Thermokomposter - Vorteile und Nachteile

kompost-kunststoff-hoch-hg-flThermokomposter sollen nach Meinung vieler Hobbygärtner wahre Wunder vollbringen können, andere wiederum wünschen sich, niemals ein solches Teil in ihrem botanischen Reich platziert zu haben. Warum das? Denn Fakt ist, dass Thermokomposter in der Tat überaus hilfreiche Dienste leisten können, wenn es darum geht, schnelle und effektive Ergebnisse in Sachen Kompostierung zu erzielen.

Professionelle Gartenfachhändler nutzen diese Möglichkeit zum Teil bereits seit geraumer Zeit. So ist schlicht und einfach lediglich der eine oder andere nützliche Ratschlag zu befolgen - und über kurz

oder lang werden selbst die zuvor genannten Skeptiker davon überzeugt sein, wie nützlich ein Thermokomposter tatsächlich sein kann.

Welche Vorteile bringt ein Thermokomposter?

Ein entscheidender Vorteil eines Thermokomposters ist in der Tat die überaus rasche Verwendung des Kompostiergutes für das Düngen von Blumenbeeten, für den Rasen etc. oder aber auch zur kontinuierlichen Verbesserung der bestehenden (Erd-)Bodenverhältnisse: bei normalen Kompostern kann es gut und gern zwei bis drei Jahre dauern, bis die entsprechenden Bioabfälle vererdet sind, sich zu Humus umgewandelt haben und im Endeffekt (nach mehrfachem Wenden und Durchmengen) als Nährstofflieferant zur Verfügung stehen können.

Bei der Verwendung eines Thermokomposters lassen sich hingegen bereits nach etwa einem Vierteljahr deutlich sichtbare Erfolge erzielen. Zudem ist in aller Regel auch die Zugabe von Kalk oder anderen den Reifeprozess beschleunigenden Mittelchen nicht, bzw. nur in einem sehr geringen Maße erforderlich, so dass sich diesbezüglich mit Sicherheit die eine oder andere Arbeitsstunde einsparen lassen kann.

Aber nicht nur das, denn wenn derartige Produkte gar nicht erst angeschafft werden müssen, bleiben überdies gar einige Euros mehr im Portemonnaie. Freilich: diese wurden bei der Anschaffung eines Thermokomposters bereits angelegt, jedoch steht fest, dass sich dieses Geld aufgrund der recht hohen Wirtschaftlichkeit schon sehr bald amortisiert haben wird.

Des Weiteren sind in den verschiedenen Baumärkten immer wieder interessante Angebote in Bezug auf Thermokomposter
erhältlich, so dass teils nicht einmal mehr als vierzig bis sechzig Euro hierfür ausgegeben werden müssen.

Vielfach werden Bedenken hinsichtlich einer stärkeren Geruchsbildung, als dies bei herkömmlichen Kompostern der Fall sein mag, geäußert. Jedoch lässt sich auch eine derartige Befürchtung recht einfach widerlegen, denn bei einer sachgemäßen Anwendung lässt sich - auch bei heißen Witterungsverhältnissen - in dieser Hinsicht nichts Gravierendes feststellen. Einen Versuch ist es somit allemal wert!

Thermokomposter - richtig befüllen

Kompost ist eine tolle Sache für den Garten. Nicht nur, dass man seinen Biomüll preiswert und problemlos entsorgen kann, ist der Kompost erst einmal fertig, kann man ihn im Garten und auch für seine Topfpflanzen sehr gut als organischen Dünger verwenden. 

Um Kompost herzustellen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Steht nur eine kleine Fläche zur Verfügung, will man die Geruchsbelästigung, die beispielsweise ein offener Komposthaufen mit sich bringt vermeiden, und möchte man schnell auf seinen Kompost zugreifen können, dann ist ein Thermokomposter die richtige Entscheidung. 

Der Thermokomposter ist ein in sich abgeschlossenes System, in welchem sich noch höhere Temperaturen entwickeln als im Komposthauen oder im normalen Komposter. Deshalb auch der Name Thermokomposter. Je höher die Temperatur ist, umso schneller geht der Verrottungsprozess voran. 

Eine wesentliche Rolle zum Entstehen von Kompost

spielt weiterhin das richtige Befüllen des Thermokomposters. Außerdem muss man sich regelmäßig darum kümmern, damit am Ende guter Kompost herauskommt. Vorteilhaft ist, dass ein Thermokomposter zum Kompostieren eine wesentlich kürzere Zeitspanne braucht, bis der Kompost fertig ist. Bereits nach 6 - 8 Wochen kann der Kompost entnommen werden. 

In den Thermokomposter kommen Gartenabfälle wie Grasschnitt, gehäckselte Zweige und Äste und ähnliches. Umso feiner die Abfälle sind, umso schneller schreitet die Verrottung voran. 

Nasse und trockene Schichten sollten im Wechsel eingebracht werden. Die Schichten sollten so dünn wie möglich sein. Nasse Komponenten wie Grasschnitt oder Gemüseabfälle mischt man am besten mit Holzspänen, die ebenfalls recht fein sein sollten. 

Bei Grasschnitt ist es besser, diesen sogar erst etwas antrocknen zu lassen, bevor man ihn in den Thermokomposter gibt. Ebenfalls beschleunigend wirkt das Zugeben von bereits fertigem Kompost zwischen den einzelnen Schichten. Alternativ gibt es noch Kompostbeschleuniger, der gemäß Gebrauchsanweisung zu verwenden ist. Ferner ist das Aufbringen einer Schicht Gartenerde auf der Oberfläche ein guter Tipp zum Gelingen des Kompostes. 

Damit im Thermokomposter schneller die richtige Temperatur erreicht wird, hilft es auch, den Behälter an einen sonnigen Platz zu stellen. Für den Kompostiervorgang spielen Kleinorganismen und Würmer eine große Rolle. Diese müssen ohne Probleme hineingelangen können, deshalb sollte der Thermokomposter auf der Erde stehen. Die Umschichtung des Kompostes sollte etwa alle 2 bis 3 Wochen erfolgen.