Du bist hier: » » » » Bekämpfung von Schimmel in der Wohnung

Bekämpfung von Schimmel in der Wohnung

Allgemeines zum Schimmel

Schimmel gehört zu den Pilzen. Jeder von uns hat ihn schon ...



einmal gesehen, da er sich auf verdorbenen Lebensmitteln, faulendem Holz oder sogar manchmal an Wänden oder Decken in der Wohnung breit macht.

schimmel3_flErkennbar ist er an dem weichen Flaum, den er bildet.

Dieser kann gelb, weiß oder grün sein. Seltener treten rötliche oder bläuliche Farbgebungen auf. Bei dem sichtbaren Flaum handelt es sich allerdings nur um die Sporengebilde des Pilzes, mit denen er sich vermehrt. Diese Sporen sind übrigens gesundheitsschädlich, wenn sie vermehrt auftreten und man ihnen dauerhaft ausgesetzt ist. Weiter unter diesen Sporenträgern liegen die so genannten „Hyphen“, wurzelähnliche Geflechte, mit denen der Schimmelpilz seinen Nährboden durchdringt. Wegen dieser Hyphen reicht übrigens ein einfaches Abwischen von auftretendem Schimmel nicht aus, um diesen gänzlich zu beseitigen.

Wo tritt Schimmel in der Wohnung auf?

Schimmel bevorzugt feuchte Orte. Wärme fördert das Wachstum, ist aber nicht notwendig. In einer Wohnung findet man Schimmel daher nicht nur auf verdorbenen Lebensmitteln, sondern auch durchaus im Bad, im Keller oder schlimmer an Wänden oder der Decke. Verschimmelte Lebensmittel sind natürlich ...



sofort zu entsorgen. Man sollte diese auch nicht lang im Mülleimer liegen lassen, da Schimmel sich wie bereits erwähnt über Sporen vermehrt und diese sich auch vom Mülleimer aus verteilen können.

Wie erkenne ich Schimmelbefall?

Schimmel an den Wänden oder der Decke macht sich meist durch gelbliche Flecken bemerkbar. Wohnungsschimmel kann aber auch grün oder weiß sein, im schlimmsten Falle schwarz. Schwarzer Schimmel ist gesundheitlich gefährlicher als grüner oder weißer. Schwarzschimmel bildet sich auch schnell im Badezimmer, besonders gern an Silikonfugen oder an Stellen, an denen man nicht gut sauber machen kann. Findet man solchen Schimmel, muss er sofort weggewischt werden, damit er sich nicht weitervermehrt.

Schimmelbefall macht sich nicht nur durch Flecken an betreffenden Stellen, sondern auch an muffigem Geruch. Es kann auch ohne sichtbare Schimmelstellen muffig riechen, dann sollte nach der Quelle gesucht werden und diese sofort gründlich gereinigt.

Gefährlicher noch ist Feuchtigkeit ohne sichtbaren Befall. Dieses Phänomen tritt unter anderem an Fenstern auf, wo sich besonders im Winter viel Tauwasser sammeln kann. Dieses muss immer gründlich getrocknet werden. Aber auch Wasserleitungsschäden oder so genannte „aufsteigende Feuchte“ in den Wänden können eine Ursache für Schimmel sein. Da man hier nicht unbedingt etwas sehen kann, ist zum einen auf den Geruch und zum anderen darauf zu achten, dass immer ausreichend geheizt und gelüftet wird.

Die Schimmelbekämpfung

Sobald ein möglicher Schimmelbefall bemerkt wird, muss dagegen vorgegangen werden. Man kann Schimmel mit einfachen Haushaltsmitteln wie etwa Essig-Essenz bekämpfen. Das ist umweltverträglich und nicht so giftig wie andere Anti-Schimmel-Mittel.

Schimmel ist jedoch nicht gleich Schimmel und auch der Ort seines Auftretens sollte bei der Reinigung bedacht werden. Schimmel im Bad tritt meistens zwischen Fugen und auf Silikon auf. Hier lässt er sich zumeist einfach mit verdünnter Essig-Essenz wegwischen. Natürlich kann man auch zu aggressiveren chemischen Mitteln greifen. Viele Reinigungsmittelhersteller bieten mittlerweile spezielle Anti-Schimmel-Sprays oder ähnliche Mittel an. Diese sind meistens einfach in der Anwendung, enthalten aber sehr aggressive Bleichmittel und/oder Chlor. Daher muss nach einer Behandlung damit sehr gründlich gelüftet werden. Kleine, frische Stellen können auch mit synthetischem Alkohol (ca. 80%) behandelt werden. Einfach einen Lappen damit befeuchten und über die betroffene Stelle wischen.haus-einrichtung-ca

Sollte der Schimmel mit einem Staubsauger entfernt werden, ist darauf zu achten, dass ein HEPA-Filter benutzt wird. Bei Benutzung eines normalen Filters würden sich die Sporen noch weiter in der Luft verteilen und so einen erneuten Schimmelbefall fördern.

Es ist absolut notwendig, alle Wände abzuwischen. Auch, wenn sie nicht sichtbar befallen sind, da sich Schimmel über Sporen vermehrt und diese sich überall festsetzen. Dass man ihn nicht sehen kann, bedeutet nicht, dass er nicht da ist.

Reichen diese Behandlungen nicht aus, um den Schimmel zu entfernen, sitzt er bereits tiefer im Gemäuer bzw. im Gebälk der Decke. In diesem Fall hilft kein Essig und auch kein Chlor mehr, hier müssen Handwerker ran und der Vermieter benachrichtigt werden. Im schlimmsten Fall muss die gesamte befallene Wand saniert werden.

Schimmelvorbeugung

Da Schimmel schwer zu entfernen ist, sollte man am besten von Anfang an vorbeugen, damit er sich gar nicht erst einnistet. Dazu ist es besonders wichtig ordentlich zu lüften. Das bedeutet konkret, dass die Wohnung zwischen drei und fünf Mal am Tag stoßgelüftet werden sollte. Dabei muss das gesamte Fenster geöffnet werden, nur Kippstellung reicht nicht! Hier kommt zu wenig Luftzirkulation zustande, als dass es effektiv wäre. Es reicht, das Fenster rund fünf Minuten geöffnet zu lassen.

Tau- und Kondenswasser an Fenstern muss immer gründlich getrocknet werden.

Heizen ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Gutes Heizen bedeutet trockene Luft und trockene Wände. Dabei ist es ausreichend, die Wohnung gleichmäßig auf 18-20°C zu halten.

Bei falschem Lüft- und Heizverhalten besteht besonders im Winter Schimmelgefahr, da wegen der Kälte oft falsch oder gar nicht gelüftet wird.