Schimmel & Feuchtigkeit im Haus
Viele Menschen lieben das angenehme Spätsommerwetter, doch leider fühlt sich in dieser Zeit auch der Wohnungsschimmel am wohlsten.Gerade in der Zeit vom Sommer zum Herbst befällt der Schimmelpilz gerne Wohnungen.
Dies ist meist darin begründet, das in dieser Übergangszeit weniger gelüftet wird, sich so feuchte Luft leichter in der Wohnung festsetzt und dies auch noch dadurch begünstigt wird, dass in dieser Zeit kaum jemand schon die Heizungen aufdreht. Dabei beschränkt sich der Schimmelbefall nicht nur auf alte oder schlecht gebaute Wohnungen.
Es gibt eine Vielzahl gut gebauter Neubauten, die ebenfalls von Schimmel und Feuchtigkeit befallen sind. Ein Schimmelpilz findet immer dann ideale Bedingungen wo feuchte Luft auf kalte Oberflächen niederschlägt. Dies zeigt sich beispielsweise in Tauwasser an Fensterscheiben. Jedoch muss es nicht immer ein so eindeutiges Indiz sein, denn es ist schon ausreichend, wenn die relative Luftfeuchtigkeit bei 70 bis 80 Prozent liegt.
Schimmelpilze befinden sich vorzugsweise dort, wo die Luft nicht zirkulieren kann. Das ist z.B. hinter Schränken und Holzverkleidungen sowie hinter Vorhängen aber auch unter dem Fußbodenbelag der Fall.
Auch dort wo Wärmebrücken gegeben sind, ist häufig ein Schimmelpilz zu verzeichnen. Dies ist beispielsweise bei schlecht gedämmten Raumdecken oder dünnen Außenwänden der Fall.
Krank durch Schimmel und Feuchtigkeit im Haus
Ein Schimmelbefall im Haus zieht viele gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich. Vor allem Kinder, Kranke und ältere Menschen leiden darunter. Die Folge von Schimmelpilzen in der Wohnung sich Allergien, Erkrankungen der Atemwege und Infektionen.
Die Allergien werden durch die Schimmelsporen hervorgerufen. Leidet man regelmäßig unter Schnupfen, einer Bronchitis, hat gerötete Augenschleimhäute, ist häufig müde oder hat regelmäßig Kopfschmerzen, sollte man umgehend die Wohnung auf Schimmelpilze untersuchen. Im schlimmsten Fall kann es durch Schimmel und Feuchtigkeit im Haus zu Infektionen kommen.
Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders gefährdet und auch Säuglinge und Kleinkinder sind aufgrund ihres noch nicht ausgereiften Immunsystems besonders anfällig gegenüber Pilzinfektionen. Eine derartige Infektion zeigt sich z.B. durch Ekzemen auf der Haut und Pilzwucherungen am Ohr.
Daneben gibt es auch Lungeninfektionen, die durch Schimmelpilze hervorgerufen werden, die besonders gefährlich und schwer zu behandeln sind. Schimmel und Feuchtigkeit im Haus produzieren Gifte, die sog. Mykotoxine. Diese giftigen Stoffwechselprodukte der Pilze sind vor allem in Innenräumen vorhanden und können sogar Leberkrebs hervorrufen.

Wer über einen längeren Zeitraum einer mit Schimmel befallenen Wohnung ausgesetzt ist, nimmt diese Gifte über die Atmung in die Lunge auf. Das Risiko für sehr schwere Erkrankungen ist dann sehr hoch.
Was tun gegen Schimmel und Feuchtigkeit im Haus?
Sind Baumängel für eine Bildung von Schimmelpilz verantwortlich, sollte diese beseitigt werden, was durch eine gute Dämmung erreicht werden kann. Hierfür gibt es die unterschiedlichsten Maßnahmen.
Ferner kann man durch ein richtiges Lüftungsverhalten das Risiko eines Schimmelbefalls gen Null setzen. Bei einer geringen Luftfeuchtigkeit hat ein Schimmelpilz kaum eine Chance.
Bauschäden sind recht selten für einen Schimmelbefall verantwortlich, denn in den meisten Fällen ist es schlichtweg ein falsches Lüftungsverhalten. Durch ein regelmäßiges und ausreichendes Lüften und einer angemessenen Raumtemperatur kann man perfekt dem Befall von Schimmel vorbeugen.
Experten raten immer wieder dazu, drei bis viermal am Tag kräftig zu lüften. Das Lüften ist vor allem im Winter sehr effektiv, denn zu dieser Jahreszeit sind die kalten Außenwände besonders schimmelanfällig.
Die winterliche Luft von draußen ist im Winter weniger feucht als die Luft, die sich in den Räumen befindet. Die Luft von draußen erwärmt sich nach dem Lüften und nimmt die Raumfeuchtigkeit auf. Diese wird dann beim nächsten Lüften nach außen transportiert.
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