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Werkzeug und Maschinen -
N wie Nadel
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NietzangeZangen gehören zur Grundausstattung eines jeden Heimwerkers. Eine Zange besteht aus zwei Hebeln, die in der Mitte mit einem Drehgelenk verbunden sind. Die Hebel bestehen dabei aus Griff und Greifer. Das Zusammenpressen der Griffe verursacht durch die Hebelwirkung bei den meisten Zangen einen viel stärkeren Pressdruck auf den Greifern.
Es gibt viele unterschiedliche Zangentypen für die verschiedensten Anwendungsgebiete und Einsatzzwecke. Greifende Zangen dienen zum Greifen und Halten von Gegenständen, beißende Zangen werden zum Abkneifen oder Abbrechen eingesetzt. Schneidende Zangen dienen vor allem dem Durchtrennen von Draht.
Aber es gibt noch viel mehr Arten für ganz spezielle Arbeitseinsätze, so z. B. Zangen zum Stanzen von Löchern und Vernieten. Eine Nietverbindung ist eine formschlüssige Verbindung zweier Bauteile durch ein plastisch verformtes und zylindrisches Verbindungselement, den so genannten „Niet“.
Das Wort „Niet“ stammt vom althochdeutschen Wort „hniutan", was soviel wie "befestigen“ bedeutet. Im Mittelhochdeutschen soll „Niet“ auch für einen breitgeschlagenen Nagel stehen. Die Bezeichnung eines einzelnen Nietelementes (Einzahl) lautet fachsprachig „Niet“ und nicht – wie allgemein verwendet – „Niete“.
Das Herstellen dieser Verbindung heißt nieten und wird vorwiegend zum Fügen von Blechteilen eingesetzt oder auch in der Lederbearbeitung, wenn z.B. in einen Ledergürtel die entsprechenden Löcher eingestanzt werden sollen.
Bei der Nietzange führt man den Stahlstift in die Zange ein. Beim Zusammendrücken wird die Niethülse zu einem Kopf zusammengequetscht, bis der Stahldorn bei genügendem Pressdruck abbricht.
Ein Blindniet ist eine spezielle Form von Niet, welche nur den Zugang zu einer Seite der zu verbindenden Bauteile erfordert und mit einer speziellen Blindnietzange befestigt wird. Nieten haben gegenüber Schrauben den Vorteil, dass in keines der Bauteile oder Werkstücke ein Gewinde eingebracht werden muss. Allerdings ist es auch ein Nachteil, dass die Verbindung nicht ohne Zerstörungen wieder zu lösen ist. Dieser Nachteil ist jedoch in einigen Bereichen der wichtigste Vorteil dieser Fügetechnik, wenn es gerade eben dort auf unlösbare Verbindungen ankommt.
Ein Bereich, in dem feste unlösbare Verbindungen unter Umständen lebenswichtig sind, ist z. B. der Flugzeugbau. In dieser Branche stellen Nietverbindungen die wesentliche Grundlage der Strukturbauteile dar.
Allerdings hat die Bedeutung der Nietverbindung in anderen Bereichen bereits erheblich nachgelassen. Die Gründe dafür sind u.a.: Die zu vernietenden Bauteile müssen übereinander gelegt und zusammen durchbohrt werden, sonst passt der Niet aufgrund der Fertigungstoleranzen nicht durch. Jede Nietverbindung muss einzeln geprüft werden, was einen höheren Aufwand und Mehrkosten bedeutet. Das zusätzliche Biegemoment kann nur durch mehrschnittige Verbindungen aufgehoben werden und die sind auch ziemlich teuer. Und nicht zuletzt: Nietverbindungen sind korrosionsempfindlich, ein Abrosten der zu verbindenden Bauteile oder der Nietköpfe kann sehr schnell zu einem Lockern der Verbindung führen.
von Annett Biermann
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