Indianerzelt bauen und basteln

Indianerzelt bauen und basteln

Eltern und Kinder, die etwas zusammen unternehmen: Das eigentlich so selbstverständliche Bild ist heute leider viel zu selten geworden.

indianertipi_flDabei wäre es so einfach, gemeinsam etwas zu basteln, an dem alle zusammen Freude haben können. Die Welt der Cowboys und Indianer ist spannend, wie eh und je.

Im eigenen Garten ein Indianerzelt aufzubauen, ist keine Schwierigkeit. Und das schönste an so einem Plan, gemeinsam ein Zelt zu bauen und zu basteln, ist die gemeinsame Zeit, bei der eine tolle Spielgelegenheit für

die Kinder und deren Kameraden herauskommen kann. Der Bau eines Indianerzelts ist nicht teuer und nicht überaus kompliziert. Warum also nicht eines der nächsten Wochenenden reservieren, einkaufen und auch gleich richtig loslegen?

Das Indianerzelt braucht ein Grundgerüst

Auf dem Einkaufszettel für das Indianerzelt sollten zunächst einmal die Zeltstangen und etwas stabiles, reißfestes Seil stehen. Ist eine geeignete, ebene Fläche im Garten gefunden, kann es auch schon losgehen. Die einzige Vorbereitung der Stangen ist ein Anspitzen an einem Ende. Damit können sie etwas im Boden versenkt werden, was die Stabilität bei Wind oder einem Rempler beim wilden Spiel verstärkt.

Zunächst werden drei lange Zeltstangen pyramidenförmig zueinander gestellt. Mit einem Stück Seil werden die drei Spitzen gründlich verknotet. Die restliche Zahl der Zeltstangen kann nun ergänzt werden. Auch um diese schlingt und knotet man ein Stück Seil. Nun kann dem Gerüst nichts mehr etwas anhaben. Auf dem Boden wird später eine Decke ausgebreitet.

Papas Rasen wird allerdings vom Indianerzelt etwas in Mitleidenschaft gezogen, denn nicht nur die Zeltstangen hinterlassen ihre Spuren. Durch fehlendes Licht
unterhalb der Zeltplane wächst das Gras nicht mehr; es bildet sich bei längerer Standzeit also zwangsläufig eine kahle Stelle im Rasen. Doch was ist der englische Rasen im Vergleich zu glücklich strahlenden Kinderaugen?

Jute, Bettlaken oder Zeltplane?

Nur aus Stangen gefertigt, ist das Zelt nun noch lange nicht fertig. Es braucht dringend noch eine Plane, selbstverständlich mit einer Türe. Der originalen Büffelhaut kommt Jute optisch am nächsten: Alte Säcke oder günstige Meterware gibt es mit Sicherheit irgendwo. Die Säcke müssen aufgetrennt werden, sodass der Stoff flach ausgelegt werden kann. Damit umwickelt man dann nach und nach das Gerüst, bis auf die Aussparung für den Eingang zur Indianerwelt. Alte Bettlaken können extra gekaufte Jute ersetzen.

Soll ein Indianerzelt den ganzen Sommer stehen bleiben, und vielleicht auch bei einem Tag mit Regenwetter eine Spielmöglichkeit bieten, empfiehlt sich imprägnierte Zeltplane. Diese kann im Camping Bedarf meterweise gekauft werden und ist strapazierbar und hält mehrere Sommer. Wer nun noch etwas am Gesamtkonzept arbeiten möchte, schafft einen Marterpfahl, eine Feuerstelle und andere typisch indianische Schauplätze rund um das Indianerzelt.

Zubehör für das Spiel im Indianerzelt gleich mit basteln

So viel Mühe und gemeinsamer Spaß lassen die neuen Ideen für das Spiel meistens explodieren. Immerhin nutzen die Kinder die wenigen Stunden, die die Eltern übrig haben, gerne aus. Da wird ein Kopfschmuck samt Lederschurz gebastelt, die Mama und die Schwester fertigen aus Lederbändern und Kunstperlen schönen Indianerschmuck an.

Im Zelt darf ein Traumfänger nicht fehlen; dieser wird aus Leder, Garn, Federn und Holz- beziehungsweise Kunststoffperlen – und

einer entsprechenden Bastelanleitung aus dem Internet – an einem ruhigen Abend gebastelt. Im Spielwarenhandel gibt es zahlreiches Zubehör zum Indianerzelt.

Die nächsten Wochen und Monate kann sich die Familie auf heulende Häuptlinge, spähende Indianer und Squaws freuen, die nur ungern darauf verzichten, im Krieg gegen den „weißen Mann“ mitzuziehen. Und Mama, das Greenhorn, wird mit dem Lasso eingefangen und an den Marterpfahl gebunden, bis sie verspricht, ein Eis aus der Gefriertruhe zu holen.