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Sockelabdichtung mit Bitum

Der Haussockel ist der untere Bereich des Hauses, wo das Haus an das Erdreich grenzt. Er muss also ...



besonders geschützt werden, denn nicht nur Spritzwasser beansprucht diesen Bereich, sondern auch Feuchtigkeit aus dem Erdreich kann einwirken.

sockel-regenrinne-erder2_apfBesonders im Perimeterbereich, dort wo die Wand Berührung mit der Erde hat.     

Der normale Aufbau eines Sockels

Der übliche Aufbau eines Sockels kann zum Beispiel folgendermaßen aussehen: Auf das Mauerwerk kommen Klebe- und Armierungsmörtel, die als Träger für die Dämmplatten dienen, dann folgen die Sockel-Dämmplatten, eventuell Sockel- und Perimeter-Dämmplatten. Nach einer weiteren Schicht Klebe- und Armierungsmörtel wird Armierungsgewebe aufgetragen, das in Klebespachtel eingebettet wird. Dann folgt wieder Klebe- und Armierungsmörtel. Nun kommt eine Grundierung, die die Saugfähigkeit reguliert und als Haftvermittler für Endbeschichtungen dient. Abschließend kann Farbe aufgebracht werden durch Buntsteinputz, Silikonfarbe oder Granoporfarbe, dann kommt die Abdichtung durch den Bitumenanstrich.

Sockelabdichtung angebracht?

Nicht bei jedem Haus ist es jedoch angebracht, den Sockel abzudichten. Teilweise wird gegen eine komplette Abdichtung gesprochen, weil der Sockel als Verdunstungszone für das Mauerwerk dienen müsse. Wenn das nicht gegeben sei, würde sich das Wasser im Mauerwerk stauen, es könnte ...



sich Schimmel bilden. In diesem Fall kann die Sockeloberkante mit einer Verkleidung aus Metall zum Beispiel gegen Feuchtigkeit von oben (Tropfwasser) und stumpfe Krafteinwirkung geschützt werden. Eine solche Verkleidung fertigt dann ein Spengler. Ob das bei Ihrem Haus der Fall ist, bedarf der Einzelfallbeurteilung durch einen Fachmann.

Sockelabdichtung mit Bitum

Ist eine Sockelabdichtung angebracht, wird üblicherweise ein Anstrich mit Bitum dazu verwendet. Bitum, auch Bitumen genannt, ist ein sowohl natürlich vorkommendes als auch aus Erdöl gewonnenes Gemisch aus verschiedenen organischen Stoffen. Auf das Mauerwerk kommt zunächst Bitumenvoranstrich, meist mehrfach satt. Anschließend wird der Sockel mit Bitumenbahnen beklebt. Oder es wird eine Bitumen-Dickbeschichtung aufgebracht, die auf trockenen und leicht feuchten Untergründen verarbeitet werden kann. Eine Dickbeschichtung, die aus zwei Komponenten besteht, muss vorher angerührt werden. Dazu wird die Pulverkomponente homogen in die Bitumenemulsion eingerührt. Das fertig gemischte Material ist dann etwa 90 Minuten zum Verarbeiten bereit. Es gibt auch Bitumen-Dickbeschichtungen, die aus nur einer Komponente bestehen und sofort verarbeitet werden können. Eine Dickbeschichtung kann mit einem Spachtel aufgetragen oder gespritzt werden, dafür gibt es besondere Maschinen.

Heute gibt es auch andere Materialien zur Abdichtung, diese einkomponentigen, flexiblen Feuchtigkeitsabdichtungen werden meist Sockelschutz oder ähnlich genannt.

Wenn der Sockel fertig abgedichtet ist, muss auch seine Umgebung vorschriftsgemäß gestaltet werden. Wichtig ist es, Regenwasser von der Fassade wegzuleiten. Zur Wahl stehen ein Kiesbett, in dem das Regenwasser versickern kann oder Pflaster, das dann mit einem entsprechenden Gefälle ausgestattet werden muss, damit das Wasser abfließen kann. Auch sollte auf eine fachgerechte Trennung des Pflasters vom Gebäude geachtet werden.

Haben Sie vor, im Laufe einer Renovierung eine Fassadenverkleidung anzubringen? Dann können Sie unter Umständen auch den Haussockel verkleiden, wenn die Sockelabdichtung das bauphysikalisch erlaubt.