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Tapetenkleister selber machen & entsorgen

Bei einer Renovierung wird meist recht viel Tapetenkleister gebraucht und nicht selten machen die Kosten hierfür ...



einen sehr hohen Posten der gesamten Renovierungskosten aus. Das muss nicht sein, denn Tapetenkleister kann man ganz einfach selber machen. 

tapezieren4_fl_flGrundsätzlich ist Kleister ein Klebstoff der auf Wasser basiert und natürliche Rohstoffe enthält. Diese Rohstoffe enthalten Stärke, durch die der eigentliche Klebeeffekt erzielt wird. Wird der Kleister auf die Tapete aufgetragen, verdunstet das Wasser. Die Tapete bleibt aufgrund der sog. Adhäsionskraft (= Anhangskraft) des Klebstoffs an der Wand hängen. Damit wird deutlich, dass hier keine chemischen Reaktionen ablaufen, durch die eine Tapete mit Kleister an der Wand hängen bleibt. Daraus ergibt sich wiederum die Tatsache, dass man Kleister ganz einfach selbst herstellen kann, denn die dafür benötigten Zutaten sind nicht schwer zu beschaffen und auch nicht giftig oder anderweitig gesundheitsschädlich. 

Herstellung von Tapetenkleister

Um Tapetenkleister selber herstellen zu können, muss die gewünschte Menge Wasser erhitzt werden. Wenn das Wasser anfängt zu kochen wird unter ständigem Rühren langsam Mehl in das Wasser gegeben. Dabei gilt die Faustformel: 250 Gramm Mehl pro 1 Liter Wasser. Beim Unterrühren des Mehls ...



ist unbedingt darauf zu achten, dass sich keine Klumpen bilden können. 

Erst wenn das Mehl völlig im Wasser gelöst ist, wird die Masse nochmals aufgekocht, wobei der Verdickungsprozess einsetzt. Der Topf wird dann von der Kochstelle genommen, muss nur noch abkühlen und schon ist der Tapetenkleister fertig. Die Praxis hat gezeigt, dass sich die Klebkraft nochmals erhöht, wenn der Kleister schon einen Tag vor der Verwendung angesetzt wird. Lagern kann man den selbstgemachte Tapetenkleister am besten in einem verschlossenen Glas im Kühlschrank.

So entsorgt man Tapetenkleister richtig

Der selbst hergestellte Tapetenkleister kann einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Es sind keinerlei chemische Zusätze enthalten, sodass auch keine besondere Entsorgung fällig wird. 

Theoretisch kann man ihn auch mit Wasser verdünnen und einfach in den Ausguss kippen, denn aus mehr als Wasser und Mehl besteht der Kleister ja ohnehin nicht. Doch wenn man schon auf so eine umweltfreundliche Art und Weise Kleister herstellt, sollte man doch darauf verzichten, noch mehr Wasser dafür aufzuwenden.