Mulchen - was ist das?

Mulchen mit MutterbodenUnter Mulchen versteht man im Gartenbau die Abdeckung des Bodens zwischen den Pflanzen. Dies bietet gleich mehrere Vorteile und kann mit unterschiedlichen Materialien geschehen.

Die Vorteile des Mulchens


Das Mulchen bietet vor allem den Vorteil, dass die Erde nicht so leicht austrocknet, denn sie wird durch die Mulchschicht beschattet, sodass Sonnenstrahlen nicht mehr direkt auf den Boden fallen. Dadurch wird auch gleichzeitig der Wurzelbereich der Pflanzen vor zu großer Erwärmung geschützt. Hiervon profitieren vor allem Pflanzen, die Wurzeln nah an der

Erdoberfläche bilden wie dies zum Beispiel bei der Magnolie der Fall ist. Ein weiterer Vorteil, den eine Mulchschicht bietet, ist die Tatsache, dass sich zwischen den Pflanzen kaum noch Unkraut entwickelt. In gemulchten Beeten kann daher oft vollständig oder zumindest zum Teil auf das Unkrautjäten verzichtet werden. Eine Mulchschicht fördert außerdem Kleinstlebewesen im Erdreich, die für gute Bedingungen für die Pflanzen sorgen. Gartenbesitzer, die in sehr windigen Gegenden wohnen, profitieren zudem davon, dass die Erde in trockenem Zustand nicht fortgeweht wird, wenn sie durch eine Mulchschicht bedeckt ist. Außerdem sorgt diese Schicht im Winter dafür, dass der Wurzelbereich der Pflanzen nicht zu stark unter der Kälte leidet. Und nicht zuletzt wirkt Mulch wie ein Dünger, denn er verrottet langsam und gibt dann seine Nährstoffe an den Boden ab, wo sie von den Wurzeln der Pflanzen aufgenommen werden.

Materialien zum
Mulchen


Ein sehr beliebtes Mulchmaterial ist der Rindenmulch, der aus der Rinde von Bäumen gewonnen wird. Ihn gibt es in verschiedenen Größen, sodass er gleichzeitig der optischen Gestaltung des Gartens dient. Rindenmulch aus dem Handel besteht meist aus der Rinde von Nadelbäumen wie Tannen, Fichten, Kiefern oder Pinien. Ebenso gut eignet sich für diesen Zweck aber auch das klein geschredderte Schnittgut von Sträuchern und Pflanzen aus dem eigenen Garten.

Im Gemüsegarten und hierbei vor allem in den Beeten mit Erdbeerpflanzen verwendet man zum Mulchen gern Stroh oder Sägespäne. Diese Variante bietet zwar die gleichen Vorteile wie der Rindenmulch, hat aber hauptsächlich den Zweck, die Erdbeeren trocken und sauber zu halten und sie vor Krankheiten wie dem Grauschimmel zu schützen. Den gleichen Zweck erfüllt auch eine Mulchfolie, wie sie in den Gärtnereien verkauft wird.

Rindenmulch zwischen WegplattenRasenschnitt eignet sich ebenfalls zum Mulchen, sollte aber vor dem Ausbringen ein wenig antrocknen, damit er nicht zu faulen beginnt. Er darf jedoch nur dünn auf die Beete gestreut werden, damit die Luftzufuhr gewährleistet ist und die Wurzeln der Pflanzen atmen können.

Tipps der Redaktion

Vor dem Mulchen mit Rindenmulch, Stroh oder Sägespänen in einem Beet sollte möglichst eine Düngung mit Stickstoff erfolgen. Das ist deshalb wichtig, weil beim Verrotten der Mulchschicht dem Boden zunächst Stickstoff entzogen wird und den Pflanzen daher nicht mehr zur Verfügung steht. Zum Düngen eignen sich Hornspäne oder andere stickstoffhaltige Düngemittel aus dem Handel. Nachdem die Mulchschicht verrottet ist, führt sie dem Boden wieder neuen Stickstoff zu.

In Gärten mit vielen Schnecken kann eine Mulchschicht dazu führen, dass sich die Anzahl der Schnecken erhöht. Schnecken verstecken sich gern unter einer Mulchschicht und legen dort auch ihre

Eier ab. Gärtner, die schon unter einer Schneckenplage zu leiden haben, sollten daher besser auf das Mulchen verzichten.