Lattenkomposter - Bauen und Befüllen

kompost-aufbau-hg-flKompost steht bei Gärtnern hoch im Kurs. Am besten ist es, wenn man diesen selber herstellen kann. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Handel sind zum Beispiel verschiedene Varianten von Kompostern erhältlich. Diese eignen sich hervorragend für Wohngebiete, in denen die Geruchsbelästigung gering gehalten werden muss und außerdem nicht viel Platz zur Verfügung steht.

Lattenkomposter als "EInstiegsmodell"

Handwerklich geschickte Menschen können einen Lattenkomposter leicht selber bauen. Ein so genannter Lattenkomposter ist eine einfache Variante des Komposthaufens, den sogar Kinder aufbauen

können. Der Vorteil eines Lattenkomposters ist es, dass man ihn genau an die vorhandenen Platzverhältnisse anpassen kann.

Für den Bau benötigt man einfach eine bestimmte Anzahl von Brettern, die auf die passende Länge zugeschnitten sind. Zu diesen Brettern braucht man noch vier Kanthölzer, die als Pfosten dienen. Die Größe bemisst sich nach der Höhe des Komposthaufens, zu der noch 20
cm zugegeben werden. Die Pfosten werden angespitzt und ungefähr 20 Zentimeter tief in das Erdreich gerammt.

Nun bringt man den Pfosten die Bretter an. Die Bretter können 6 bis 10 Zentimeter breit sein und werden an den Pfosten angeschraubt. Damit genug Luft an den Kompost kommt, ist ein Abstand von etwa 5 Zentimetern zwischen den Brettern einzuhalten. Damit der Kompost nicht ungeschützt gegen Regen ist und dadurch zu nass wird, kann ein Dach darüber gebaut oder eine Plane angebracht werden. Der Lattenkomposter ist mit diesen wenigen Handgriffen bereits fertig gebaut.

Lattenroster befüllen

Nun kommt es auf das richtige Befüllen an, damit am Ende tatsächlich Kompost entsteht. Es müssen dafür drei Voraussetzungen gegeben sein: Wärme, Feuchtigkeit und Luft. Alle drei Komponenten müssen optimal zusammenwirken. Das funktioniert nur, wenn die Schichten aufeinander abgestimmt werden. Die unterste Schicht besteht aus grobem Material wie zum Beispiel Baumschnitt, der grob gehäckselt sein sollte oder Heckenschnitt. Danach wird immer im Wechsel feuchtes und trockenes Material eingeschichtet.

Feuchtes Material ist beispielsweise Grasschnitt oder Gemüseabfälle, trockenes Material sind fein gehäckselte Holzabfälle. Das Mischungsverhältnis sollte 2:1 betragen. Alles wird locker aufeinander geschichtet. Zwischen die einzelnen Lagen kann eine Schicht aus Kompostbeschleuniger oder bereits fertigem Kompost eingefügt werden.

Während des Kompostiervorgangs sollte der Komposthaufen von Zeit zu Zeit umgeschichtet werden. Dabei sollte das Innere nach außen und das Äußere nach innen verbracht werden. Die Ergebnisse des Kompostierens sind nach etwa 9 Monaten erreicht. Nun kann der Kompost aus dem Lattenkomposter verwendet werden.