Flüssige Tapete anmischen und auftragen
Flüssige Tapeten sind relativ neu auf dem Markt. Sie werden gern genutzt, weil sie leicht zu ...verarbeiten sind. Man kauft sie als Trockenmasse.
Diese wird mit Wasser vermengt und ähnlich einem Brotaufstrich auf Wände und Zimmerdecken verteilt.
Das Besondere ist, dass diese Tapete Beimischungen aus Baumwolle oder anderen Textilien enthält. Man nennt die Flüssigtapete auch Baumwollputz. Flüssigtapeten sind leicht anzubringen und auch leicht wieder zu entfernen. Außerdem besitzt die Tapete hervorragende Eigenschaften bei der Schall- und Wärmedämmung. Zudem sorgt sie für ein gesundes Wohnklima.
Arten der Flüssigtapete
Man unterscheidet zwei Beschichtungsarten, zwei Wege, wie man die Tapete an die Wand bringt. Zum einen ist das die Spritztechnik, die auch zum Namen Spritztapete führte und die zweite Möglichkeit ist die mittels Aufbringung mit der Traufel oder dem Glätter.
Flüssigtapete anmischen
Man verwendet dazu idealer Weise eine Kunststoffwanne oder einen großen Kunststoffeimer. Da hinein füllt man die laut Herstellerangaben vorgeschriebene Menge Wasser (handwarm). Dazu gibt man die Trockenmasse. Alles muss vermischt werden. Das macht man mit der Hand, nicht mit einem elektrischen Rührer. Aufpassen muss man auf die Staubentwicklung, also besser ...
vorsichtig rühren. Die entstandene Masse muss elastisch und in sich gebunden sein. Man lässt sie etwa eine halbe Stunde ziehen. Danach wird die Konsistenz geprüft. Dazu fährt man mit der gespreizten Hand durch die Masse. Die dabei entstandenen Furchen müssen dahinter langsam einfallen.
Flüssigtapete an die Wand bringen
Man entnimmt die Flüssigtapete aus dem Kunststoffgefäß und nutzt dazu am besten eine Edelstahlkelle. Den „Klumpen“ gibt man auf den Kunststoff-Traufel. Dieser muss so auf die Wand gesetzt werden, dass er unten leicht an der Wand anliegt und man die Tapete oben sehen kann. Nun wird der Traufel nach oben gezogen. Ist die Masse weitestgehend an der Wand verteilt, zieht man ihn kreuz und quer über die Wand. So wird die Flüssigtapete gleichmäßig verteilt. Wichtig zu beachten ist, dass der Traufel auf der entlasteten Seite immer 1 bis 2 mm Luft zur Wand hat. Das ist die Verarbeitungsstärke, so dick wird der Baumwollputz. Man arbeitet ganz ohne Kraftaufwand. Aufpassen muss man nur auf die Materialdicke. Bei unebenen Wänden kann es dazu kommen, dass die Schicht ungleichmäßig dick ist. Man arbeitet immer von einer Ecke aus zur Fläche hin, immer von außen nach innen. Man macht eine Ecke nach der anderen und am Ende die Wandmitte. Die eben beschriebene Methode eignet sich für stärker beanspruchte Wände, z.B. in Kinderzimmern oder Küchen. Der Auftrag ist dicker und kann im Schadensfall leichter repariert werden. Für Decken und wenig beanspruchte Wände eignet sich auch die Methode des Aufspritzens. Die Struktur wird etwas rauer, der Auftrag etwas dünner. Man nutzt dazu eine Trichterspritzpistole. Deren Nutzung verkürzt die Bearbeitungszeit oft beträchtlich.
Flüssigtapete reparieren
Ein Vorteil der Flüssigtapete ist, dass man sie leicht ausbessern kann. Man muss die betroffene Stelle großzügig einweichen und nach etwa 15 Minuten einfach wieder glätten. Schon sieht die Tapete aus wie neu.
Fazit
Flüssigtapete ist praktisch, schön und langlebig. Sie kann auch von Laien verarbeitet werden. Sie hat durchweg günstige Eigenschaften und ist als Wandverkleidung sehr zu empfehlen.
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