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Sockeldämmung richtig anbringen

Wenn die Dämmarbeiten am Haus fast abgeschlossen sind, fällt der Sockel ins Auge: Soll er mit gedämmt werden? ...



Überhaupt gedämmt werden? Womit und wie? Oder es ging eine Renovierung voran, bei der sich jetzt die Frage stellt, was mit dem Sockel geschehen soll.

sockel-kapuzinerkresse2_flAls Sockel gilt übrigens der Teil einer Fassade, der mit Spritzwasser belastet wird, er beginnt mit der Erdoberkante und hat eine Höhe von mindestens 30 Zentimetern.

Sockel dämmen?

Ob überhaupt eine Sockeldämmung angebracht werden muss oder werden sollte, kommt auf das Haus, auf die Dämmung, auf den Zustand an. Wird ein Haus neu gedämmt unter Verwendung eines Wärmeverbundsystems, ist im Allgemeinen eine Dämmung auch für den Sockel vorgesehen und im Dämmplan entsprechend ausgestaltet.

Ob die Dämmung sinnvoll ist oder nicht, kann bei alten Häusern eine schwierige Frage sein. Besonders, wenn der Keller noch halb aus dem Boden ragt und der Sockel also nicht ein Fundament umgibt, sondern eventuell eine Kellerwand. Der Keller überragt also zur Hälfte die Erdoberfläche, die andere Hälfte ist in der Erde. Diese obere Kellerhälfte ist häufig von außen verblendet oder verkleidet, dann erst kommt ...



der normale Putz, auf den jetzt der Vollwärmeschutz aufgebracht wird. In einem solchen Fall wird häufig dazu geraten, den Vollwärmeschutz nur auf dem Putz aufzubringen. Voraussetzung: Der Putz endet circa 20 Zentimeter unterhalb der Geschossdecke zwischen Erdgeschoss und Keller, belegt also noch circa 20 Zentimeter der Kellerwand. Dieser Streifen Kellerwand wird dann also auch mit Wärmedämmung versehen, das soll ausreichen, um eine Kältebrücke zu vermeiden. Der Sockel bleibt dann ohne Dämmung und wird nur mit dem üblichen Putz oder der üblichen Verkleidung versehen.

Schwierigkeiten ergeben sich auch, wenn ein Haus gedämmt wird, im Sockelbereich jedoch Feuchtigkeit festgestellt wurde. Hier muss auf jeden Fall zuerst eine komplette Sanierung und Trocknung durchgeführt werden, bevor an Dämmung zu denken ist.

Sockeldämmung richtig anbringen

Wenn gedämmt werden soll, zum Beispiel weil die Kellerräume mit genutzt, also auch mit geheizt werden, muss das so geschehen, dass spätere Feuchtigkeitsschäden auf jeden Fall vermieden werden. Bei komplizierten Gestaltungen im unteren Hausbereich kann es durchaus notwendig sein, vor der Anbringung einer Dämmung einen Spezialisten zu befragen. Was hier durch eine Dämmung bauphysikalisch bewirkt wird, ist nicht vorhersehbar, im schlimmsten Fall könnte eine Durchfeuchtung der Wand geradezu herausgefordert werden.sockel-naturstein_apf

Sind die bauphysikalischen Verhältnisse geklärt und soll die Dämmung eines Wärmedämm-Verbundsystems auch im Bereich Sockel angebracht werden, unterliegt die Wärmedämmung hier besonderen Beanspruchungen. Besonders in Bereichen, in denen die Dämmung Erde berührt. Das betrifft sowohl die mechanische Belastung als auch die Feuchte, mit der hier umgegangen werden muss. Diesen Beanspruchungen muss Rechnung getragen werden, damit diese Dämmung haltbar wird. Wird ein Wärmedämm-Verbundsystem verwendet, gibt es abgestimmte Komponenten des Systemherstellers für den Bereich Sockel und Perimeter (erdberührender Bereich einer Mauer), die auch verwendet werden sollten. Nach der Anbringung nach Anleitung des Herstellers muss der Sockelbereich auch im weiteren Aufbau besonders behandelt werden. Der Sockelputz besteht aus besonderen Schichten, und es müssen konstruktive Maßnahmen getroffen werden, um das Niederschlagswasser von der Fassade wegzuleiten.

Wenn Ihr Haus eine ganz besondere Fassade erhalten soll über der Wärmedämmung, vielleicht mit einem ganz besonderen Fassadenschmuck, kann eine Verzierung unter Umständen auch auf den bautechnisch richtig behandelten Sockel ausgedehnt werden.