Hasen im Winter draussen halten?

Hasen im Winter draußen halten?

Hasen kann man, wenn man bestimmte Kriterien einhält, auch im Winter draußen lassen. Bedingung ist, dass ausreichend Platz zur Verfügung steht. Die Tiere müssen sich bewegen können.

Man sollte sie auch nicht alleine halten, sondern mindestens zu zweit. Besser noch sind drei oder mehr Hasen. Allein verkümmern sie. Sie benötigen Beschäftigung.

Hasen sollten auch im Winter Freigang haben, vor allem bei Schnee, den lieben sie. Zwei Kaninchen brauchen etwa 4 Quadratmeter Fläche. Vor allem Hakensprünge müssen möglich sein. Die Tiere müssen sich

Bewegen können.

Der traditionelle Hasenstall, in welchem die Tiere sich kaum drehen können, ist für die Hasenhaltung nicht wirklich geeignet. Besser ist ein entsprechend großes Gehege mit einer bequemen  Hütte. Die Hütten stellt man am Boden auf einer dicken Holzplatte auf. Sie sollen nicht höher gestellt werden. Dann sind die Temperaturen im Inneren niedriger. Günstig ist es, wenn es außer der Hütte noch andere Unterschlüpfe gibt. Dafür können leere Kisten verwendet werden. Sie müssen gut abgedeckt aufgestellt werden und sind
täglich mit frischem Heu zu versorgen. Wichtig ist eine gute Isolation der Hütte. Dazu können im Notfall Zeitungen genutzt werden. Für den Gehegeboden ist Rindeneinstreu zu empfehlen.

Ein Teil des Geheges muss immer trocken sein. Zwar macht es Hasen nichts aus, wenn sie nass werden, aber zum zurück ziehen ist ein geschützter, trockener Platz wichtig. Am einfachsten zu realisieren ist das mit Planen oder Wellblech. Beides kann bei gutem Wetter einfach weggezogen werden.

Das Drahtgeflecht des Geheges muss mindestens 50 cm tief eingegraben werden. Da Hasen gern buddeln und sich auch mal unten durch graben, ist das unabdingbar, sonst kann es passieren, dass Ihre Lieblinge eines Tages ausgebüchst sind. Auf den Boden sollte man kein Drahtgeflecht legen, damit sich die Hasen nicht verletzen können.

Nur gesunde Tiere dürfen den Winter im Freien verbringen. Man muss sie gut beobachten, um eventuelle Verletzungen oder andere Veränderungen schnell festzustellen. Am besten eignet sich die Fütterung zu einer genauen Beobachtung.

Für die Trinkwasserversorgung nutz man keine Trinkflaschen, sondern Schüsseln oder Näpfe, in jedem Fall offene Gefäße. Trinkrohre sind nicht geeignet. Es drohen Erfrierungsverletzungen an der Zunge. Das Wasser muss mehrmals täglich gewechselt werden.

Beim Futter ist darauf zu achten, dass jederzeit viel Heu zur Verfügung steht. Außerdem füttert man Energiefutter.

Wenn man all diese Punkte beachtet, kommen die Hasen gut über den Winter.