Vliestapete kleben - auch für Anfänger empfehlenswert?
Vliestapeten laufen den klassischen Tapeten inzwischen den Rang ab. Das liegt nicht zuletzt daran, ...dass sie einfacher anzubringen sind.
Gerade die Decke zu tapezieren ist mit dieser Tapete viel einfacher.
Auch gibt es eine große Auswahl an Vliestapeten, sodass sicher jeder die passende für sich und seine vier Wände findet.
Aufbau Vliestapete
Vliestapeten bestehen aus einem glatten und reißfesten Fasermaterial, in der Regel Zellstoff oder Textilfasern.
Anbringen Vliestapete
Das Gute an der Vliestapete ist das Material, aus welchem sie besteht. Das hat den Vorteil, dass die Einweichzeit entfällt. Man muss also die Vliestapete nicht mit Leim einkleistern. Stattdessen kommt der Kleber direkt an die Wand. Man muss natürlich einen für Vliestapeten geeigneten Kleber verwenden, denn die Tapeten sind schwerer als Papiertapeten. Dieser muss genau nach Herstellerangaben mit Wasser angerührt werden. Ideal ist ein Kleister, der gleichzeitig als Grundierung genutzt werden kann. Man streicht ihn dann mit Quast oder einer Malerrolle direkt an die Wand oder Zimmerdecke. Die Tapetenbahnen können vorher zugeschnitten und so direkt an der eingekleisterten Wand befestigt werden. Es muss ordentlich viel Kleber aufgetragen werden, ...
dann kann man die Tapete gut hin und her schieben und exakt ausrichten. Nimmt man zu wenig Kleber, wird er schnell von der Tapete aufgesaugt, bindet schnell ab und die Bahn klebt schnell fest und kann nicht mehr korrigiert werden. Man muss keine Bahnen schneiden, kann die gesamte Rolle nutzen. Oben an der Wand angefangen, kann man sie abrollen. Unten nutzt man ein Schneidelineal oder eine Schneidekante, um an deren Linie entlang die Bahn abzuschneiden.
Wichtig ist, dass der Untergrund schön glatt ist. Alle alte Tapete muss entfernt werden. Alte Rückstände drücken sich durch die neue Tapete durch. Der Putz muss glatt sein. Löcher müssen ausgeglichen (zugespachtelt) werden. Alles muss eine glatte, ebene Fläche sein.
Beim Tapezieren der Zimmerdecke muss die erste Bahn markiert werden, damit sie ja auch gerade ist. Zum Anzeichnen nutzt man am besten eine farbige Schnur. Wichtig ist, dass man einen Überstand der Tapetenbahn zur Wand lässt. Man bringt die Bahnen immer von der Fensterseite her kommend an. Klebt die erste Bahn, kann der Überstand mit einem Cuttermesser entlang eines Spachtels vorsichtig abgeschnitten werden. So bekommt man richtig glatte Linien. Die folgenden Bahnen werden dann so angebracht, dass sie Naht an Naht liegen. Wichtig ist, die Tapete mit einer Rolle (Moosgummirolle) richtig anzudrücken. Nur so wird sie blasen- und faltenfrei. Man rollt immer von der Mitte aus zu den Seiten.
Will man die Vliestapete streichen, muss man warten, bis der Kleister richtig trocken ist. Für die Decke eignet sich eine wischfeste Dispersionsfarbe, für die Wände dagegen eine scheuerfeste Farbe, wie Latex.
Welche Vliestapete?
Vliestapete kann wie Raufasertapete überstrichen werden. Es gibt aber auch jede Menge farbiger Vliestapeten, bei denen man sich diese Arbeit sparen kann. Die eingefärbten Vliestapeten kosten nur minimal mehr als weiße. Rechnet man die Farbe noch drauf, kommt man mit weißer Tapete plus Farbe teurer, als wenn man gleich eine farbige Variante wählt. Besonders beliebt sind Tapeten mit Wischeffekten. Die bekommt man kaum selbst so gut hin, wie sie auf der Tapete schon vorhanden sind. Außerdem spart man sich viel Zeit und das ist doch auch ein wichtiger Punkt. Da Vliestapeten wirklich einfach zu befestigen sind, kann man sie auch für Anfänger empfehlen.
Weiterführende Informationen