Strukturtapete : altbewährt und dennoch zeitgemäß
Strukturtapete erkennt man an ihrer reliefartigen Oberflächenstruktur. Deshalb wird die Tapete oft auch als Relieftapete ...bezeichnet.
Das besondere an ihr ist, dass im Wechselspiel aus Licht und Schatten die Wände besonders plastisch und lebendig wirken.
Durch die auch spürbare Oberfläche der Tapete wird eine besondere räumliche Wirkung erzielt. Wer nicht auf Raufasertapete steht, für den ist einfarbige Strukturtapete oftmals eine ideale Lösung. Es gibt eine Menge unterschiedlicher Muster. Auch farbige Strukturtapeten sind erhältlich. Eine andere Möglichkeit ist, die einfarbigen, meist weißen Strukturtapeten zu übermalen. Die Vorteile der Strukturtapete sind unter anderem die hohe Wasch- und Lichtbeständigkeit. Außerdem sind sie recht unempfindlich gegen Stöße, Abrieb und Scheuern. Die Verarbeitung von Strukturtapete ist einfach. Man muss die Tapete nicht einweichen, bevor man sie anklebt. Beliebte Strukturmotive sind Flechtmuster, Putz-Strukturen, Bläschen oder Riffelblech-Strukturen.
Arten der Strukturtapeten
Es gibt zwei Arten Strukturtapeten. Sie unterscheiden sich unter anderem durch verschiedene Tapetenrücken. Eine ist die Strukturtapete auf Vliesrücken-Basis, die andere hat einen Papierträger als Rücken. Der Vorteil der Vliesrückseite ist, dass man diese Tapete später, bei erneuter Renovierung, einfach trocken abziehen kann. Die Strukturtapete mit Papierrückfront ...
ist so gearbeitet, dass beim Abziehen der Papierträger auf dem Untergrund haften bleibt, und sich die obere, äußere Schicht leicht abziehen lässt. Auf dem verbleibenden Papierträger kann die nächste Tapete ohne Vorbehandlung aufgebracht werden.
Außerdem gibt es Strukturtapeten aus Kunststoff bzw. wird die Oberfläche mit Kunststoff aufgespritzt oder aufgeschäumt. So entsteht eine besonders intensive Struktur. Das unterscheidet sie von der Strukturtapete, bei welcher das Muster in das Papier eingeprägt ist. Diese Tapeten wirken nicht so plastisch, aber sehr prägnant und wertvoll.
Strukturtapeten sind recht schwer, wiegen etwa 200 bis 220 Gramm pro m². Das liegt daran, dass zwei stärkere Papierbahnen gleichzeitig miteinander verklebt und kaschiert werden. In noch feuchtem Zustand werden sie mittels Prägewalzen unter hohem Druck reliefartig geprägt.
Worauf man achten sollte!
Für die unterschiedlichen Arten von Strukturtapeten gibt es jeweils entsprechende Kleber. Man muss deshalb auf die entsprechenden Vorgaben achten und diese einhalten. Strukturtapete aus Papier muss in der Regel mit dem Kleber eingestrichen werden und dieser muss einwirken, bevor man die Tapete an die Wand bringen kann. Bei den Vliestapeten wird der Kleber auf die Wand aufgebracht. Die Tapete klebt man direkt an diese. Sie muss nicht eingestrichen werden. Wenn man bei der Anbringung alles richtig macht, geht die Tapete auch ganz einfach wieder ab.
Altbewährt und zeitgemäß
Strukturtapeten gibt es schon seit Jahrzehnten. Die Muster wechseln immer mal wieder, aber im Großen und Ganzen sind die Grundmotive geblieben. Es kommen immer mal wieder neue dazu. Die Strukturtapeten haben sich bewährt. Sie sind strapazierfähig, recht einfach anzubringen, nicht schwierig zu entfernen und auch wandelbar, denn man kann sie überstreichen. Bis vor einigen Jahren galten sie als nicht sehr umweltverträglich, aber das hat sich inzwischen auch geändert. Die Herstellungsverfahren wurden verbessert. Die Tapeten sind deutlich weniger umweltschädlich und damit sehr zeitgemäß. Die meisten Muster werden wohl nie unmodern, sind zeitlos. Wer es moderner mag, findet sicher auch die passende Strukturtapete für seine vier Wände.
Weiterführende Informationen