Räuchergrill: selbst Räuchergut herstellen

Räuchergrill: selbst Räuchergut herstellen

Um selbst Räuchergut herzustellen, gibt es die sogenannten Smoker-Grills nach amerikanischem Vorbild. In diesen Geräten kann sowohl Fisch und Fleisch wie auch Käse geräuchert werden, daneben lassen sich die meisten Modelle auch gleichzeitig wie ein herkömmlicher Grill verwenden.

grill-steingrill flVorteile eines Räuchergrills

Die Methode des Räucherns stammt aus der Zeit, als es noch notwendig war, Lebensmittel haltbar zu machen, weil es noch keine Kühl- und Gefriergeräte gab. Auch heutzutage spielt dieser Aspekt noch eine Rolle, in erster Linie geht es beim

Räuchern jedoch um den besonderen Geschmack, der durch den Rauch verursacht wird.
  • Ein Räuchergrill besteht aus zwei Kammern. In der kleineren Kammer, die etwas unterhalb der eigentlichen Räucherkammer liegt, wird ein Feuer entzündet. Der Rauch, der hierbei entsteht, wird durch ein Rohr in die zweite Kammer geleitet, in der auf Grillrosten das Räuchergut ausgelegt wird.

  • Zum Räuchern werden Holzspäne oder fertiges Räuchermehl aus dem Handel verwendet. Diesem Brennmaterial können zusätzliche Gewürze oder zum Beispiel Tannenzapfen oder Wacholderbeeren hinzugefügt werden, um das Aroma und den Geschmack des Räucherguts zu verbessern.

  • Die Hitze der Glut kann bei einem Räuchergrill reguliert werden, indem die Klappe für die Luftzufuhr geöffnet bzw. geschlossen wird. Durch eine Klappe im Schornstein des Smoker-Grills wird der Rauchabzug geregelt.
Nachteile eines Räuchergrills

Ob sich die Anschaffung eines Räuchergrills lohnt, ist vor allem davon abhängig, wie häufig geräuchert wird. Ein Smoker-Grill lässt sich jedoch in der Regel auch als Grill benutzen, sodass es nicht tragisch ist, wenn er nur hin und
wieder zur Herstellung von Räuchergut verwendet wird.
  • Ein Räuchergrill ist sehr groß und schwer und benötigt daher viel Platz. Meist verfügt er jedoch über Räder, sodass er relativ einfach an eine andere Stelle gesetzt werden kann. Während des Räuchervorgangs darf er jedoch nicht versetzt werden.
  • Zum Anzünden dürfen nur geruchsneutrale Anzünder verwendet werden, weil sonst der Geschmack des Räucherguts beeinträchtigt wird.

  • Warm oder heiß geräucherte Speisen sind nur begrenzt haltbar und sollten daher möglichst bald verzehrt werden. Um Lebensmittel über einen längeren Zeitraumgrill-fl lagern zu können, müssen sie kalt, das heißt bei maximal 30° C geräuchert werden. Dieser Vorgang kann jedoch bis zu mehreren Wochen dauern.
  • Zu viel Geräuchertes zu essen, schadet jedoch der Gesundheit. Aus gesundheitlichen Gründen sollte ein Räuchergrill daher nicht zu häufig benutzt werden.
Preise

Günstige Räuchergrills gibt es schon für 100 bis 200 Euro zu kaufen. Je nach Ausführung und Verarbeitung können die Preise aber auch weitaus höher liegen. Als laufende Kosten sind noch das Brennmaterial wie Räuchermehl und Gewürzmischungen hinzuzurechnen.

Hersteller und Händler
  • Räuchergrills, die auch wie ein herkömmlicher Grill verwendet werden können, stellt die Firma Landmann her.
  • Bei Farmer Grill gibt es sehr große Räuchergrills mit einer Gesamtlänge von mehr als zwei Metern, die sich für eine große Menge Räuchergut eignen.
  • Produkte verschiedener Hersteller können im BBQ-Shop24, in der Grillworld oder bei BBQ24 bestellt werden.
Fazit der Redaktion

Für Hobbyköche ist die Anschaffung eines Gerätes zum Räuchern durchaus interessant. Da in privaten Haushalten ein solches Gerät aber vermutlich nicht all zu häufig zum Einsatz kommt, bietet es sich an, einen Smoker-Grill zu kaufen, der gleichzeitig auch

als Grill verwendet werden kann. Durch sein besonderes Aussehen wirkt er außerdem dekorativ und zieht schnell die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich.

Denken Sie bei der Inbetriebnahme Ihres Räuchergrills daran, dass Sie das Gerät einbrennen müssen, damit sich im Inneren eine Rußschicht bildet, die alle Poren des Materials verschließt.

Wenn Ihnen der rauchige Geschmack des Räucherguts nicht so sehr behagt, können Sie zum Räuchern auch gewöhnliche Grillkohle verwenden.