Schlauchwaage
Bei einer Schlauwaage handelt es sich um ein Messgerät. Die physikalischen Eigenschaften von zwei Röhren macht man sich hier zunutze. ...Gleiche Sichtgrenzen können über große Entfernungen (was nur von der Länge des Schlauches abhängig ist) übertragen werden.
Um in einem Rohbau eines Hauses an den Wänden in einem Meter Höhe den sog. Meterriss (eine Markierung an typischen Stellen im Rohbau oftmals neben Türöffnungen oder umlaufend im ganzen Raum) abzutragen, verwendet man die Schlauchwaage. Sie ist die günstigere Alternative zum Nivelliergerät. Es spielt dabei keine Rolle, wie der Boden dabei beschaffen ist, denn dieser wird als Maßbezugssystem ausgeschaltet.
Die ganz herkömmliche Schlauchwaage besteht aus zwei Gefäßen mit einer Maßtabelle (oft in mm) auf dem Boden des Gefäßes. Die beiden Gefäße sind offen und an den Öffnungen am Boden sind diese durch einen Schlauch miteinander verbunden. Dieses Gefäß-Schlauchsystem wird mit Wasser gefüllt. Höhenunterschiede lassen sich durch den, in beiden Gefäßen gleichen, Wasserspiegel ablesen oder übertragen. Der Schlauch muss frei von Luftblasen sein, will man den Wasserspiegel der Schlauchwaage als Markierung übernehmen.
Die digitalen Schlauchwasserwaagen haben mit diesem konventionellen Verfahren nichts mehr gemein. Der Schlauch ist hier mit einer Flüssigkeit gefüllt. Druckunterschiede werden über einen Messwertaufnehmer ermittelt, ...
woraus wiederum der Höhenunterschied errechnet werden kann. So können Höhenunterschiede im 1,01 mm-Bereich über Distanzen von bis zu 250 m gemessen werden.
Diese Messverfahren ist wohl das einzige, das eine so hohe Genauigkeit gewährleistet.
Die Preise sind sehr unterschiedlich, während die einfache Ausführung für ca. 9,-- Euro zu bekommen ist, liegen die Preise bei den elektronischen Ausführungen zwischen ca. 100,-- und 600,-- Euro.
von Annett Biermann
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