Kaninchenställe für draussen selber bauen

Kaninchenställe für draußen selber bauen

Die im Handel erhältlichen Kaninchenställe sind oftmals einfach zu klein für die Tiere, die sich gern bewegen und eine Menge Platz brauchen. Besser man baut selbst einen Stall, da kann man die entsprechende Größe verwirklichen und die Langohren fühlen sich wohl.

Einen Kaninchenstall zu bauen ist gar nicht schwer. Baupläne findet man im Handel und im Internet, viele davon kostenlos. Darin angegeben sind auch die Materialien, ganz exakt, wie viel man wovon benötigt. Außerdem sind die Anleitungen meist so detailliert, dass Schritt für Schritt die Vorgehensweise beschrieben wird.  Man muss also

kein Profi sein, um so einen artgerechten Stall zu bauen. Wenn man einmal dabei ist, sollte man auch gleich ein passendes Außengehege anlegen und einzäunen. Die Kaninchen benötigen ganzjährig Auslauf, sie wollen springen, Haken schlagen und richtig umherflitzen. Das geht in einem Stall nicht, also ist ein Freigehege Pflicht. Für ein Kaninchen rechnet man mit einer Fläche von 2 Quadratmeter. Da die Tiere nicht einzeln gehalten werden sollen, muss man also mit mindestens 4 bis 5 Quadratmeter rechnen.

Wichtig bei einem Stall, der ganzjährig Verwendung finden soll, ist eine gute Isolierung. Am besten verwendet man dickes Holz, mindestens 15 mm stark. Ansonsten kann man Styropor oder ähnliches Dämmmaterial verwenden. Bei aller Isolierung muss auf eine gute Luftzirkulation geachtet werden. Kondenswasser kann zu Lungenproblemen führen. Am sichersten sind einige Löcher in der Rückwand des Stalls, so dass die Belüftung gesichert ist. Durchzug darf es aber nicht geben,
also müssen die Löcher hoch angebracht werden.

Der Stall sollte so groß sein, dass alle Kaninchen genug Platz haben. Für zwei bis drei Tiere rechnet man mit einer Größe von 100/120 cm Länge x 60 cm Breite x 60 cm Höhe für Zwergkaninchen und kleine Rassen, für mittelgroße und große Rassen muss der Stall mindestens 140 cm Länge und 70 cm Breite aufweisen.

Was man beim Bau unbedingt beachten sollte, sind die Kotwannen. Sie sollten herausziehbar sein, so kann man sie gut reinigen. Man baut sie am sichersten wie Schubladen ein. In einigen Bausätzen privater Hersteller gibt es da gute Lösungen, die man sich zum Vorbild nehmen kann. Bei einem Stall in mehreren Etagen lassen sich die oberen Böden durch eine Öffnung des Daches entnehmen, die unteren Blöden zieht man einfach heraus. Sie sollten natürlich einen pflegeleichten Belag haben. Das ist eine sinnvolle Lösung, sehr hygienisch und angenehm für die Tiere.

Man beginnt beim Bau mit dem Gerüst.  Dann werden die Rückwand und die Seitenbretter montiert. Evtl. folgt eine Mitteltrennwand. Diese Trennwand sollte herausnehmbar sein. Anschließend folgt das Dach. Wichtig sind die Dachschalung und die Windbretter. Eine Auflage aus Bitumenplatte schützt den Stall vor Verwitterung. Am Ende werden die Stalltürchen angebracht. Zuletzt folgt ein Schlussanstrich. Dieser sollte schadstoff- und lösungsmittelfrei sein. Der Stall muss möglichst geschützt aufgestellt werden.

Es gibt auch Ställe über mehrere Etagen, wo die Kaninchen sich viel bewegen können. Diese Art Stall ist der Idealfall. Auch dafür findet man Pläne. Zwar ist dieser Bau komplizierter, aber man schafft es auch als Laie.