Kaninchenställe aus Holz, Metall oder Beton?

Kaninchenställe aus Holz, Metall oder Beton?

Kaninchenställe gibt es aus verschiedenen Materialien. Holz ist selbstverständlich das natürlichste, wenn man es mit den richtigen Schutzmittel behandelt. Ställe aus Metall sind sehr hygienisch und es gibt auch sehr variable Modelle. Allerdings sehen sie sehr nach Forschungslabor aus, sehr steril. Dafür ist das Zinkblech pflegeleicht und langlebig. Die Ställe sind sehr leicht zu reinigen. Ein Nachteil ist der Preis, der ist ziemlich hoch.

Kaninchenställe aus Beton werden häufig von Züchtern verwendet. Man kauft sie meist als Bausystem und kann sie zusammensetzen, je nachdem, wie viele Boxen benötigt werden.

Die Betonställe lassen sich leicht reinigen und können bei Bedarf sogar ausgeflammt werden. Im Winter ist eine dicke Stroheinlage nötig, aber dann ist es für die Tiere auch bei hohen Minusgraden angenehm. Auch hier ist der Preis ein Nachteil. Außerdem sind die Ställe sehr schwer. Dafür halten sie aber ewig.

Betonställe kann man leicht ausschrubben und einfach mit dem Wasserschlauch ausspritzen. Man kann sie auch desinfizieren. Ideal ist, wenn man die einzelnen Elemente auf ein Podest stellt. So kann man vor den Ställen alles besser sauber halten und es kommt nicht zu Schädlingsbefall. Besonders Mäuse lieben die Reste aus den Ställen. Das Podest muss auch aus Beton sein, anderes Material trägt die schweren Boxen nicht. Günstig ist auch, auf die gesamte Stallanlage ein zusätzliches Dach zu befestigen, eines das vorsteht und vor Regen und Schnee schützt. Eine Box für ein Einzeltier kostet etwa
150 Euro. Von der Größe her taugen sie nur für Einzelhaltung.

Auch Kaninchenställe aus Metall werden häufig von Züchtern verwendet. Sie haben in der Regel 6 Boxen für die Tiere. Unter jeder Box befindet sich eine Kotschublade. Kot und Urin fließen durch den Gitterboden hinein. Durch die Schubladen kann die Anlage gut gereinigt werden. Der Vorteil gegenüber den Betonställen ist, dass die Zwischenwand zwischen zwei Boxen entfernt werden kann. So kann man zwei Kaninchen zusammen auf der Etage lassen. Bei Bedarf setzt man die Wand wieder ein. Die Boxen sind klein, nur 40 cm hoch und etwa 50 cm breit. Das ist nicht wirklich angenehm für die Tiere, die sich darin kaum bewegen können.

Ein Kaninchenstall aus Metall mit 6 Boxen kostet etwa 250 Euro.

Für alle, die nicht züchten möchten und ihren Kaninchen ein angenehmes Leben ermöglichen möchten, eignen sich Ställe aus Holz. Es ist ein natürliches Material und sehr angenehm für die Tiere. Es gibt die verschiedensten Modelle in recht unterschiedlichen Größen. Man kann so einen Stall auch selbst bauen. Besonders geeignet sind Modelle über mehrere Etagen, in denen die Langohren viel Bewegungsfreiraum und Privatsphäre haben. Die Ställe sind deutlich preiswerter als Modelle aus Beton oder Metall. Mit entsprechenden Kotboxen lassen sie sich ebenfalls gut reinigen.

Damit die Tiere ihre Behausung nicht anknabbern, muss ausreichend Material dafür zur Verfügung gestellt werden. Ideal ist Hartholz geeignet, aber die Bausätze, die es im Handel gibt, sind meist aus Weichholz. Holz ist definitiv die bessere Wahl, wenn man möchte, dass sich seine Kaninchen Wohl fühlen.