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Schimmel im Holz entfernen

Allgemeines über Schimmel

Bevor wir uns mit der Entfernung von Schimmel befassen, sollte erst einmal erklärt ...



werden, was Schimmel eigentlich ist – und warum er nicht unbedingt leicht loszuwerden ist.

schimmel4_flGanz allgemein handelt es sich bei Schimmel um einen Pilz.

Experten unterscheiden Tausende verschiedene Schimmelpilzarten, von denen glücklicherweise allerdings die wenigsten tatsächlich im Alltag und im Haushalt auftreten.

Schimmel ist meistens leicht zu erkennen. Er bevorzugt feuchte, organische Nährböden und verdorbene Lebensmittel. Meistens beginnt Schimmel mit einem kleinen weißen, grünen oder auch schwarzen Punkt auf dem betroffenen Substrat, der sich schnell vergrößert, wenn man nichts unternimmt. Je größer der Schimmelpilz wird, desto pelziger wird er auch, besonders die Arten, die auf verdorbenen Lebensmitteln zu finden sind. Schwarzer Schimmel hingegen tritt gern im Bad auf, in Silikonfugen oder an Stellen, die schwer zu trocknen und zu reinigen sind.

Findet sich Schimmel in einer Wohnung, könnte es darauf schließen lassen, dass eine zu geringe Luftzirkulation stattfindet. Ein ausgewogenes Maß an Heizen und Lüften ist für eine schimmelfreie, trockene Umgebung sehr wichtig.

Wie sich Schimmel vermehrt

Schimmel verbreitet sich über Sporen. Trifft ...



eine Spore auf einen geeigneten Nährboden, bilden sich kleine Fäden, mit denen sie das Substrat durchdringt. Diese fadenförmigen Wurzeln, so genannte „Hyphen“, verbreiten sich dann kreisförmig weiter. Wichtig zu wissen ist, dass Schimmel in der Tiefe wächst, weshalb er an manchen Stellen schwer zu entfernen ist. Wenn man ihn schon sehen kann, haben sich schon viele Wurzeln in den Nährboden eingearbeitet.

Schimmel und Gesundheit

Schimmelsporen sind übrigens gesundheitsschädlich. Wenn man ihnen über längere Zeit hinweg und/oder in großen Mengen ausgesetzt ist, kann es zu Atemwegsbeschwerden, Asthmaanfällen, Migräne, Muskelschmerzen, Allergieerscheinungen (auch bei Menschen, die vorher keine Allergie hatten!) und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Umso wichtiger ist es, auftretenden Schimmel schnellstmöglich zu bekämpfen.

Schimmel im Holz

Schimmel mag, wie oben bereits erwähnt, Feuchtigkeit und organische Nährböden, daher ist Holz durchaus anfällig für einen Schimmelbefall, wenn es nicht korrekt behandelt und geschützt ist.
Schimmel im Holz kann eine sehr ärgerliche Sache sein, denn hier hat der Pilz die Möglichkeit, seine Wurzeln besonders tief hineinzubohren. Von außen ist er so nicht leicht zu entfernen. Oftmals tritt Schimmel im Gebälk des Dachstuhls auf oder auch in Vertäfelungen. Besonders, wenn bei der Sanierung oder dem Bau zu feuchtes Holz verwendet wurde. Die Feuchtigkeit des Holzes muss beim Verwenden hier weniger als 20% betragen.
Wenn diese Feuchtigkeit im Holz sich dann durch einen zu gut isolierten Baustil nicht verflüchtigen kann, hat Schimmel beinah optimale Bedingungen. Selbst wenn das Holz vorher imprägniert wurde, kann es unter diesen Bedingungen ausgewaschen werden, womit der Schimmel eine freie Bahn zur Verbreitung hat.verputzen2_fl

Um den Schimmel bekämpfen zu können, muss langfristig für Trockenheit gesorgt werden. So hindert man den Schimmel daran sich weiter, auszubreiten. Ein einfaches Wegwischen oder eine oberflächliche Entfernung reicht bei Holz fast niemals, um den tief sitzenden Schimmel zu entfernen. Beachtet man das nicht, wird der Schimmel nach kurzer Zeit wieder auftauchen und ungehindert weiter wachsen. Selbst wenn man das befallene Holz mit einem Fungizid, einem speziellen Gift gegen Pilze, behandelt ohne es vorher auszutrocknen, kann das Mittel nicht tief genug reichen, um den gesamten Pilz zu vernichten. Es ist klar: Erst einmal muss das Holz gründlich getrocknet werden, ehe man es weiterhin behandeln kann. Natürlich ist ein Fungizid eine gute Wahl, wenn das Holz trocken ist, um eventuelle Reste auf der Oberfläche zu bekämpfen und weiteren Befall vorzubeugen.

Sind tragende Teile des Gebäudes von Schimmel betroffen, sollte von einem Schimmelexperten geklärt werden, um welche Art es sich hier handelt. Im schlimmsten Fall könnte es sich hierbei um einen Hausschwamm handeln, eine sehr aggressive Form. Dieser kann ohne Weiteres innerhalb eines Jahres auch tragende Balken so durchsetzen und zerstören, dass der Balken jegliche Tragkraft verliert. Der Hausschwamm zeigt bei fortgeschrittenem Verlauf ein würfelartiges Zerstörungsbild. Berührt man das Holz, zerfällt die Stelle direkt zu Staub. Sollte das Holz vom Hausschwamm befallen sein, ist das nur durch einen Experten zu behandeln. Laien könnten mehr Schaden anrichten, als der Pilz es ohnehin schon getan hat.

Handelt es sich beim Schimmelbefall im häuslichen Holz um „einfachen“ Schimmel, ist dennoch zu sofortigem Handeln zu raten, damit er sich nicht weiter vermehrt. Eine gründliche Austrocknung wurde bereits erwähnt. Um den Schimmel an der Oberfläche zu bekämpfen, kann man verschiedene Mittel anwenden. Einfach Haushaltsutensilien, wie etwa Essig, ist bereits sehr hilfreich. Auch verschiedene Bleichmittel, wie etwa Chloride, erweisen sich beim Kampf gegen den Schimmelpilz als sehr effektiv. In Drogerien, Baumärkten oder Supermärkten erhält man allerdings auch spezielle Anti-Schimmel-Sprays, deren Anwendungsart unbedingt einzuhalten ist, da es sich hierbei meist um sehr aggressive Stoffe handelt.