Herbstlaub im Garten - Was tun mit dem Laub?

Laubsaubsauger löst das Laub-Problem nichtSobald die Sonne schwächer wird und die Temperaturen sinken, beginnt der Baum sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Den ganzen Sommer über hat er die Blätter mit Nährstoffen und Flüssigkeit versorgt. Nun stellt er diese Zufuhr ein und zieht auch das Chlorophyll in seine Zweige und seinen Stamm zurück.

Herbstlaub als Fluch und Segen des Gärtners

Und genau dieses Blattgrün ist es, das den Blättern ihre grüne Farbe verleiht. Erst

durch das Fehlen von Chlorophyll kommen die anderen Farbstoffe zur Geltung: die Blätter verfärben sich! - Herbstlaub hat seinen ganz eigenen Reiz und ist beinahe genauso schön wie die Blüten im Frühling. Die Farben reichen vom leuchtenden, kräftigen Rot bis hin zum zarten, hellen Gelb. Doch wenn sich die Blätter mit prächtigem Farbenspiel von den Bäumen verabschieden, beginnt für uns die harte Arbeit. Denn kaum hat man alles weggerecht ist nach dem ersten Windstoß der Garten wieder neu übersät. Dieses Spiel geht ungefähr bis Ende November
– dann sind endgültig alle Laubbäume kahl.

Wohin mit dem vielen Laub?

 Überall dort, wo eine schützende Abdeckung willkommen ist, kann man das Laub ruhig liegen lassen. Die Schicht darf bis zu 10 cm dick sein und wird mit der Gartenkralle eventuell noch etwas in den Boden eingearbeitet. Etwas Komposterde darüber gestreut beschleunigt nicht nur die Verrottung, sondern bewahrt auch davor, dass die Blätter neuerlich vom Wind verweht werden. Mit dieser Art der Laubverwertung kann man abgeräumte Gemüsebeete, Blumenrabatte sowie den Boden unter Gebüschen, Stauden und Bäumen versorgen. Flächenkompostierung wird diese Methode genannt und sie ist wahrhaftig die beste Praktik, um große Mengen an Laub sinnvoll und nutzbringend zu verarbeiten. Die Blätterdecke ist Kälteschutz und Dünger zugleich und bewahrt noch dazu den Boden vor dem Austrocknen. Im Frühling werden dann die verbliebenen Blätter entfernt und kompostiert. Konnte man natürlich mittels Häcksler oder Laubzerkleinerer das Blätterwerk vorher zerstückeln, wird nach dem Winter die Schicht bereits beinahe zersetzt sein!

Laub überallDen Rasen jedoch sollte man laubfrei halten, weil die nassen Blätter das Gras darunter ersticken und verfaulen lassen. Liegt Laub auf den Rasenflächen so nimmt man es am besten mit dem Rasenmäher auf. Dadurch wird es nicht nur mit dem Rasenschnitt vermischt, sondern auch zugleich zerkleinert und der Verfall geht anschliessend rascher vor sich. Beides zusammen - Grasschnitt und Laub - im ungefähren Verhältnis 1:1 ist zudem die optimale Voraussetzung für eine solide Verrottung. Gutes Durchfeuchten, das Beimengen von halbfertigem Kompost oder Kompoststarter bringen die Zersetzung zügig in Gang.

Herbstlaub ist also keinesfalls lästiger Abfall, den wir aus dem Garten entfernen müssen – sondern pures Gold für den Boden!