht mehr, sind sie vielleicht beim Bauamt archiviert.

Bei sehr alten Bauten sind in der Regel keine Unterlagen zur Statik mehr vorhanden, hier muss ein Statiker befragt werden. Nur er kann zweifelsfrei ermitteln, ob die einzureißende Wand tragend ist oder nicht. Dazu wird er eine Bestandsaufnahme machen, um die gegebene Situation zu beurteilen. Auch wenn es bei alten Konstrukten nicht einfach ist, sie rechnerisch genau zu erfassen, wird ein erfahrener Statiker zumindest schnell überschlagen können, ob der Umbau mit einem sinnvollen Gesamtaufwand durchgeführt werden kann. Wenn sich schon abzeichnet, dass das nicht der Fall ist, wird er Ihnen raten können, welche Alternativen in Betracht kommen.

Wandstärke gibt nicht zwangsläufig Aufschluss

Versuchen Sie bitte nicht, den Statiker zu sparen, indem Sie sich auf immer wieder verbreitete Wahrheiten verlassen. Zu diesen gehört der Irrglaube, dass die Wandstärke Aufschluss darüber gibt, ob eine Wand tragend oder nicht tragend ist. Es gibt Wände von wenigen Zentimetern Dicke, die tragend sind, während die eigentlich dicken Trennwände in der Wohnung nicht tragend sind. Eine Wand kann keine Last von oben tragen, aber doch für die Gesamtstabilität des Gebäudes wichtig sein. Sie kann zum Beispiel Windlasten abfangen oder Querwände stabilisieren. Auch diese zwar nicht tragenden, aber aussteifenden Wände zu entfernen, wäre mehr als ungünstig.

Der Statiker schaut bei der Ortsbesichtigung auf weit mehr als die Wandstärke, sondern bezieht vielfache Beobachtungen und Fragestellungen mit ein: Eine mögliche Schwächung der Wände in der bisherigen Lebenszeit, Lastabtragungen in der Vergangenheit, die Lagerungen im Bereich des Fundaments, außermittige Belastungen, Deckenschübe, Knicklasten der Wände. Sie sehen also: Der Fachmann hat vor der statischen Berechnung gut zu tun, für diese haftet er dann übrigens auch.

Der Statiker stellt auf Wunsch auch eine Einbauskizze her, in der er angibt, wie der Wanddurchbruch erfolgen muss und welche Stützen bei genau dieser tragenden Wand erforderlich sind.