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Aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk

Ist von aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk die Rede, spricht man in Fachkreisen auch von einer kapillaren Mauerfeuchtigkeit, ...



einer Kapillarfeuchte oder aufsteigenden Bodenfeuchte.

ImageGrundsätzlich aber versteht man darunter, dass Feuchtigkeit des Bodens eines Gebäudes nach oben hin in die Mauern des Baus aufsteigt.

Entgegen aller physikalischen Gesetze ist Feuchtigkeit in der Lage nach oben zu steigen, was darin begründet ist, dass die meisten Baumaterialien kleine Poren besitzen. Diese saugen praktisch das Wasser aus dem Boden auf, sodass die Feuchtigkeit nach oben dingt.

Wie weit Feuchtigkeit in einem Mauerwerk nach oben steigen kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So spielt beispielsweise die Größe der Poren in den verbauten Materialien eine wichtige Rolle und auch die Art der Tapete oder des Anstrichs nehmen einen Einfluss darauf, wie hoch die Feuchtigkeit in einem Mauerwerk wandern kann.

Nicht zuletzt ist auch der Feuchtegrad des Erdreichs entscheidend. In den meisten Fällen kriecht die Feuchtigkeit bis zu einer Höhe von rund 1,5 Metern. Es gibt aber auch Extremfälle, bei denen die Feuchtigkeit zwei Meter und höher im Raum stehen kann.
 
Ursachen für aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk




/>Kann Feuchtigkeit in einem Mauerwerk aufsteigen, ist dies darin begründet, dass die Isolation des Kellers, hier der Teil, der unter dem Erdreich liegt, nicht ausreichend ist. Ferner kann auch über die Bodenplatte eines Gebäudes Wasser in das Mauerwerk gelangen und sich dann von hieraus den Weg in die Höhe bahnen.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Aufsteigen der Feuchtigkeit im Mauerwerk zu unterbinden. Immer sollte aber bedacht werden, dass es besser ist, die Ursachen für den Eintritt der Feuchtigkeit zu finden und diese zu beheben.

Nur so kann auf lange Sicht gesehen die Bausubstanz vor Feuchteschäden geschützt werden und schlussendlich auch die Gesundheit der Bewohner. Denn wie hinreichend bekannt ist, ist Feuchtigkeit für die Bildung von Schimmel verantwortlich. Der Schimmel wiederum kann zahlreiche Erkrankungen und allergische Reaktionen nach sich ziehen.

Werden feuchte Mauerwerke nicht saniert, kommt es nicht nur zu einer vermehrten Schimmelbildung, die das Gebäude unbewohnbar machen können, sondern auch die Bausubstanz wird erheblich beschädigt. Dies kann im schlimmsten Fall soweit führen, dass das gesamte Gebäude abgerissen werden muss.

Möglichkeiten der Sanierung von aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk

Die Feuchtigkeit bahnt sich vor allem über die Fugen ihren Weg nach oben. Selbst wenn ein Haus aus undurchlässigen Ziegeln gebaut wurde, kann sich die Feuchtigkeit ihren Weg immer noch über die Fugen bahnen. Daher sollte bei einem Neubau ein undurchlässiger Mörtel verwendet werden, da so keine Feuchtigkeit hindurch gelangen kann. Auch bei einer Sanierung ist dann auf die Fugen besonders zu achten.

Da es bei Feuchtigkeit im Mauerwerk vor allem darum geht, die Ursachen ausfindig zu machen, sollte man sich an dieser Stelle auf das Know-how eines Fachmanns verlassen. Dies bezieht sich nicht nur auf die Ergreifung der Maßnahmen für die Trockenlegung des Mauerwerks, sondern beginnt bereits bei der Ursachenforschung. Fachleute sind beispielsweise Bausachverständige, die man beim TÜV finden kann.

Durch unterschiedliche Messungen können sie den Grund für die Feuchtigkeit im Mauerwerk ausfindig machen und den Umfang des Schadens an der Bausubstanz beziffern. Entsprechend dieser Ergebnisse sprechen Bausachverständige dann meist auch eine Empfehlung für die Sanierungsmaßnahmen aus, die am ehesten den gewünschten Erfolg versprechen.