Bauanleitung für ein Holzpferd

Bauanleitung für ein Holzpferd Um ein Holzpferd selbst zu bauen, benötigt man zunächst eine Holzkonstruktion mit einer Schaumstoffpolsterung und Holz für die Standbeine. Soll das Holzpferd später regelmäßig transportiert werden, ist eine Rollenkonstruktion empfehlenswert.

Die folgende Bauanleitung ist für ein Holzpferd gedacht, das in seinen Maßen und der Form einem echten Pferd entspricht, somit in es vorne am Hals dünner und hinten deutlich dicker.

Stabiles Gestell bauen

Zunächst muss ein Gestell konstruiert werden, auf dem später der Pferdekörper liegt. Alle Rahmen sollten vor dem Zusammensetzen genau vorbereitet, also zurechtgesägt werden.


  • Die zwei Beine stehen in schrägen Aussparungen auf dem Querbalken, was für eine gute Stabilität sorgt. Hierbei müssen die Enden der oberen Längsverbindung abgeschrägt werden, sodass die Beine sauber anliegen können. 
  • Anschließend werden die Teile zusammengefügt und verschraubt. Verwenden kann man hierbei Winkel und Lochplatten. Die Höhe des Gestells beträgt idealerweise 100cm, die Länge 136cm. 
  • Zusätzlich sollten noch Bretter an der Innenseite der Beine angebracht werden und diese mit dem Längsträger verbunden werden. 
Wichtig ist, dass das Gestell äußerst stabil ist. Für den Bau des Körpers müssen Tischlerplatten zurechtgesägt und an den beiden Enden des Gestells angeschraubt werden. Hierbei sollte sich eine Höhe von 140cm ergeben. Hierbei kann es vorkommen, dass die untere Kante beim Hals schmaler als die Breite der Standbeine ist. Hierbei sollte man die
Platte so weit nach oben verschieben, dass die untere Kante über die Beine herausragen kann. Dies ist für die Anbringung des Gerippes enorm wichtig.

Bauchumfang und Haltegurtlänge anpassen

Die Bauchstückscheiben müssen nun so geformt werden, dass der Umfang des Körpers das richtige Maß für den Haltegurt hat. An dieser Stelle ist ein bisschen Ausprobieren gefragt. Dazu zwei Tipps:

  1. Die Scheiben mit den Aussparungen für den Längsträger müssen von unten an den Längsträger geschoben werden und von oben wird ein Brett dagegen geschraubt. 
  2. Der Abstand zum Ende des Halses bis hin zur Gurtalterung sollte 40cm betragen. Die Konstruktion kann dann mit Metallwinkeln verstärkt werden, da hier später große Kräfte beim Festziehen des Gurtes entstehen. 

Das Gerippe des Körpers entsteht durch die Verbindung der vorderen und hinteren Scheiben mit Dachlatten. Dabei ist die oberste Latte hochkant einzusetzen, damit sie bei einer späteren Belastung nicht durchbrechen kann. Nun wird eine Presspappe auf das Gerippe geschraubt, wodurch der gesamte Körper rund wird und nicht zu Verletzungen führt. Auch auf das Gurtstück wird Presspappe montiert.

Polsterung anbringen

Ist das Pferd soweit fertig, wird ein alter Teppich auf den Körper genagelt. Im oberen Bereich sollte sich eine wesentlich dickere Polsterung ergeben. Der gesamte Körper wird nun mit Schaumstoff belegt, sodass auch die Kanten der vorderen und hinteren Scheiben abgedeckt sind. Diese Polsterung sollte nun mit einem reibungsarmen Teppich oder auch mit Kunstleder überzogen werden.

Der Überzug sollte sehr stramm auf der Polsterung liegen, sodass sich keine Falten ergeben können. Damit ein solches Holzpferd auch optisch ansprechend ist, kann man es nun noch nach Belieben lackieren.alt