Mauerwerkstrockenlegung
Die Mauerwerktrockenlegung ist ein sehr bedeutender Bestandteil bei der Sanierung von Altbauten. Hierunter versteht man die Trockenlegung und Entsalzung von ...Bauteilen.
Ferner wird die Mauerwerkstrockenlegung zur Beseitigung von Feuchteschäden verwendet, wobei es verschiedene Verfahren gibt.
Welches Verfahren zur Mauerwerkstrockenlegung zum Einsatz kommt, hängt von mehreren Faktoren ab. Zu berücksichtigen sind die Rahmenbedingungen der Bauten, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren sowie die Aspekte der Kosten.
Die unterschiedlichen Verfahren der Mauerwerkstrockenlegung
Unterschieden werden: elektro-physikalische Verfahren, das Horizontalschnittverfahren sowie das Injektionsverfahren, der Mauertausch und das Ramm-Riffelblechverfahren. Beim elektro-physikalischen Verfahren legt man eine elektrische Gleichspannung über Elektroden an. So soll die als Elektrolyt wirkende Feuchtigkeit im Mauerwerk abgesenkt werden.
Fachlich ist die elektrodenlose Elektroosmose auf der Basis von Schwingkreisen oder elektromagnetischen Feldern sehr umstritten. Vorteilig ist bei diesem Verfahren, dass in das Mauerwerk nur geringfügig eingegriffen werden muss.
Somit kann diese Methode bei unterschiedlichen Gebäuden recht problemlos angewendet werden. Nachteilig ist dabei, dass die Wirksamkeit dieses Verfahrens bislang noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Ferner sind umfangreiche Voranalysen erforderlich, die neben einem hohen Arbeitsaufwand auch hohe Kosten mit sich bringen.
Interessanter ist das Horizontalschnittverfahren, bei ...
dem mit einer Schwertsäge bzw. einer Seilsäge ein horizontaler Schnitt ins Mauerwerk gebracht wird. Die Schnitte werden dann mit einem Blech oder einer Folie gefüllt und bieten anschließend eine Sperrwirkung für Feuchtigkeit von 100 Prozent.
Nachteilig ist bei dem Horizontalschnittverfahren, dass ein hoher Arbeitsaufwand gegeben ist, was auch die Kosten in die Höhe treibt. Des Weiteren kann es zu statischen Problemen kommen, was vor allem in Gewölben der Fall ist.
Eine weitere Möglichkeit zur Mauerwerkstrockenlegung ist das Injektionsverfahren. Hierbei werden in einer ganz bestimmten Anordnung Bohrlöcher in das Mauerwerk eingebracht. Diese werden drucklos oder via Druckinjektion mit bestimmten Injektionsstoffen gefüllt. Als Injektionsstoffe kommen wasserlösliche oder lösemittelhaltige Bitumen- und Paraffinprodukte in Frage.
Der Aufwand bei diesem Verfahren ist recht gering und damit auch die Kosten. Auch im Bezug auf statische Aspekte gilt dieses Verfahren zur Mauerwerkstrockenlegung als gering aufwendig. Als nachteilig wird allerdings bei dem Injektionsverfahren empfunden, dass die Dauerhaftigkeit der jeweiligen Injektionsmaterialien teilweise nur schwer beurteilt werden kann. In erster Linie ist dies bei einer sehr hohen Untergrundfeuchte der Fall oder wenn das Mauerwerk stark mit Salz belastet ist.
Das Verfahren des Mauertauschs ist auch unter dem Begriff Mauertrennung bekannt. Hierbei wird ein Teil des alten Mauerwerks abgerissen und durch ein neu erstelltes Mauerwerk oder auch durch Beton ersetzt. Realisiert wird dieses Verfahren in der Praxis meist durch überlappende Kernbohrungen.
Die Materialien, die für die eigentliche Sperrung in Frage kommen, sind unterschiedlich. Vorteilig an diesem Verfahren ist, dass die Umsetzung wie auch die Qualität der Methode einfach überprüft werden kann. Des Weiteren werden beim Mauertausch gleich auch die Mauerteile entfernt, die salzbelastet sind. Nachteilig ist bei dieser Variante, dass neben einem sehr hohen Arbeitsaufwand auch ein hoher Kostenfaktor gegeben ist. Zudem ist diese Methode überaus zeitintensiv und im Bereich von Gewölben kann es zu statischen Problemstellungen kommen.
Handelt es sich beim Mauerwerk um Bruchstein, kann diese Methode überhaupt nicht durchgeführt werden.
Beim Ramm-Riffelblechverfahren wird in eine durchgängige Lagerfuge mechanisch ein Riffelblech eingebracht. Dabei wirkt zum Zeitpunkt der Baumaßnahme eine sehr hohe horizontale Belastung auf das Mauerwerk. Möglich ist diese Variante bei einem Mauerwerk von bis zu 80 Zentimetern. Bei Wänden mit einer höheren Dicke kommt es zu einer zu hohen Belastung der Bleche und des Mauerwerks.
Fazit der Methoden zur Mauerwerkstrockenlegung
Mit feuchten Wänden, Schimmel und den gesundheitlichen Folgen, ganz abgesehen einmal von der Schädigung der Bausubstanz, muss man sich also nicht zufrieden geben. Es gibt unterschiedliche Methoden für die verschiedensten Ausgangssituationen. Der Rat von einem Fachmann, welche Variante am ehesten zum Einsatz kommt, sollte aber unbedingt eingeholt werden.
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