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Schimmel in der Wand - Methoden zur Beseitigung

Jeder weiß, dass Schimmel in der Wohnung eine sehr unangenehme Sache ist, die ...



man schnellstmöglich wieder loswerden sollte.

schimmel3_flErst einmal sollte jedoch erklärt werden, warum das so ist.

Was genau ist Schimmel?

Schimmel ist ein sehr allgemeiner Begriff für eine sehr große Familie von Pilzen. Experten schätzen, dass sich einige Hunderte Unterarten unter diesem kleinen Wort verstecken. Viele davon finden sich in unserer direkten Umgebung wieder.

Schimmelpilze mögen gern feuchte, organische Nährböden, daher findet man ihn häufig auf faulenden Lebensmitteln, aber auch auf Kot, in feuchtem Holz oder gar in Wänden. Doch dazu später mehr.

Aussehen und Vermehrung

Schimmel vermehrt sich über die Verteilung von Sporen. Sobald eine Spore auf einen geeigneten Nährboden trifft, bildet sie Wurzeln aus, die sich fadenartig und kreisförmig weiter ausbreiten. Typischerweise wächst ein Schimmelpilz daher rund.

Je weiter er ausgewachsen ist, desto mehr feine Fäden bilden sich nach oben hin aus, welche später weitere Sporen produzieren. Dadurch bekommt der Pilz ein leicht filziges oder auch pelziges Aussehen, für das er bekannt ist.

Schimmel kann in den verschiedensten Farben auftreten, ...



die bekanntesten davon sind weißer oder grüner Schimmel, der häufig auf Lebensmitteln zu finden ist. Aber auch weißer Schimmel und schwarzer, besonders im Bad, ist oftmals zu sehen. Seltener hingegen sind rötlicher oder blauer Schimmel.

Warum Schimmel gefährlich ist

Schimmelsporen enthalten zumeist viele Toxine. Außerdem verbreitet sich Schimmel sehr schnell, da die Sporen über die Luft überall hingelangen können.
Setzt sich der Schimmel somit in der Wand fest oder hinter großen Möbeln, die man nicht fortbewegen kann, und wächst dort, so erhöht sich die Sporendosis in der Luft gehörig. Ist man dieser Sporenmasse längere Zeit ausgesetzt, kann es selbst bei vorher ganz gesunden Menschen zu allergischen Reaktionen kommen. Dazu gehören Niesen, Husten, tränende Augen. Aber auch Asthmaanfälle, Muskelschmerzen, Migräne und andere Atemwegsbeschwerden können von Schimmelbefall ausgelöst werden. Umso wichtiger ist es, Schimmelpilzen direkt vorzubeugen und bei einem Befall sofort Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Wie kommt Schimmel in die Wohnung und in die Wand?

Wie oben bereits erwähnt, kann ein Schimmelbefall daher kommen, dass sich Schimmelsporen an unentdeckten Stellen ruhig ausbreiten können.

Da Schimmel Feuchtigkeit besonders mag, ist es in einer Wohnung sehr wichtig, regelmäßig zu lüften und richtig zu heizen, damit die Wohnung trocken bleibt und Schimmel keinen Fuß fassen kann. Richtig lüften bedeutet: Mehrmals am Tag Stoßlüften. Das heißt, die Fenster müssen ganz geöffnet werden und sollten rund 10 Minuten geöffnet bleiben, damit die feuchte Luft auch wirklich entweichen kann. Die Kippstellung alleine ist nicht ausreichend für eine gute Luftzirkulation. Je neuer das Haus, desto mehr sollte man dies einhalten. Das liegt daran, dass die Baumethoden im Laufe der Zeit effektiver geworden sind. Eine gute Isolation bedeutet zwar, dass kaum Kälte hereinkommt und die Wärme drinnen somit nicht verloren geht, auf der anderen Seite haben die neuen Häuser somit aber auch keinen „unkontrollierten“ Luftaustausch mehr. In Altbauwohnungen, wo die Isolierung noch nicht so gut ist, passiert dies häufiger, weshalb diese nicht so häufig gelüftet werden müssen wie Neubauten.verputzen2_fl

Wird es draußen kalt, sollte drinnen auch regelmäßig geheizt werden. Trockene Luft ist die beste Methode zur Schimmelvorbeugung.

Wird beim Bau eines Hauses zu feuchtes Material verwendet, so kann es allerdings auch daher zu einem Schimmelbefall kommen.

Was tun gegen Schimmel an der Wand?

Schimmel in der Wohnung ist meist schon an muffigem Geruch zu erkennen, bevor sichtbare Stellen auftreten.

Kann man ihn sehen, so hat der Schimmel bereits eine gute Grundlage und wird schwerer zu beseitigen. Zu ersten Anzeichen gehören hier gelbe oder braune Flecken, aber auch Stockflecken können ein Hinweis auf Schimmelbefall sein.

Ist die Wohnung tapeziert, sollte als Erstes geprüft werden, ob der Schimmel bereits durch die Tapete gedrungen ist.

Wenn nicht:

Bürsten Sie die befallene Stelle gründlich ab. Kaufen Sie einen guten Schimmelentferner. Den bekommen Sie im Baumarkt, in der Drogerie, im Supermarkt oder auch im Internet. Es gibt Verschiedene, daher kann man sich beraten lassen. Dieser muss großzügig auf die Stelle aufgetragen und eingerieben werden. Da Schimmelentferner meist Chloride und andere Bleichmittel enthalten, muss das Zimmer gründlich gelüftet werden.

Wer nicht sofort zu einem speziellen Mittel greifen will, kann es auch vorerst mit Essig versuchen. Diese Methode muss etwa alle zwei bis drei Monate wiederholt werden.

Hat sich der Schimmel bereits bis hinter die Tapete gearbeitet, könnte es reichen, auch hier die Stelle wie oben beschrieben zu behandeln.

Da Schimmel jedoch zu Wurzelbildung neigt und sich schnell in die Tiefe arbeitet, wird es vermutlich nötig sein, die befallene Stelle komplett aus der Wand zu schlagen, da sonst immer wieder Schimmel in kürzester Zeit durchkommen wird. Nachdem der befallene Putz entfernt wurde, muss er gründlich getrocknet werden. Dann können grobe Reste mit einer Bürste entfernt werden, das Loch neu befüllt. Anschließend sollte man im Baumarkt eine spezielle Anti-Schimmel-Farbe gekauft werden, mit der das neue Stück Wand gestrichen wird, um möglichen Schimmelresten ein weiteres Wachstum zu verbieten. Danach kann normal tapeziert werden.

Im schlimmsten Fall ist der Schimmel bereits in die ganze Wand eingedrungen und es muss grundsaniert werden.

Handelt es sich um eine Mietwohnung, muss in jedem Fall der Vermieter informiert werden, da die Verantwortlichkeit für den Schimmelbefall geprüft werden muss. Zudem sollte auch ein Schimmelexperte zurate gezogen werden, um zu prüfen, um welche Schimmelart es sich handelt und wie am besten vorgegangen werden kann.