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Feuchtes Mauerwerk - wie trocken legen?

Ein feuchtes Mauerwerk ist der Alptraum eines jedes Hausbesitzers. Ein feuchtes Mauerwerk zieht einen muffigen ...



Geruch nach sich, es gibt Feuchteflecken an der Wand, der Putz platzt ab.

ImageDie Folge: die Bausubstanz wird nachteilig beeinträchtigt und ganz ungefährlich für die menschliche Gesundheit ist ein feuchtes Mauerwerk auch nicht.

Immerhin ist es der perfekte Nährboden für Schimmelpilze, die zahlreiche Erkrankungen nach sich ziehen.

Erkennen kann man ein feuchtes Mauerwerk am abblätternden Innenputz oder wenn sich die Tapete leicht ablöst. Kommt dann noch ein muffiger Geruch hinzu, kann mit 100-prozentiger Sicherheit von einem feuchten Mauerwerk ausgegangen werden.

Fühlt sich eine Wand dann auch noch feucht an, bestehen keine Zweifel. Nun gilt es schnell zu handeln, denn je länger man sich mit der Trockenlegung Zeit lässt, desto schlimmer werden die Schäden an der Bausubstanz und das Risiko der Bildung von Schimmelpilzen erhöht sich.

Möglichkeit der Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk

Für die Trockenlegung eines feuchten Mauerwerks stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Von derartigen Wasserschäden sind meist ältere Gebäude betroffen, denn bei ihnen wurde das gemauerte Fundament meist ohne einen erdberührenden Außenputz ...



oder einer entsprechenden Isolierung erstellt.

Damit an dieser Stelle eine weitere Zerstörung vermieden werden kann, sollte entweder eine Außenhautbehandlung, eine Entwässerung oder eine Innenversiegelung vorgenommen werden.

Bei einer Außenhautbehandlung wird das Mauerwerk, welches die Erde berührt, bis zur unteren Kante des Fundaments in einer Breite von rund einem Meter freigelegt. Nachdem das Außenmauerwerk gesäubert und loses Fugenmaterial entfernt wurde, wird ein Grundputz bis zur Unterkante des Fundaments aufgetragen.

Im Anschluss folgt eine Feuchtigkeitsisolierung durch eine dicke Bitumenmasse, die als Haftgrund aufgestrichen wird. Es folgt ein sog. Hobbock-Anstrich, durch den die Außenhaut des Gebäudes nicht mehr reißen kann.

Dann folgt die Entwässerung von feuchten Wänden, bei der auf dem Grund der Ausschachtung eine Drainage durch ein Kies- oder Schotterbett geschaffen wird. Dabei ist es wichtig, dass die Drainage ein Gefälle besitzt, das zum vorhandenen Entwässerungsrohr führt. Ferner muss eine Drainagewand geschaffen werden, bei der es sich um einen Wand aus Lockziegel, Bitumenpappe oder Delta-Noppenfolie handelt.verputzen_fl

Diese Drainagewand wird an die Isolierwand aufgebracht und schützt diese vor spitzen Gegenständen. Im Anschluss muss die Baugrube mit Sand oder Granulat aufgefüllt und verdichtet werden. Letzteres erfolgt mit einer Rüttelplatte. Durch diese beiden Methoden ist das Mauerwerk nun gegen von außen drückendes Wasser geschützt. Auch Oberflächenwasser hat nun keine Chance mehr.

Trockenlegung feuchter Wände von innen

Neben den beiden genannten Verfahren von außen, kann auch von innen etwas gegen aufsteigendes Wasser getan werden. Hierbei wird von innen nachträglich eine Horizontalsperre in das Mauerwerk eingebracht, was in der Regel nur von speziellen Firmen durchgeführt wird.

Bei einer solchen Innenversiegelung werden mehrere kleine Löcher in das Mauerwerk gebohrt, in die ein Kieselsäurepräparat gespritzt wird. Anschließend werden die Bohrlöcher mit einem Fließmörtel geschlossen. Durch chemische Reaktionen trocknet die Wand praktisch von innen her. Nach dieser Versiegelung werden die abgeplatzten Putzflächen oder feuchte Flächen entfernt und neu verputzt.

Hierbei sollten spezielle Putze zum Einsatz kommen, die unbedingt diffusionsoffen sein sollten. Durch diese Sanierputze ist gewährleistet, dass die Feuchtigkeit im Mauerwerk noch entweichen kann. Grundsätzlich muss beachtet werden, dass der Raum vollständig trocken ist, bevor mit dem Verputzen von innen angefangen werden kann.